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Russland setzt gefürchtete Oreschnik-Rakete erneut in der Ukraine ein
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Die Zeit24.5.2026Welt3 Min. LesezeitGermany

Russland setzt gefürchtete Oreschnik-Rakete erneut in der Ukraine ein

Auf einen Blick

  • Russland hat nach eigenen Angaben erneut die Mittelstreckenrakete Oreschnik in der Ukraine eingesetzt, die auch atomare Sprengköpfe tragen kann.
  • Präsident Selenskyj kritisierte den Einsatz als "unverantwortlich" und forderte Konsequenzen.
  • Die Rakete schlug in Bila Zerkwa ein, wo zivile Infrastruktur beschädigt wurde.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Russland hat nach eigenen Angaben erneut die Mittelstreckenrakete Oreschnik in der Ukraine eingesetzt. Diese Rakete kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen und hat eine hohe Geschwindigkeit sowie Reichweite. Präsident Selenskyj kritisierte den Einsatz scharf.

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Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die «terroristischen Angriffe» der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit. Nach ukrainischen Angaben schlug die Rakete in der Großstadt Bila Zerkwa im Kiewer Gebiet ein.

Die auch in Belarus von Moskau stationierte Oreschnik-Rakete (auf Deutsch: Haselstrauch) kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5.000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent.

Selenskyj kritisiert Oreschnik-Einsatz als «unerantwortlich»

«Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt», sagte Selenskyj. Zu Schäden in Bila Zerkwa machte er keine Angaben. Es war demnach bereits der dritte Einsatz der Waffe in dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine - einmal ohne Sprengköpfe in Dnipro im Südosten der Ukraine und zuletzt im Januar in der Westukraine. Selenskyj hatte bereits am Vorabend unter Berufung auf Informationen westlicher Geheimdienst vor einem neuen Angriff mit einer Oreschnik-Rakete gewarnt.

Zuvor hatte die ukrainische Flugabwehr von einem kombinierten Angriff mit 600 Drohnen, 90 Raketen und Marschflugkörpern gesprochen. In der Auflistung der ballistischen Raketen war Oreschnik zunächst nicht aufgeführt.

«Leider konnten nicht alle ballistischen Raketen abgeschossen werden. Die meisten Treffer gab es in Kiew, und genau Kiew war das Hauptziel dieses russischen Angriffs», sagte Selenskyj. «Drei russische Raketen gegen eine Wasserversorgungsanlage, ein Markt wurde niedergebrannt, Dutzende Wohnhäuser und mehrere normale Schulen wurden beschädigt.»

Selenskyj reagiert mit Häme auf Putin-Auftritt

Selenskyj warf Putin vor, mit seinen Raketen Wohnhäuser zu zerstören – und «nicht einmal mehr das Wort "Hurra" richtig aussprechen» zu können. Der russische Präsident «lallt», meinte Selenskyj mit Blick auf einen Auftritt Putins am Freitag im Kreml vor Absolventen des Ausbildungsprogramms «Zeit der Helden». Ein auch von Staatsmedien verbreitetes Video zeigt Putin, wie er am Ende ein dreifaches «Hurra» als Zeichen seiner Siegesgewissheit in dem Krieg ausruft - es klingt für seine Verhältnisse ungewöhnlich kraftlos.

Selenskyj meinte, dass alles getan werden müsse, um Frieden zu schaffen und die Menschen zu schützen. Dabei seien auch Entscheidungen der USA, Europas und anderer Verbündet nötig, damit der alte Kremlchef – Selenskyj nannte ihn einen alten Oreschnik - lerne, das Wort «Frieden» auszusprechen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Further diplomatic condemnation of Russia's actions.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Increased military aid to Ukraine from Western allies.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Welche genauen Schäden wurden in Bila Zerkwa verursacht?
  • Welche Konsequenzen werden für Russland erwartet?
  • Wie wird die internationale Gemeinschaft auf diesen erneuten Einsatz reagieren?

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This article was originally published by Die Zeit.

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