Russisches Militär meldet 315 abgefangene ukrainische Drohnen
Auf einen Blick
- Russland berichtet von einem großflächigen ukrainischen Drohnenangriff mit 315 abgefangenen Flugobjekten über weiten Teilen des Landes.
- In Jaroslawl lösten Drohnentrümmer einen Brand in einer Raffinerie aus.
- Die Ukraine meldet ihrerseits 180 abgewehrte von 209 gestarteten Drohnen und berichtet von drei Verletzten in Charkiw.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Das russische Militär berichtet über einen großflächigen ukrainischen Drohnenangriff. Die ukrainische Armee beschießt seit Monaten systematisch Raffinerien und andere Ziele der russischen Ölindustrie, um die Treibstoffversorgung der russischen Armee zu stören und die Kriegskasse des Kremls zu schmälern. In der Nacht auf Sonntag hatte ein massiver ukrainischer Drohnenangriff erstmals Schäden in Moskauer Vorstädten angerichtet.
Das russische Militär hat erneut über einen großflächigen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht berichtet. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen großen Angriff. Die russische Militärstatistik lässt aber - anders als die ukrainische Zählung - keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu.
Angriff auf Raffinerie von Jaroslawl
Ein Ziel schien nach Angaben russischer wie ukrainischer Telegramkanäle die Raffinerie von Jaroslawl an der Wolga nordöstlich von Moskau zu sein. Der regionale Gouverneur Michail Jewrajew teilte mit, dass Drohnentrümmer einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst hätten. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Ausfallstraße nach Moskau sei gesperrt worden. Genau dort liegt die Raffinerie, die zu den größten in Russland zählt.
Die ukrainische Armee beschießt seit Monaten systematisch Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie. So soll die Treibstoffversorgung der russischen Armee gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern. In der Nacht auf Sonntag hatte ein massiver ukrainischer Drohnenangriff erstmals Schäden in Moskauer Vorstädten angerichtet.
Drei Verletzte in Charkiw
Die ukrainische Luftwaffe meldete morgens, Russland habe über Nacht mit 209 Drohnen verschiedener Typen angegriffen. Davon seien 180 abgefangen worden. Einschläge gab es unter anderem in Charkiw, wo nach Angaben ziviler Behörden drei Menschen verletzt wurden. Ein weiteres Ziel war demnach der Donauhafen Ismajil. Russland überzieht das Nachbarland Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem verheerenden Krieg.
© dpa-infocom, dpa:260519-930-98610/1
Offene Fragen
- Wie hoch ist die tatsächliche Abfangquote der russischen Luftabwehr?
- Welche genauen Schäden wurden in der Raffinerie von Jaroslawl verursacht?
- Wie reagiert Russland auf die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf seine Ölindustrie?
- Welche Auswirkungen haben die Angriffe auf die Treibstoffversorgung der russischen Armee und die russische Wirtschaft?


