Russland bombardiert Kramatorsk schwer
Frontstadt in der Ostukraine unter Beschuss: Die Ukraine meldet mindestens einen Toten und zahlreiche Verletzte. Behörden raten Anwohnern zur Umsiedlung.
Auf einen Blick
- Russland hat die ostukrainische Frontstadt Kramatorsk mit Gleitbomben angegriffen.
- Behörden melden mindestens einen Toten und 15 Verletzte, während die Evakuierung von Kindern vorangetrieben wird.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Ukraine wehrt sich seit viereinhalb Jahren gegen eine russische Invasion. Kramatorsk ist Teil des letzten großen Festungsgürtels in Donezk.
Die Sicherheitslage im ostukrainischen Kramatorsk verschlechtert sich weiter. Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden.
Es gebe bislang einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebiets Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.
Seinen Angaben zufolge wurde die Stadt achtmal aus der Luft angegriffen, mutmaßlich mit Gleitbomben. In einem großen Wohnblock sei ein Brand ausgebrochen. Filaschkin riet den Einwohnern von Kramatorsk, in weniger gefährdete Gebiete der Ukraine umzusiedeln.
Die Industriestadt hatte vor dem Krieg etwa 58.000 Einwohner. Kramatorsk ist nahe an der Frontlinie. Die vordersten russischen Stellungen sind derzeit etwa 20 Kilometer entfernt. Immer wieder wird Kramatorsk beschossen.
Wegen wachsender Gefahr durch russische Angriffe wurden zuletzt 525 Kinder und Jugendliche in und um die Stadt zwangsweise evakuiert. »Die Sicherheitslage verschlechtert sich, daher ist es inakzeptabel, Kinder der ständigen Gefahr russischer Angriffe auszusetzen«, teilte der Militärgouverneur Filaschkin bereits Anfang August mit. Es sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung.
Die Ukraine wehrt sich seit fast viereinhalb Jahren gegen eine groß angelegte russische Invasion. Der Ballungsraum um Slowjansk und Kramatorsk ist der letzte große Festungsgürtel, den die ukrainischen Truppen in der Region Donezk unter ihrer Kontrolle halten. Russland fordert für die Aufnahme von Friedensverhandlungen den vollständigen Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Gebiet Donezk.
Offene Fragen
- Wie viele Zivilisten verbleiben trotz der Aufrufe in Kramatorsk?
- Wie stark sind die Schäden an der kritischen Infrastruktur?






