Telekom stellt Profitabilität beim Glasfaserausbau vor Geschwindigkeit
Auf der Halbjahres-Pressekonferenz kündigt CEO Tim Höttges an, den Ausbau künftig nach wirtschaftlichen Zielvorgaben zu steuern.
Auf einen Blick
- Auf der Halbjahres-Pressekonferenz in Bonn kündigte Telekom-CEO Tim Höttges an, den Glasfaserausbau künftig stärker nach wirtschaftlichem Wert statt nach reiner Baudidaktik zu steuern.
- Dies könnte ein Rückschlag für wartende Kunden und die Politik sein.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Telekom hielt bislang am verlässlichen Ausbau des deutschen Glasfasernetzes fest.
Düsseldorf. Halbjahres-Pressekonferenz der Telekom am vergangenen Donnerstag in Bonn „Unser Ziel ist nicht, möglichst viel Glasfaser zu bauen“, sagt CEO Tim Höttges vor den angereisten Journalisten. „Unser Ziel ist, mit jedem gebauten Anschluss mehr Kundennutzen und wirtschaftlichen Wert zu bauen.“ In Zukunft werde der Ausbau „noch konsequenter“ gesteuert, so Höttges, und zwar nach fünf Zielvorgaben.
Es war eine weitreichende Aussage von Höttges – die zunächst aber weitgehend überhört wurde. Offenbar rudert die Telekom beim Glasfaserausbau zurück und stellt Profitabilität vor Geschwindigkeit. Das wäre ein Rückschlag für die Privatkunden und Firmen, die sehnsüchtig auf einen Anschluss warten, aber auch für die Politik, die ihnen das schnelle Internet seit Jahren verspricht.
Dabei stellt Höttges seine Telekom gern als Fels in der Brandung dar, als das Unternehmen, das – anders als viele Wettbewerber – das deutsche Glasfasernetz zuverlässig und konsequent in fest versprochener Taktzahl ausbaue. Andere Anbieter hatten ihre Versprechungen oft an Bedingungen geknüpft. Besonders beliebt: Nur dann zu bauen, wenn mindestens 30 oder 40 Prozent der Anwohner gebucht hatten.
Offene Fragen
- Wie sehen die fünf konkreten Zielvorgaben von Höttges aus?
- Welche konkreten Regionen sind vom langsameren Ausbau betroffen?







