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ZurückTreibstoffkrise in der Mongolei: Schlangen vor Tankstellen wegen Ukraine-Krieg
Treibstoffkrise in der Mongolei: Schlangen vor Tankstellen wegen Ukraine-Krieg
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Handelsblattvor 9 StundenBusiness1 Min. LesezeitGermany

Treibstoffkrise in der Mongolei: Schlangen vor Tankstellen wegen Ukraine-Krieg

Die Mongolei importiert fast ihren gesamten Treibstoff aus Russland. Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Exportstopps führen nun zu massiven Engpässen in Ulan Bator.

Auf einen Blick

  • Wegen ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien und Moskauer Exportstopps leidet die Mongolei unter einer schweren Treibstoffkrise.
  • Autofahrer in Ulan Bator stehen stundenlang an, die Abgabemenge ist streng rationiert.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Mongolei bezieht 95 bis 97 Prozent ihres Treibstoffs aus Russland.

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Ulan Bator, Shanghai. Ulan Bator im August. Vor den Tankstellen der mongolischen Hauptstadt stauen sich die Autos hunderte Meter entlang der Straßen. Stoßstange an Stoßstange, mancherorts auch kilometerlang. Wer bis zur Zapfsäule vordringt, darf höchstens Sprit für 50.000 Tögrög (etwa 13 Euro) tanken und hat dafür häufig drei Stunden gewartet.

Fahrer hupen, rufen, manche versuchen sich vorzudrängeln. Kanister dürfen nicht auf Vorrat befüllt werden. Der eine oder andere gibt entnervt auf, will abends wiederkommen, wenn die Schlangen kürzer sind.

Der Grund für die grassierende Treibstoffkrise liegt 4000 Kilometer westlich in Europa. Die Ukraine greift russische Raffinerien an. Moskau begrenzt seine Treibstoffexporte und hat sogar Ausfuhrstopps für Benzin verhängt. Die Mongolei, ein früherer Satellitenstaat der untergegangenen Sowjetunion, war zwar zunächst ausgenommen.

Doch das Land, das 95 bis 97 Prozent seines benötigten Kraftstoffs aus Russland bezieht, spürt jede Drosselung sofort. Laut offiziellen mongolischen Angaben wurden im Juni 17 Prozent und im Juli 40 Prozent weniger Treibstoff aus Russland importiert.

Die Versorgungskrise zeigt, dass Russland seine Peripherie nicht mehr so zuverlässig wie vor Beginn des Ukrainekriegs versorgen kann – und damit ein zentrales Instrument seines Einflusses verliert: Verlässlichkeit. Diese bot Moskau nicht nur bei Treibstoff, sondern auch bei der Lieferung von Strom, Maschinen und Ersatzteilen.

Offene Fragen

  • Wie lange dauern die Treibstoffengpässe in der Mongolei an?
  • Kann die Mongolei alternative Importwege finden?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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