Todesstrafe als Mittel der Einschüchterung: Fünf weitere Menschen in Iran hingerichtet
Drei Männer wegen angeblicher Verbindungen zu Israel exekutiert – Menschenrechtsgruppen kritisieren Hinrichtungen als Einschüchterungsmittel
Auf einen Blick
- Iran hat innerhalb weniger Tage fünf weitere Menschen hingerichtet.
- Drei Männer wurden laut Justiz im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar und angeblichen Verbindungen zu Israel exekutiert.
- Zwei weitere Männer wurden am Samstag wegen Spionage für Israel hingerichtet.
KI-generierte Zusammenfassung
In Iran sind fünf weitere Menschen in kurzer Folge hingerichtet worden. Drei Männer seien am frühen Morgen im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden, berichtet die mit der iranischen Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Den Männern werde vorgeworfen, in der Stadt Maschhad im Nordosten des Landes, an Protesten teilgenommen und an einer Verschwörung mit Verbindungen zu Israel beteiligt gewesen zu sein.
Erst am Samstag hatte Iran zwei Männer hingerichtet. Der oberste Gerichtshof habe die Todesurteile wegen der Spionage für Israel und Kooperation mit dem israelischen Geheimdienst bestätigt, hieß es ebenfalls bei Misan. Die Männer hätten demnach vertrauliche Informationen weitergegeben.
Seit Kriegsbeginn geht Irans Justiz mit äußerster Härte gegen Kritiker vor. Mehrere Männer wurden seitdem bereits wegen mutmaßlicher Spionage für Israel hingerichtet. Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Langem den Einsatz der Todesstrafe in Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen vor allem als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Menschenrechtsnetzwerks HRANA mehr als 2000 Menschen hingerichtet – so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr.





