Tech-Riesen mit gemischter Bilanz: Alphabet mit Kurssprung, Meta und Microsoft unter Druck
Anleger zweifeln an Rendite der KI-Investitionen – US-Börsen mit starken Monatsgewinnen
Auf einen Blick
- Die US-Börsen verzeichneten am Donnerstag kräftige Gewinne, wobei S&P 500 und Nasdaq die größten monatlichen Zuwächse seit Jahren erzielten.
- Alphabet sprang nach einem Rekordquartal in der Cloud-Sparte um 10 Prozent an, während Meta trotz Umsatzsprung 8,8 Prozent einbrach und Microsoft vier Prozent nachgaben.
- Grund sind die hohen Investitionen der Tech-Giganten in Künstliche Intelligenz, deren Rendite unsicher bleibt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Tech-Giganten der 'Magnificent Seven' investieren massiv in Künstliche Intelligenz. Während Alphabet bereits Renditen aus diesen Investitionen meldet, zweifeln Anleger bei Meta und Microsoft an der Profitabilität. Die US-Wirtschaft zeigt sich robust mit 2% Wachstum, aber die Inflation bleibt erhöht.
Die Bilanzsaison sorgt für ordentlich Bewegung an den US-Börsen. Lohnen sich die massiven Investitionen der Tech-Riesen in KI? Zumindest bei Alphabet sieht es danach aus, die Aktie macht einen gewaltigen Satz nach unten. Bei Meta und Microsoft sind die Anleger skeptischer. Starke Unternehmensbilanzen und robuste Konjunkturdaten haben den US-Börsen am Donnerstag kräftige Gewinne beschert. Der S&P 500 und der Nasdaq verzeichneten die größten monatlichen Zuwächse seit Jahren. Die Anleger schoben Sorgen über den kriegsbedingten Ölpreisschock, der die Rohölpreise auf ein Vierjahreshoch getrieben hatte, beiseite. Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 1,6 Prozent auf 49.652 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,9 Prozent auf 24.892 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 1,0 Prozent auf 7209 Stellen. "Viele der Wirtschaftsdaten haben die Ängste der Anleger beruhigt", sagte Paul Nolte, Marktstratege bei Murphy & Sylvest. "Darüber hinaus gibt es ziemlich gute Ergebnisse von vielen verschiedenen Unternehmen." Bei den Technologiewerten standen die sogenannten "Magnificent Seven" im Fokus. Alphabet legte nach einem Rekordquartal in der Cloud-Sparte um 10 Prozent zu. Meta brachen hingegen trotz eines satten Umsatzsprungs um 8,8 Prozent ein, auch Microsoft gaben um vier Prozent nach. Grund waren die teuren Investitionspläne der Tech-Giganten im Wettlauf um Künstliche Intelligenz (KI). Ob die sich am Ende auch auszahlen, ist nicht ausgemacht. Die Investitionen seien weiterhin hoch, erklärte Nolte. "Sie verzeichnen immer noch ein sehr robustes Wachstum, und einige beginnen, eine Rendite aus den Investitionen zu melden, was neu ist." Apple sollte seine Zahlen nach Börsenschluss vorlegen. Abseits der Tech-Werte kletterten Aktien von Caterpillar nach einem Gewinnsprung auf ein Rekordhoch. Eli Lilly profitierten von einer angehobenen Gewinnprognose dank der anhaltenden Nachfrage nach Abnehmpräparaten und gewannen 9,7 Prozent hinzu. Inflation bleibt hoch Neue Daten zeigten, dass die US-Wirtschaft in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 um 2,0 Prozent gewachsen ist. Gleichzeitig fielen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den niedrigsten Stand seit 1969. Die stark gestiegenen Energiepreise hielten die Inflation jedoch bei über drei Prozent. Dies dämpfte die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed. Die Währungshüter hatten ihren Leitzins am Mittwoch mit dem umstrittensten Votum seit 1992 unverändert gelassen und auf die Unsicherheiten durch den Konflikt im Nahen Osten verwiesen. Der Iran warnte vor Vergeltung, sollte die US-Regierung den Waffenstillstand aufgeben und ihre Angriffe wieder aufnehmen. Wie ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte, sollten hochrangige US-Militärs Präsident Donald Trump über mögliche militärische Schritte im Iran unterrichten. "Vorerst können wir die Inflation als vorübergehend bezeichnen", sagte Peter Cardillo, Chefökonom bei Spartan Capital Securities. "Wenn der Krieg jedoch andauert und die Energiepreise nicht von ihrem derzeitigen Niveau sinken, wird diese vorübergehende Inflation zu einer dauerhaften Inflation und sicherlich zu einem großen Kopfzerbrechen für die Federal Reserve."
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Fed wird Zinsen vorerst nicht senken, solange Inflation über 3% und Nahostkonflikt unsicher bleiben
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Weitere Quartalsberichte werden KI-Investitionsrenditen zeigen müssen, um Anleger zu überzeugen
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Ölpreise bleiben erhöht, solange Nahostkonflikt andauert
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Werden sich die KI-Investitionen von Meta und Microsoft langfristig auszahlen?
- Wann wird die Federal Reserve die Zinsen senken können?
- Wie wird sich der Nahostkonflikt auf die Ölpreise und Inflation auswirken?




