Tausende fordern Rücktritt von Spaniens Premier Sánchez
Auf einen Blick
- Zehntausende demonstrierten in Madrid für den Rücktritt von Ministerpräsident Pedro Sánchez.
- Eine kleine Gruppe versuchte, den Moncloa-Palast zu stürmen.
- Die Proteste wurden von der Oppositionspartei PP und Vox mitorganisiert und richten sich auch gegen Korruptionsvorwürfe gegen frühere Sozialistenführer.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Zehntausende Menschen haben in Madrid den Rücktritt von Ministerpräsident Pedro Sánchez gefordert. Eine kleine Gruppe versuchte, die Absperrungen zum Moncloa-Palast zu durchbrechen. Die Proteste wurden von der oppositionellen Volkspartei (PP) und der rechtsextremen Vox mitorganisiert. Hintergrund sind auch Korruptionsermittlungen gegen den früheren sozialistischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero.
Bei einer Großkundgebung in Madrid haben am Samstag Zehntausende Menschen den Rücktritt des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez gefordert. Eine kleine Gruppe der Demonstranten versuchte dabei offenbar, die Absperrungen rund um den Moncloa-Palast, den Wohnsitz des sozialistischen Regierungschefs, zu durchbrechen.
Das spanische Fernsehen sendete Aufnahmen, auf denen die Festnahme mehrerer Maskierter durch Polizeikräfte auf einer Zufahrtsstraße zu dem Palast zu sehen war. An dem ansonsten weitgehend friedlichen Protestmarsch nahmen auch führende Vertreter der oppositionellen konservativen Volkspartei (PP) sowie der rechtsextremen Vox teil.
Beide Parteien hatten zu den Protesten aufgerufen. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich 80.000 Menschen, während die Regierungsvertretung in Madrid die Zahl auf etwa 40.000 schätzte.
Der wohl prominenteste Fall betrifft den früheren sozialistischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero. Am vergangenen Dienstag hatte ein spanisches Gericht mitgeteilt, dass gegen Zapatero ermittelt werde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Sozialisten Zapatero vor, unter anderem gemeinsam mit seinen Töchtern illegale Provisionen kassiert zu haben, in einer Höhe von bis zu zwei Millionen Euro.
Das Geld soll im Umfeld der Rettung einer spanischen Airline geflossen sein. Zapatero war von 2004 bis 2011 im Amt und gehört wie der amtierende Premierminister Sanchez der Partei PSOE an. Die Sozialisten stehen auch im Zentrum weiterer Korruptionsskandale.
Sanchez hat eine riskante Strategie gewählt. Er rief öffentlich zu Verteidigung des »guten Namens« seines Vorgängers Zapatero auf. Nun wächst die Kritik an ihm selbst.
Offene Fragen
- Wie viele Personen wurden festgenommen?
- Welche genauen Vorwürfe werden gegen Zapatero erhoben?
- Wie wird sich die Kritik an Sánchez auf seine politische Zukunft auswirken?
- Gibt es weitere Korruptionsskandale, die die PSOE betreffen?



