Sicherheit im Straßenverkehr während der Erntezeit: Vorsicht vor Landmaschinen
Auf einen Blick
- Während der Erntezeit sind vermehrt große Landmaschinen auf Landstraßen unterwegs, was für Auto- und Motorradfahrer Gefahren birgt.
- Ein Experte des Tüv Süd rät zu erhöhter Wachsamkeit, richtigem Einschätzen von Ausmaßen und Geschwindigkeiten, sowie Vorsicht vor verschmutzten Fahrbahnen und herunterfallender Ladung.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Während der Erntezeit sind vermehrt große Landmaschinen auf Landstraßen unterwegs, was besondere Vorsicht von Auto- und Motorradfahrern erfordert.
Sobald die Erntezeit beginnt, sind wieder mehr Traktoren sowie große Landmaschinen unterwegs. Auto- und Motorradfahrer sollten also auf Landstraßen einiges beachten, damit sie sicher unterwegs sind.
München. Wenn hinter einer scharfen Kurve oder einer Kuppe plötzlich ein überbreiter Traktor auftaucht, kann es für entgegenkommende Auto- und Motorrad gefährlich werden. Marcellus Kaup vom Tüv Süd rät daher: Während der Erntezeit auf der ländlichen Straßen stets wachsam und bremsbereit sein.
Insbesondere an Kreuzungen, wo Erntemaschinen meist sehr langsam abbiegen, schätzen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit der Kolosse häufig falsch ein, so Kaup. Dann könne es zu folgenschweren Kollisionen kommen.
Ausmaß und Geschwindigkeit richtig einschätzen
Viele Erntefahrzeuge, etwa überbreite Mähdrescher sowie bis zu 18 Meter lange Traktoren mit mehreren Anhängern, haben auch einen vergrößerten Kurvenradius. Wenn sie nach rechts abbiegen, holen sie oft weit über die Straßenmitte nach links aus, erklärt Kaup. Breite Arbeitsgeräte wie etwa Pflüge oder Eggen schwenken dann entgegen der Abbierichtung aus.
Vorsicht ist auch bei Mähdreschern und Häckslern geboten - sie werden über die Hinterachse gelenkt, weshalb das Heck beim Abbiegen stark ausschert. Dadurch kann sich die Fahrbahn erheblich verengen. Daher rät Kaup an solchen Stellen sowie auf engen Straßen nicht zu überholen und gegebenenfalls rechts am Straßenrand anzuhalten.
Rutschpartie im Sommer
Auch bei Ein- und Ausfahrten von Feldern sollten Auto- und Motoradfahrer vorsichtig fahren und mit stark verschmutzten Fahrbahnen rechnen. Diese könnten sich bei Regen laut Kaup in gefährliche Rutschbahnen verwandeln. Wichtig ist daher, die Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse sowie die Verkehrs- und Wetterlage anzupassen. Also runter vom Gas und stets bremsbereit sein, rät Kaup.
Unerwartete Hindernisse
Wer hinter einem Erntefahrzeug fährt, sollte bedenken, dass Blinker, Bremslicht oder Schlusslicht der Erntefahrzeuge durch die Feldarbeit verschmutzt werden können - dann sind die Lichthinweise nicht mehr gut sichtbar.
Hinzu kommt: Schlecht gesicherte Fracht, etwa Heuballen, kann Kaup zufolge ganz oder teilweise herunterfallen. Daher sollte man sich einem Erntefahrzeug stets langsam nähern, Abstand halten und bremsbereit sein.
Aber auch auf vermeintlich freier Strecke ist erhöhte Vorsicht angesagt - denn während der Ernte, aber auch entlang abgeernteter Felder muss man mit einer starken Staubentwicklung rechnen. Das gilt auch, wenn Landmaschinen etwa auf Feldwegen neben der Straße fahren.






