Trump: Einsatz für Jimmy Lai in China erfolglos
Auf einen Blick
- US-Präsident Donald Trump setzte sich bei seinem China-Besuch für die Freilassung des inhaftierten Hongkonger Verlegers Jimmy Lai ein, blieb aber erfolglos.
- Trump äußerte sich pessimistisch bezüglich Lais Chancen.
- Auch bei Fragen zu Taiwan blieb Trump vage.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
US-Präsident Donald Trump hat sich während seines Besuchs in China für die Freilassung des inhaftierten Hongkonger Verlegers Jimmy Lai eingesetzt. Lai gilt als Symbolfigur der Demokratiebewegung und wurde wegen Verschwörung und aufrührerischer Publikationen verurteilt, was Kritiker als politisch motiviert betrachten. Trump äußerte sich pessimistisch bezüglich des Erfolgs seiner Bemühungen.
US-Präsident Donald Trump hat sich bei seinem Besuch in China nach eigenen Angaben vergeblich um eine Freilassung des seit Jahren inhaftierten Hongkonger Verlegers Jimmy Lai eingesetzt. »Ich muss sagen, dass ich Jimmy Lai angesprochen habe, und ich würde sagen, die Reaktion darauf war nicht positiv«, sagte Trump in einem vorab veröffentlichten Clip eines Interviews mit Fox News. Er sei mit Blick auf den Fall nicht sonderlich optimistisch, so Trump.
Der 78-jährige Medienmogul und Demokratieaktivist Lai gilt als Symbolfigur der Demokratiebewegung in Hongkong. Er sitzt seit 2021 im Gefängnis und wurde unter anderem wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen. Erst im Februar war er zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt worden – mehr dazu hier.
Trump setzte sich mehrfach für Lai ein
Kritiker betrachten die Verurteilung als politisch motiviert. Lai hat die Vorwürfe gegen ihn stets bestritten. Trump sagte, er habe in China auch das hohe Alter sowie den Gesundheitszustand Lais geltend gemacht, allerdings ohne Erfolg. Bereits zuvor hatte der US-Präsident mehrfach die Freilassung Lais gefordert. Lai gilt als Unterstützer Trumps. Schon während des Wahlkampfs in den USA hatte Trump 2024 in einem Podcast versprochen: »Ich werde ihn da rausbekommen.«
Wer auf klare Zusagen von Trump an die von China beanspruchte Inselrepublik Taiwan gehofft hatte, wurde enttäuscht. Trump sagte weder einen in der Schwebe hängenden Rüstungsverkauf an Taiwan im Wert von 14 Milliarden US-Dollar zu – noch beantwortete er die Frage, ob die USA Taiwan verteidigen würden. »Ich will das nicht sagen«, erklärte er. Nur er kenne die Antwort darauf. Xi habe ihn das auch gefragt. »Ich sagte, ich will über diese Dinge nicht sprechen«, so Trump.
Offene Fragen
- Wie wird sich Trumps vage Haltung zu Taiwan auf die Beziehungen zwischen den USA und China auswirken?
- Welche weiteren diplomatischen Schritte werden unternommen, um die Freilassung von Jimmy Lai zu erreichen?
- Wie wird die internationale Gemeinschaft auf die fortgesetzte Inhaftierung von Jimmy Lai reagieren?



