Eilmeldung
ESAviso amarillo por tormentas en Madrid este martesESHacienda remite el borrador de la reforma de financiación a las comunidades esta semanaESTrump pide a la FIFA revisar tarjeta roja a Folarin BalogunESMinistros italianos defienden a Meloni tras ataque de TrumpESBrasil, eliminada del Mundial: Ancelotti y Neymar, señalados en la crisis del 'scratch'ESElecciones en CEOE: Apoyos divididos para la reelección de Antonio GaramendiESEl PP pregunta a Hacienda si ha investigado a David Sánchez tras el informe de la Agencia TributariaESTragedia familiar en la A-67: Muere el director de Dehesa de los Canónigos, su mujer y dos hijos en accidenteESEva Orúe cesa como directora de la Feria del Libro de MadridESVox sospecha de "fraude electoral" por la "ley de nietos" y pide excluir a los nacionalizados del votoESAviso amarillo por tormentas en Madrid este martesESHacienda remite el borrador de la reforma de financiación a las comunidades esta semanaESTrump pide a la FIFA revisar tarjeta roja a Folarin BalogunESMinistros italianos defienden a Meloni tras ataque de TrumpESBrasil, eliminada del Mundial: Ancelotti y Neymar, señalados en la crisis del 'scratch'ESElecciones en CEOE: Apoyos divididos para la reelección de Antonio GaramendiESEl PP pregunta a Hacienda si ha investigado a David Sánchez tras el informe de la Agencia TributariaESTragedia familiar en la A-67: Muere el director de Dehesa de los Canónigos, su mujer y dos hijos en accidenteESEva Orúe cesa como directora de la Feria del Libro de MadridESVox sospecha de "fraude electoral" por la "ley de nietos" y pide excluir a los nacionalizados del voto
Newsgather
BackTrump droht Iran nach Hubschrauberabschuss
Trump droht Iran nach Hubschrauberabschuss
Dringend
FAZ10.06.2026Welt4 dk okumaGermany

Trump droht Iran nach Hubschrauberabschuss

Auf einen Blick

  • Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines US-Apache-Hubschraubers über der Straße von Hormus hat US-Präsident Trump seine Haltung gegenüber Iran geändert.
  • Nach anfänglichem Zögern drohte er mit Konsequenzen, während beide Seiten versuchten, die Verhandlungen nicht zu gefährden.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Nach einem mutmaßlichen Abschuss eines US-Apache-Hubschraubers über der Straße von Hormus reagierte US-Präsident Trump zunächst zögerlich, drohte dann aber Iran mit Konsequenzen. Beide Seiten bemühten sich, die laufenden Verhandlungen nicht zu gefährden, übten aber militärische Vergeltung.

Schriftgröße

Erst gab Donald Trump den Duldsamen. Dann, am Mittwoch, änderte er wieder einmal seine Tonlage und drohte Iran. „Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!“, schrieb der amerikanische Präsident auf seiner Plattform Truth Social.

Dabei hatte Trump sich zuvor einen ganzen Tag Zeit gelassen, um auf den mutmaßlichen Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers über der Straße von Hormus zu reagieren. Die nächtlichen Vergeltungsschläge, die er schließlich am Dienstag befahl, waren weitgehend symbolisch. Außerdem kamen sie mit Ansage.

F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen

F.A.Z. bei Google bevorzugen

So wie der amerikanische Präsident ist, lässt er sich bei seinen Abwägungen stets in die Karten blicken: Zwar hatte er zunächst auf seiner Plattform Truth Social mitgeteilt, dass sein Land auf diesen Angriff reagieren „muss“, obwohl die beiden Hubschrauberpiloten unverletzt in Sicherheit gebracht worden seien. Dann aber rief er einen Journalisten des „Wall Street Journal“ an und versuchte, die Angelegenheit herunterzuspielen: Der Vorfall mit dem Hubschrauber sei „keine große Sache“.

In Washington hieß es am Mittwoch, Trump sei anfangs nicht überzeugt gewesen, dass er zurückschlagen müsse. Er habe seine Meinung erst geändert, nachdem Dan Caine, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, Vergeltungsschläge empfohlen habe. Er wollte offenkundig einen möglichen Deal mit den Iranern nicht gefährden – und blendete das Kalkül Teherans bei diesem „Vorfall“ zunächst aus. Dann aber folget doch noch die wüste Drohung, die eine Rückkehr zu ausgedehnten Kampfhandlungen möglich erscheinen lässt. Auch sie könnte sich freilich als weiterer Versuch herausstellen, den Druck auf Iran zu erhöhen.

Vor zehn Tagen hatte Trump ein iranisches Angebot mit zwei Verbesserungswünschen zurückgeschickt. Vor zwei Tagen noch hatte Trump gesagt, eine Einigung könne binnen zwei oder drei Tagen erfolgen.

Araghchi spricht von einem möglichen Unfall

Iran bestritt zwar nicht, den Hubschrauber abgeschossen zu haben. Es warf den USA aber vor, den „Absturz“ als „Vorwand“ für Angriffe genutzt zu haben, auf die es seinerseits mit Vergeltungsschlägen reagierte. Zugleich bemühte sich auch Teheran, den begrenzten Charakter des Schlagabtauschs zu betonen, um die offenbar weiterlaufenden Verhandlungen mit Washington nicht zu gefährden. „Wir bevorzugen die Sprache der Diplomatie, aber wir sprechen andere Sprachen noch viel fließender“, schrieb Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf auf der Plattform X.

Außenminister Abbas Araghchi schien den Absturz des Hubschraubers als potentiellen Unfall darzustellen. „Ausländische Kräfte in unmittelbarer Nähe unseres Territoriums sind einem permanenten Risiko ausgesetzt durch eigene menschliche Fehler, schlichte Unfälle oder die Möglichkeit, ins Kreuzfeuer zu geraten.“

Wenn man, wie viele Iran-Fachleute, hingegen davon ausgeht, dass Iran den Apache-Hubschrauber bewusst abgeschossen habe, könnte das darauf hinweisen, dass Teheran mit Nadelstichen die Kosten der amerikanischen Seeblockade in die Höhe treiben will. Iran könnte darauf setzen, dass Trump kein Interesse an einer Rückkehr zu einem vollumfänglichen Kriegseinsatz zu haben scheint.

Der Iran-Direktor der International Crisis Group, Ali Vaez, kommentierte das auf X so: „Ein Land, das es wagt, ein amerikanisches Militärgerät abzuschießen, ist nicht besiegt.“ Schon der iranische Raketenangriff auf Israel am Sonntag hatte gezeigt, dass die iranischen Streitkräfte risikobereiter agieren, was die Gefahr von Fehlkalkulationen erhöht.

In Washington wurde indes auch gemutmaßt, die Iraner könnten fälschlicherweise angenommen haben, der Apache-Hubschrauber komme aus Israel. Auch wurde nicht ausgeschlossen, dass in Teheran weiter unterschiedliche Kräfte am Werk sind und einige womöglich eine nahende Einigung mit Washington torpedieren wollten.

Der Waffenstillstand bröckelt

Ein möglicher Abschuss des Hubschraubers würde zeigen, dass Iran trotz gegenteiliger Äußerungen Trumps weiterhin über signifikante Luftabwehrkapazitäten verfügt. In der Nacht zum Mittwoch holte Iran nach eigenen Angaben eine Drohne vom Typ MQ-9 vom Himmel. Mehrfach hat Teheran darauf hingewiesen, dass es militärischen Druck als Hebel in den Verhandlungen nutzen will. Verhandelt wird weiterhin über ein Rahmenabkommen, das in einem ersten Schritt die Wiederherstellung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus vorsieht.

Der im April vereinbarte Waffenstillstand erscheint aber zunehmend brüchig. Das amerikanische Militär beschoss am frühen Mittwochmorgen nach Trumps Ankündigung Luftabwehr- und Radarsysteme in mehreren Küstenorten am Persischen Golf. Nach iranischen Angaben wurden auch Trinkwasseranlagen in der Provinz Hormusgan zerstört.

Zur Vergeltung beschoss die Revolutionsgarde nach eigenen Angaben einen Hangar für amerikanische F-35-Kampfflugzeuge und einen Befehlsstand auf dem jordanischen Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti mit Raketen. Das jordanische Militär teilte mit, es habe fünf Raketen abgefangen. Bahrain gab den Abschuss von Raketen und Drohnen bekannt, die nach iranischen Angaben die dort stationierte fünfte US-Flotte treffen sollten. Ein weiteres Ziel war offenbar die Ali-Al-Salem-Luftwaffenbasis in Kuwait.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran sind wahrscheinlich.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran werden durch die jüngsten Ereignisse erschwert.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wer hat den Hubschrauber tatsächlich abgeschossen?
  • War der Abschuss absichtlich oder ein Unfall?
  • Wie werden die Verhandlungen zwischen den USA und Iran weitergehen?
  • Welche weiteren militärischen Reaktionen sind zu erwarten?

Verwandte Themen

This article was originally published by FAZ.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem ThemaDonald Trump