Newsgather
ZurückSelenskyj entlässt Armeechef Syrskyj, Drapatyj wird Nachfolger
Selenskyj entlässt Armeechef Syrskyj, Drapatyj wird Nachfolger
In Entwicklung
Die Weltvor 15 StundenPolitik2 Min. LesezeitGermany

Selenskyj entlässt Armeechef Syrskyj, Drapatyj wird Nachfolger

Auf einen Blick

  • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten und einem Richtungsstreit mit dem zuvor entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, Armeechef Olexander Syrskyj entlassen.
  • Mychajlo Drapatyj wird neuer Oberbefehlshaber.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Dies geschah nach tagelangem Druck von Demonstranten und einem Richtungsstreit mit dem zuvor entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow.

Schriftgröße

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal mit.

Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte. Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte danach seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele.

Ausdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste. Der Präsident hatte angesichts fortdauernder Proteste gegen die Entlassung von Fedorow seit Tagen Gespräche mit Militärs geführt, wie er auf der Plattform X mitteilte.

Schon am Samstag hatte er in seiner täglichen Videoansprache angesichts der Straßenproteste gesagt, dass er darauf höre, was die Leute sagen. Er habe auch lange mit Fedorow und Syrskyj gesprochen, sagte er. Am Dienstagabend folgte nach Angaben von Selenskyjs Sprecher Dmytro Lytwyn ein weiteres Gespräch mit Fedorow. Zu dessen neuer Rolle gab es zunächst keine Angaben.

Demonstrationen gegen Syrskyj und für Fedorow dauerten an

Sechs Tage in Folge demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fedorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Hauptforderung war dabei aber eine Ablösung von Armeechef Syrskyj. Aus Militärkreisen gab es zugleich auch offene Unterstützung für Syrskyj.

Fedorows Posten als Verteidigungsminister hat am Freitag geschäftsführend der Geheimdienstler Jewhenij Chmara übernommen. Selenskyj muss Chmaras Kandidatur jedoch noch im Parlament einreichen und ihn von den Abgeordneten bestätigen lassen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Syrskyj war seit Februar 2024 Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte. Der aus Russland stammende 60-jährige Berufsmilitär hat sich vor allem bei der Verteidigung von Kiew und der erfolgreichen Gegenoffensive im Raum Charkiw 2022 verdient gemacht.

Fedorow hatte das Verteidigungsministerium seit Januar geleitet. Davor stand er an der Spitze des 2019 geschaffenen Digitalisierungsministeriums.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Kandidatur von Jewhenij Chmara als Verteidigungsminister muss noch im Parlament eingereicht und bestätigt werden.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Was wird die neue Rolle von Mychajlo Fedorow sein?
  • Wird Jewhenij Chmara vom Parlament als Verteidigungsminister bestätigt?

Verwandte Themen

This article was originally published by Die Welt.

Ähnliche Meldungen

Steinmeier fordert „klare Kante“ gegen Rassismus zum OEZ-Jahrestag
In Entwicklung·vor 37 Minuten

Steinmeier fordert „klare Kante“ gegen Rassismus zum OEZ-Jahrestag

Zum zehnten Jahrestag des rassistischen Anschlags am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) fordert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier „mehr klare Kante“ gegen Rassismus. Bei der Gedenkveranstaltung sprachen auch Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause, die an die neun Opfer erinnerten und Fehler staatlicher Institutionen thematisierten.

Die Welt
3 Min. Lesezeit
Mehr zu diesem Themaselenskyj