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Trump-Ballsaal wird teurer als bekannt
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Spiegel Ausland17.06.2026Politik3 dk okumaGermany

Trump-Ballsaal wird teurer als bekannt

Auf einen Blick

  • Ein Pressebericht enthüllt, dass der umstrittene Ballsaal neben dem Weißen Haus die Steuerzahler deutlich stärker belasten wird als bisher bekannt.
  • Die Kosten steigen auf 600 Millionen Dollar, wobei die Trump-Regierung die Hälfte aus Steuermitteln begleichen will.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Donald Trump lässt einen Ballsaal neben dem Weißen Haus bauen, der mit viel Prunk ausgestattet werden soll. Die Kosten und die Finanzierung sind Gegenstand von Berichten und rechtlichen Auseinandersetzungen.

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Donald Trump neigt selten zur Untertreibung. Größer, besser, goldener – das verspricht der US-Präsident normalerweise, wenn es um seine (Bau-)Projekte geht. Nun bei den Kosten untertreibt er manchmal, wie das Beispiel des umstrittenen Ballsaals nahelegt. Denn der Prunkbau neben dem Weißen Haus wird laut einem Pressebericht viel teurer als bisher bekannt und dürfte die Steuerzahler deutlich belasten.

Die »Washington Post« berichtete am Dienstag , die Baufirma beziffere die Kosten inzwischen auf 600 Millionen Dollar (517 Millionen Euro) – deutlich mehr als von Trump ursprünglich angegeben. Der hatte ursprünglich von 200, dann von 400 Millionen US-Dollar gesprochen.

Der Präsident hatte zudem mit Nachdruck behauptet, das Projekt sei für die Steuerzahler kostenfrei und werde vollständig durch ihn selbst und Sponsoren finanziert. Laut dem Pressebericht geht aus Unterlagen der Baufirma Clark Construction vom März aber etwas anderes hervor. Darin steht demnach, dass die Trump-Regierung die Hälfte der 600 Millionen Dollar aus Steuermitteln begleichen will.

Demnach gab es die Schätzung mit dieser Summe schon drei Wochen vor Trumps Aussage vom 31. März, dass »kein Steuerzahler auch nur zehn Cent beisteuern muss«. Damit nicht genug: Laut »Washington Post« war zu diesem Zeitpunkt bereits Steuergeld in Millionenhöhe in das Projekt geflossen.

Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte auf Anfrage der »Washington Post«: »Präsident Trump und großzügige amerikanische Patrioten finanzieren den Ballsaal mit rund 400 Millionen Dollar, wodurch ein sicherer und angemessener Veranstaltungsort für Präsidenten für kommende Generationen geschaffen wird.« Zu Fragen nach Steuermitteln und den mutmaßlich steigenden Kosten nahm der Sprecher keine Stellung.

Auch die Gerichte sind mit dem Bauprojekt befasst

Trump hatte den gesamten historischen Ostflügel des Weißen Hauses im Oktober überraschend abreißen lassen, um Platz für den Ballsaal zu schaffen. Dieser soll nach dem Willen des Rechtspopulisten mit viel Gold, Marmor, Stuck und üppigen Lüstern ausgestaltet werden und Platz für 1000 Gäste bieten.

Bei den Haushaltswächtern im Kongress gab es daraufhin Unmut, weil Kosten von einer Milliarde Dollar allein zur Absicherung des Baus entstehen. Diese sollen demnach aus Steuern finanziert werden.

Der Ballsaal beschäftigt zudem Gerichte: Trump hat Berufung gegen ein Richter-Urteil eingelegt, das den Ballsaalbau im März gestoppt hatte, nachdem Denkmalschützer scharfe Kritik geübt hatten. Der Richter gab allerdings grünes Licht für den Weiterbau des Bunkers. Letztlich könnte der Fall vor dem Obersten US-Gericht landen.

Es ist nicht das einzige Trump-Projekt, bei dem es hakt. So hatte er zuletzt das Becken des sogenannten Reflecting Pool am Lincoln Memorial blau streichen lassen. Doch die Freude währte nicht lange: Schon nach einigen heißen und feuchten Tagen blühen im Wasser die Algen – und das Becken leuchtet so satt grün wie vor der Renovierung (mehr hier).

Zum 250. Geburtstag der USA lässt Donald Trump das historische Spiegelbecken in Washington neu anmalen. Wer über die blaue Lagune Scherze macht, hat nicht verstanden, wie ernst er es meint. Mehr hier .

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Gerichtliche Klärung der Finanzierung und des Baus.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie hoch sind die tatsächlichen Gesamtkosten?
  • Welche weiteren Steuermittel werden fließen?
  • Wie wird die rechtliche Auseinandersetzung enden?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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