Russland greift Kyjiw massiv mit Raketen und Drohnen an
Polen versetzt Luftabwehr in Alarmbereitschaft
Auf einen Blick
- Russland hat Kyjiw in der Nacht zum Sonntag mit einer neuen Angriffswelle aus Drohnen und Raketen attackiert.
- Bürgermeister Klitschko meldete mehrere getroffene Gebäude und neun Verletzte.
- Polen aktivierte seine Luftabwehr.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Russland hat Kyjiw in der Nacht zum Sonntag mit einer neuen Angriffswelle überzogen. Unklar ist, ob dabei auch die gefürchtete Oreschnik-Rakete zum Einsatz kam. Polen versetzte seine Luftabwehr in Alarmbereitschaft.
Russland hat Kyjiw in der Nacht zum Sonntag mit einer neuen Angriffswelle überzogen. Unklar ist, ob dabei auch die gefürchtete Oreschnik-Rakete zum Einsatz kam. Polen versetzte seine Luftabwehr in Alarmbereitschaft.
24.05.2026, 05.19 Uhr
Die ukrainische Hauptstadt Kyjiw ist in der Nacht zum Sonntag von einer weiteren Angriffswelle erschüttert worden. Russland setzte offenbar Drohnen und ballistische Raketen ein. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht zudem ausdrücklich vor einem möglichen russischen Angriff mit der besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik.
Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von mehreren getroffenen Gebäuden, darunter auch Hochhäuser und eine Schule. Es gebe neun Verletzte, von denen fünf in Krankenhäuser gebracht worden seien, schrieb er in den frühen Morgenstunden. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben.
Das Portal »The Kyiv Independent« sprach von »einer Reihe von Explosionen« in der Hauptstadt. Zunächst unbestätigten Berichten zufolge soll Russland bei dem Angriff auch Hyperschallraketen und Marschflugkörper eingesetzt haben. Das Portal »Times of Ukraine« berichtete auf Telegram von zahlreichen Bränden in der Stadt, darunter auch einer in der Nähe des Regierungsviertels.
Auch andere Landesteile der Ukraine wurden angegriffen. Das gesamte Ausmaß der russischen Angriffswelle und deren Folgen waren in der Nacht nicht sofort absehbar.
Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.
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Am Samstagabend hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gewarnt, es sei mit einem Einsatz der Mittelstreckenrakete Oreschnik zu rechnen – mehr dazu hier. Auch Kyjiw sei in Gefahr, sagte er unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse. Er warnte vor einem möglichen kombinierten russischen Angriff mit verschiedenen Waffentypen und forderte die Bürger auf, bei Luftalarm die Schutzbunker aufzusuchen.
Ob Russland bei dem neuen Angriff auf Kyjiw in der Nacht tatsächlich auch eine Oreschnik-Rakete einsetzte, blieb zunächst unklar. Auf X gepostete Videos könnten tatsächlich die neue Mittelstreckenrakete zeigen, die über sechs Sprengköpfe verfügt.
Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine. hda/dpa
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere russische Angriffe auf die Ukraine, möglicherweise mit neuen Waffensystemen.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Erhöhte Bereitschaft und mögliche militärische Reaktionen von Polen und anderen Nato-Staaten.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Offene Fragen
- Wurde die Oreschnik-Rakete tatsächlich eingesetzt?
- Wie hoch ist das genaue Ausmaß der Schäden und Verletzten?
- Welche weiteren Teile der Ukraine wurden angegriffen?
- Wie wird die Nato auf die Eskalation reagieren?



