Eilmeldung
FRIncendies et canicule en France : juillet 2026 est le mois le plus chaud jamais enregistréFRGuatemala : alerte orange décrétée après une forte éruption du volcan de FuegoFRGuerre en Ukraine : Série d'attaques meurtrières à Sébastopol, Soumy et MoscouFRIncendies en France : situation dans le Var, la Drôme et la GirondeFRCrise migratoire : l'Union européenne aborde le sujet des tensions après l'épisode de CeutaFRCanicule : 16 départements maintenus en vigilance orangeFRLe Danemark étend le service militaire à 11 mois pour contrer la menace russeFRTour de France femmes 2026 : La Bourgogne, théâtre d'un contre-la-montre décisifFREtats-Unis : premiers décès liés à une épidémie de cyclosporoseFRLiban : des "zones pilotes" pour tester un retrait israélien sur fond de négociations à RomeFRIncendies et canicule en France : juillet 2026 est le mois le plus chaud jamais enregistréFRGuatemala : alerte orange décrétée après une forte éruption du volcan de FuegoFRGuerre en Ukraine : Série d'attaques meurtrières à Sébastopol, Soumy et MoscouFRIncendies en France : situation dans le Var, la Drôme et la GirondeFRCrise migratoire : l'Union européenne aborde le sujet des tensions après l'épisode de CeutaFRCanicule : 16 départements maintenus en vigilance orangeFRLe Danemark étend le service militaire à 11 mois pour contrer la menace russeFRTour de France femmes 2026 : La Bourgogne, théâtre d'un contre-la-montre décisifFREtats-Unis : premiers décès liés à une épidémie de cyclosporoseFRLiban : des "zones pilotes" pour tester un retrait israélien sur fond de négociations à Rome
Newsgather
ZurückStudie zeigt Zusammenhang zwischen früher Social-Media-Nutzung und schlechteren Schulleistungen
Studie zeigt Zusammenhang zwischen früher Social-Media-Nutzung und schlechteren Schulleistungen
In Entwicklung
Handelsblattvor 20 StundenEducation4 Min. LesezeitGermany

Studie zeigt Zusammenhang zwischen früher Social-Media-Nutzung und schlechteren Schulleistungen

Auf einen Blick

  • Eine italienische Studie mit über 5.000 Schülern der University of Milano-Bicocca zeigt, dass frühe Social-Media-Nutzung (vor der 9.
  • Klasse) mit schlechteren Leistungen in Mathematik und Italienisch sowie häufigeren Klassenwiederholungen verbunden ist.
  • Nur Englischkenntnisse scheinen nicht negativ beeinflusst zu werden.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Eine neue Studie aus Italien kommt zu dem Schluss, dass frühe Social-Media-Nutzung zu schlechteren Schulleistungen führen kann, was die Befürchtungen vieler Eltern bestätigt. Die Forschenden berücksichtigten dabei den sozioökonomischen Hintergrund der Familien.

Schriftgröße

Milan. Bitten Kinder ihre Eltern um ein eigenes Smartphone, bekommen sie oft zu hören: Wer schon in jungen Jahren ständig TikToks schaut und durch Instagram scrollt, macht zu wenig für die Schule. Eine neue Studie aus Italien kommt zu dem Schluss, dass sie damit recht haben könnten.

Die Forschenden um Marco Gui von der University of Milano-Bicocca in Milan befragten dafür mehr als 5.000 Schülerinnen und Schüler, in welchem Alter sie ihr erstes Social-Media-Konto einrichteten: vor der neunten Klasse oder erst danach. Dann analysierten sie, wie die Schülerinnen und Schüler in späteren Leistungstests abschnitten, und zwar in Mathematik, der Muttersprache Italienisch sowie Englisch.

Das Ergebnis der im Fachblatt „Nature Human Behaviour“ veröffentlichten Studie: Diejenigen, die bereits in der sechsten, siebten oder achten Klasse ein Social-Media-Konto hatten, schnitten in den Tests im Schnitt schlechter ab als diejenigen, die mindestens bis zur neunten Klasse mit einem Konto warteten, also dann meist mindestens 14 oder 15 Jahre alt waren. Auch wiederholten die frühen Nutzer und Nutzerinnen von Tiktok, Instagram, Facebook usw. häufiger eine Klasse.

Nur in Englisch waren die Teenager, die schon früh einen Account in sozialen Medien hatten, genauso gut. Die Autoren der Studie stellen die Hypothese auf, dass dies mit der „allgegenwärtigen Präsenz englischsprachiger Inhalte auf Social-Media-Plattformen“ zusammenhängen könne. Das helfe den Schülerinnen und Schülern möglicherweise, informell Englisch zu lernen.

Die Autorinnen und Autoren erklären, ihre Studie zeige, dass es wohl wirklich einen ursächlichen Zusammenhang zwischen sozialen Medien und Lernleistungen gebe. Denn das Team habe für die Studie zum Beispiel das Bildungsniveau der Eltern und den sozialen und wirtschaftlichen Hintergrund der Familien berücksichtigt.

Die möglichen Gründe für die beobachteten Effekte wurden in der Studie nicht untersucht. Vorherige Forschung verweise aber auf die häufige Ablenkung durch soziale Medien, die das Lernen stört. Das Team schreibt weiter, zukünftig könne auch geschaut werden, ob es ein Zeitproblem sei: Wer gerade in sozialen Medien abhänge, könne nicht für die Schule lernen. Außerdem könne auf kognitive Überlastung geschaut werden, also ob das Arbeitsgedächtnis des Gehirns die Fülle an Informationen gar nicht aufnehmen könne.

Ob Jugendliche erst ab einem bestimmten Alter auf Social Media zugreifen dürfen, wird derzeit weltweit diskutiert. Als erstes Land in der Europäischen Union wird Frankreich ein Verbot für Jugendliche unter 15 Jahren einführen. Es soll nach den Sommerferien gelten. Auch Deutschland, Spanien, Griechenland und Österreich wollen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen.

In den politischen Debatten geht es vor allem um Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Suchtpotenzial. Doch auch die Konzentrationsfähigkeit, die Schlafqualität, die Lebenszufriedenheit und auch schulische Leistungen können wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge vermutlich darunter leiden.

Die aktuelle Studie sei geschickt gemacht, gelungen und die Ergebnisse fügten sich in die bisherige Forschung ein, meint Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. „Wieder einmal wurde gezeigt, dass eine frühe Social-Media-Nutzung zu negativen Effekten bei den Lernleistungen führen kann.“

Die Leistungsunterschiede bei Tests in der achten oder zehnten Klasse zwischen denjenigen Jugendlichen, die einen Account in der sechsten Klasse erstellten und denjenigen, die einen Account ab der neunten Klasse erstellten, betrugen ein halbes Schuljahr. Das hält Zierer für dramatisch. Er ist der Meinung, dass die Ergebnisse auch auf andere westliche Länder wie Deutschland übertragbar sind.

Christian Montag, Außerordentlicher Professor für Kognitions- und Neurowissenschaften an der Universität Macau SAR in China, denkt, dass vor allen Dingen die ständigen Unterbrechungen durch aufploppende Social-Media-Benachrichtigungen auf dem Smartphone die Effekte erklären. „Dadurch werden die Zeitspannen möglicher Konzentration kürzer.“

María Paz Prendes Espinosa, Professorin für Bildungstechnologie an der University of Murcia in Spanien, ist sich nicht so sicher, dass die Studie wirklich so einfache Zusammenhänge zwischen Social-Media-Eintrittsalter und Schulleistung liefert. Dennoch zeige die Untersuchung, dass digitale Medien zum Alltag der Kinder gehören.

„Angesichts dieser Situation wird ein Verbot der Nutzung von Technologie die damit verbundenen Probleme nicht lösen“, meint sie. „Im Gegenteil: Wir müssen eine Bildung fördern, die auf den realen Kontext, in dem wir leben, zugeschnitten ist; wir müssen die Menschen schulen und dazu anleiten, den Umgang mit Technologie zu beherrschen.“

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Frankreich wird nach den Sommerferien ein Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 15 Jahren einführen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Deutschland, Spanien, Griechenland und Österreich werden ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Was sind die genauen Gründe für die beobachteten Effekte?
  • Ist es ein Zeitproblem oder kognitive Überlastung?

Verwandte Themen

This article was originally published by Handelsblatt.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem Themasoziale medien