Russland greift Ukraine massiv an: Mindestens elf Tote in Kyjiw
Auf einen Blick
- Russland hat die Ukraine mit massiven Luftangriffen überzogen, wobei in Kyjiw mindestens elf Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden.
- Auch andere Städte wie Saporischschja und Charkiw waren betroffen.
- Polen startete präventiv Kampfflugzeuge zur Sicherung des Luftraums.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Mittwoch vor einem bevorstehenden Großangriff auf die Ukraine gewarnt. Russlands Verteidigungsministerium teilte mit, die Angriffe seien Vergeltung für vorherige ukrainische Angriffe.
Noch nicht vollständig absehbar ist bislang auch die Zahl der von den Angriffen betroffenen Menschen. Der ukrainische Zivilschutz aktualisierte die Zahl der Toten am Morgen binnen kurzer Zeit mehrfach. Vorläufig ist von mindestens elf Toten und mehr als 30 Verletzten die Rede.
Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko teilte indes auf Telegram mit, es habe zehn Tote gegeben. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf lokale Behördenmitarbeiter derweil bereits von 56 Verletzten. Unabhängig verifizieren ließen sich die Angaben zunächst nicht.
»Unglaublich laute Explosionen«
Nach ersten Einschlägen am Abend wurde demnach auch am frühen Morgen wieder Luftalarm ausgelöst. Knapp ein Dutzend russische Bomber seien in der Luft, hieß es. Kurz darauf meldeten Reporter des Portals »unglaublich laute Explosionen«, die selbst in tief unter der Erde gelegenen Luftschutzbunkern deutlich zu hören gewesen seien.
Auch in anderen Städten der Ukraine – darunter Saporischschja und Pawlohrad im Südosten sowie Sumy und Charkiw im Nordosten des Landes – gab es Berichten zufolge Luftalarm und Explosionen. Informationen zu möglichen Schäden und Opfern lagen zunächst nicht vor.
Im Nachbarland Polen starteten nach Beginn der Angriffswelle Kampfflugzeuge, wie die polnischen Streitkräfte in einem Beitrag auf X mitteilten. »Diese Maßnahmen sind präventiver Natur und dienen der Sicherung und dem Schutz des Luftraums, insbesondere in den an die bedrohten Regionen angrenzenden Gebieten«, hieß es in dem Beitrag. Später am Morgen teilte die Luftwaffe mit, der Einsatz sei beendet, es habe keine Verletzung des polnischen Luftraumes gegeben.
Selenskyj sah massiven Angriff kommen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Mittwoch vor einem bevorstehenden Großangriff auf die Ukraine gewarnt. Alle ein bis zwei Wochen gebe es massive Attacken mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen – und »heute gibt es die unangenehme Information über die nächste Vorbereitung eines solchen massiven russischen Angriffs«, sagte er am Rande einer Zeremonie zum Wechsel der EU-Ratspräsidentschaft in Dublin.
Daher werde er direkt nach der Pressekonferenz rasch in die Ukraine zurückkehren. Seine Landsleute sollten Alarmsignale beachten und Schutzräume aufsuchen.
Russland spricht von Vergeltung
Russlands Verteidigungsministerium teilte auf Telegram mit, bei den Angriffen auf Kyjiw und weitere ukrainische Städte handele es sich um Vergeltung für vorherige ukrainische Angriffe. Ziel seien Militäranlagen und Energieinfrastruktur rund um Kyjiw sowie Militärflugplätze in anderen Teilen der Ukraine gewesen.
Offene Fragen
- Genaue Zahl der Todesopfer und Verletzten?
- Ausmaß der Schäden in allen betroffenen Städten?
- Details zu den angegriffenen Militäranlagen?




