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Tankrabatt: Soziale Ungerechtigkeit und ein Webfehler
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Spiegel Deutschland13.04.2026Politik2 dk okumaGermany

Tankrabatt: Soziale Ungerechtigkeit und ein Webfehler

Mineralölkonzerne stecken einen Teil der Subvention ein, während die Eskalationsgefahr im Iran steigt und eine Sängerin für eine Fehlinterpretation eines Jubelschreis entschuldigt.

Auf einen Blick

  • Der neue Tankrabatt wird als sozial ungerecht kritisiert und birgt die Gefahr, dass Mineralölkonzerne einen Teil der Subventionen einbehalten.
  • Gleichzeitig erhöht sich die Eskalationsgefahr im Iran, während eine Sängerin sich für eine kulturelle Fehlinterpretation entschuldigt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Artikel diskutiert die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen eines neuen Tankrabatts in Deutschland, vergleicht ihn mit einem früheren Rabatt im Jahr 2022 und analysiert die geopolitische Lage im Iran.

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Abgesehen davon, dass der Rabatt sozial ungerecht ist, weil Menschen mit Autos, die viel verbrauchen, mehr entlastet werden als Geringverdiener ohne Auto, hat er noch einen viel entscheidenderen Webfehler: Wenig hindere die Mineralölkonzerne daran, einen Teil der Subvention in die eigene Tasche zu stecken, schreiben meine Kollegen David Böcking, Benedikt Müller-Arnold, Stefan Schulz und Gerald Traufetter.

So war es bereits im Jahre 2022. Damals gab es unter Federführung des damaligen Finanzministers Christian Lindner (FDP) schon einmal einen Tankrabatt, um die coronagebeutelten Deutschen zu entlasten. »Die Mineralölkonzerne gaben damals laut Auswertungen des RWI-Leibniz-Instituts nur rund 87 Prozent der Kostensenkungen beim Diesel an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter. Bei Super E10 seien es sogar nur 71 Prozent gewesen. In einigen Gegenden bei beiden Kraftstoffen sogar nur 50 Prozent«, schreiben die Kollegen.

Damals gab es keine rechtliche Pflicht, die Steuersenkung an die Endverbraucher zu geben. »Daran hat sich auch dieses Mal wenig geändert.« Das ist insofern besonders bitter, als die Mineralölkonzerne hierzulande den Irankrieg ohnehin nutzen, um sich über Gebühr zu bereichern: In Deutschland sind die Preise für Diesel und Benzin im Verhältnis zu den Rohölpreisen teils deutlich stärker gestiegen als in vielen EU-Nachbarländern.

Mein Kollege Fritz Schaap hat den israelischen Ex-Geheimdienstler Danny Citrinowicz gefragt, wie er die Lage einschätzt: »Wir erleben derzeit einen Wettbewerb des Schmerzes. Wer kann dem Gegner größeren Schaden zufügen – die USA Iran oder Iran der internationalen Gemeinschaft?«, sagt er.

In Teheran gehe man davon aus, dass Iran mehr Schaden anrichten könne, als die USA dem Land zufügen könnten. Und im Moment spreche einiges dafür, dass diese Rechnung aufgehen könnte. »Die Blockade ist ein weiterer nutzloser Schritt: Sie wird nichts lösen, aber die Eskalationsgefahr erhöhen«, so Citrinowicz.

Guck’ mal, wer da jubelt: Sängerin Sabrina Carpenter, 26, hat sich für Äußerungen während ihres Coachella-Auftritts entschuldigt. Eine Zuschauerin hatte dabei ihre Freude mit einem Laut ausgedrückt, der in der arabischen Kultur Zaghrouta genannt wird. Carpenter hatte den Freudenschrei als Jodeln interpretiert und wirkte irritiert. Im Netz wurde ihr daraufhin vorgeworfen, »unsensibel und islamophob« zu sein. Sie habe die Person »nicht gesehen und konnte sie nicht richtig hören«, erklärte Carpenter auf X. »Jetzt weiß ich, was Zaghrouta sind! Ab sofort sind alle Jubelrufe und Jodler bei mir willkommen.«

Anton hat offenbar seine Jugend an die Serie verschwendet. Die vier neuen Folgen empfiehlt er eingeschränkt. Es sei ein bisschen wie mit Videos von Theateraufführungen in der Schule: Die anzuschauen mache nur dann Spaß, wenn man selbst auf der Bühne stand oder enger Verwandter ist.

Neuankömmlinge im »Malcolm«-Universum können immerhin auf Bryan Cranston vertrauen. Er trägt die neue Miniserie durch vier Folgen: »Die Macher wissen um ihren eigentlichen Star, an einer Stelle sperren sie Cranston für eine halbe Stunde lang in einen kahlen Raum und lassen ihn drogeninduzierte Selbstgespräche führen, an deren Ende er sich selbst erkennt: als magische Geburtstagstorte, die ihr Umfeld satt und glücklich macht, ohne je zur Neige zu gehen.«

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Es wird weitere Berichte über die tatsächliche Weitergabe der Tankrabatt-Subventionen an die Verbraucher geben.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Die Spannungen im Iran und an der Straße von Hormus werden weiter zunehmen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Sabrina Carpenter wird in Zukunft sensibler auf kulturelle Unterschiede reagieren.

    Wahrscheinlich · Langfristig

Offene Fragen

  • Wie hoch genau ist der Anteil der Subventionen, den die Mineralölkonzerne einbehalten werden?
  • Welche konkreten Maßnahmen werden ergriffen, um die Eskalationsgefahr im Iran zu mindern?
  • Wie wird die Öffentlichkeit auf die Kritik am Tankrabatt reagieren?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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