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Tausende protestieren in Belgrad gegen Vucic und Korruption
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Die Welt24.05.2026Politik2 dk okumaGermany

Tausende protestieren in Belgrad gegen Vucic und Korruption

Auf einen Blick

  • Zehntausende Menschen demonstrierten in Belgrad gegen Staatschef Aleksandar Vucic und Korruption.
  • Nach friedlichem Beginn kam es zu Ausschreitungen, bei denen maskierte Teilnehmer Steine und Flaschen auf die Polizei warfen.
  • Mehrere Festnahmen erfolgten.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Seit anderthalb Jahren finden in Serbien regelmäßig Proteste gegen die Regierung und Korruption statt, ausgelöst durch einen Bahnhofseinsturz in Novi Sad im November 2024. Die Proteste, die von Studierenden getragen werden, fordern mittlerweile Neuwahlen.

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Zehntausende Menschen sind in der serbischen Hauptstadt Belgrad für Neuwahlen und gegen Staatschef Aleksandar Vucic auf die Straße gegangen. Zu der Demonstration am Samstagabend aufgerufen hatten Studentengruppen, die auf neuen Schwung für die vor anderthalb Jahren begonnenen Proteste gegen die Regierung sowie die Korruption im Land hoffen. Gegen Ende der Kundgebung kam es zu Ausschreitungen.

Bei ihrem Protest im Stadtzentrum machten die Regierungskritiker mit Trommeln und Trillerpfeifen auf sich aufmerksam. Die Teilnehmer waren aus dem ganzen Land angereist. Polizeichef Dragan Vasiljevic sagte, die Teilnehmerzahl werde auf 34.000 geschätzt. Unabhängige Schätzungen gab es nicht.

Als sich die Demonstration auflöste, kam es zu Gewalt zwischen einigen Teilnehmern und Polizisten. Maskierte Teilnehmer warfen Steine, Flaschen und Feuerwehrkörper auf die Polizei, diese setze Tränengas ein.

Mehrere Protestierende wurden festgenommen. Die Polizei hinderte die Menge mit ihren Fahrzeugen daran, zum Präsidentenpalast und zum serbischen Parlament zu marschieren. Die serbische Staatsanwaltschaft erklärte, alle, die Polizeibeamte angegriffen hätten, würden „identifiziert und in Übereinstimmung mit dem Gesetz strafrechtlich verfolgt“.

Vucic: „Sie werden damit nichts verändern“

Vucic erklärte, die Szenen der Gewalt bei der Demonstration seien „nicht gut für Serbien“. „Sie werden damit nichts verändern“, fügte der Staatschef hinzu.

„Nach anderthalb Jahren Protest hat das Volk nicht aufgegeben und seine Stärke nicht verloren“, sagte hingegen der aus dem Osten des Landes angereiste Protestteilnehmer Ivan Milosavljevic. „Wir werden weiter machen, bis dieses gegen das Volk gerichtete Regime entfernt ist.“

Die Architektur-Studentin Andjela sagte: „Das Ziel des Protests heute ist es, dass wir uns alle wieder versammeln und den Menschen klarmachen, dass wir immer noch hier sind, dass wir kämpfen und arbeiten, dass wir nicht aufgehört haben und nicht aufhören werden.“ Mit der Demonstration werde eine „klare Botschaft“ gesendet, sagte der Rentner Zoran Savic: Serbien müsse „ein demokratischer Rechtsstaat“ und Teil der EU werden.

In Serbien gibt es seit gut anderthalb Jahren regelmäßig Proteste gegen die Regierung und die im Land herrschende Korruption. Auslöser war der Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad im November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen.

Zunächst ging es bei den Demonstrationen um die Unglücksursache, später richteten sich die vor allem von Studierenden getragenen Proteste gegen die Regierung und die weit verbreitete Korruption im Land. Mittlerweile werden bei den Protesten Neuwahlen gefordert.

Der Menschenrechtsbeauftragte des Europarats, Michael O'Flaherty, hatte am Freitag erklärt, die Menschenrechtslage in Serbien habe sich verschlechtert. Er verwies auf Angriffe auf Aktivisten und Journalisten sowie auf mutmaßliche Rechtsverstöße von Polizisten bei Protesten.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die serbische Staatsanwaltschaft wird die identifizierten Personen strafrechtlich verfolgen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Die Proteste in Serbien werden fortgesetzt.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Die EU wird die Entwicklungen in Serbien genau beobachten und möglicherweise die Beitrittsgespräche beeinflussen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie viele Personen wurden festgenommen?
  • Welche spezifischen Strafverfolgungsmaßnahmen werden gegen die Festgenommenen eingeleitet?
  • Wie wird die serbische Regierung auf die Kritik des Europarats reagieren?
  • Wer sind die maskierten Teilnehmer, die die Ausschreitungen initiierten?

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This article was originally published by Die Welt.

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