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Tankrabatt zeigt Wirkung: Spritpreise sinken deutlich unter Vor-Tag-Niveau
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n-tv Wirtschaft1.5.2026Economy2 Min. LesezeitGermany

Tankrabatt zeigt Wirkung: Spritpreise sinken deutlich unter Vor-Tag-Niveau

ADAC meldet 15,8 Cent weniger für E10, 16,2 Cent weniger für Diesel - Vizekanzler Klingbeil fordert Mineralölkonzerne zur Weitergabe auf

Auf einen Blick

  • Der Tankrabatt der Bundesregierung zeigt am ersten Tag Wirkung: Laut ADAC kostete E10 um 12.15 Uhr 2,076 Euro - 15,8 Cent weniger als Donnerstag zur gleichen Zeit.
  • Diesel lag bei 2,177 Euro, 16,2 Cent unter dem Vor-Tag-Niveau.
  • Vizekanzler Lars Klingbeil forderte die Mineralölkonzerne auf, die vollen 17 Cent an die Verbraucher weiterzugeben.

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Rauf und runter geht der Benzin- und Dieselpreis seit Anfang März - in der Tendenz aber klar nach oben. Die Bundesregierung will helfen und entscheidet sich für einen umstrittenen Schritt: einen Tankrabatt. Der ist nun in Kraft - und wirkt, meldet der ADAC. Auch wenn sich Benzin und Diesel zur Mittagszeit um gut 12 beziehungsweise 13 Cent verteuert haben, zeigt der Tankrabatt eine immer stärkere Wirkung. Um 12.15 Uhr - also direkt nach dem üblichen Mittagssprung - kostete ein Liter Super E10 laut ADAC zwar wieder 2,076 Euro, das waren allerdings 15,8 Cent weniger als zur selben Zeit am Donnerstag. Bei Diesel sprang der Preis auf 2,177 Euro pro Liter - das waren 16,2 Cent weniger als zur selben Zeit am Donnerstag. Alle Zahlen beziehen sich auf bundesweite Durchschnittswerte, einzelne Tankstellen können davon deutlich abweichen. Auch Vizekanzler Lars Klingbeil sieht am ersten Tag des Tankrabatts einen Erfolg der Entlastungsmaßnahme. "Alle Meldungen, die ich bekommen habe, waren erst mal, dass die Spritpreise runtergegangen sind, aber wir werden es natürlich sehr genau beobachten", sagte Klingbeil RTL/ntv in Bergkamen. Er forderte die Mineralölkonzerne dazu auf, den Tankrabatt für die gesamten zwei Monate an die Verbraucher durchzureichen. "Es gibt von mir die klare Erwartung, dass die 17 Cent weitergegeben werden." Die Mineralölkonzerne seien jetzt in der Pflicht, so Klingbeil. Man habe das Kartellrecht verschärft. Auf die Frage, wie es zum Ende des Tankrabatts bei anhaltend hohen Preisen weitergehen werde, verwies Klingbeil auf die Verhandlungen im Iran. Man hoffe, dass es zu einer Friedenslösung komme und die Straße von Hormus geöffnet werde. "Das müssen wir aber abwarten, und dann wird die Regierung jederzeit auch in der Lage sein, wenn es notwendig ist, neue Entscheidungen zu treffen." Dies sei aber Spekulation. "Da kann ich heute noch nicht sagen: In die oder die Richtung geht es, wenn es notwendig wird", so Klingbeil. Die Spritpreise haben seit Einführung der 12-Uhr-Regel einen typischen Tagesverlauf herausgebildet: Mittags, bei der einzigen erlaubten Erhöhung des Tages, springen sie stark nach oben - zuletzt teilweise um mehr als 15 Cent. Danach sinken sie relativ zügig bis zum Abend und dann am nächsten Vormittag noch einmal. Sollte dieser Verlauf auch weiter gelten, dürfte mindestens E10 am Samstagvormittag wieder unter 2 Euro pro Liter kosten, vielleicht sogar bereits am Freitagabend. Bei Diesel könnte dies am Samstagvormittag zumindest für einen Teil der Tankstellen gelten. Am Freitag war der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 am Tiefpunkt vor dem Mittagssprung bis auf 1,955 Euro pro Liter gesunken. Bei Diesel bis auf 2,044 Euro. Dabei könnte auch der zuletzt wieder etwas gesunkene Ölpreis geholfen haben. Seit Mitternacht gilt auf Kraftstoffe, die neu an die Tankstellen geliefert werden, ein Steuerrabatt von 16,7 Cent pro Liter. Dieser wird offenbar im Tagesverlauf immer stärker auch an den Zapfsäulen weitergegeben - sofern man die Preise mit denen zur jeweils gleichen Zeit am Vortag vergleicht. Um 8 Uhr lagen die Preise erst um jeweils etwas mehr als 10 Cent tiefer als am Donnerstag. Im Vorfeld war erwartet worden, dass die Preise erst sukzessive sinken.

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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