Trump: Israel und Hisbollah einigen sich auf Deeskalation
Auf einen Blick
- US-Präsident Trump behauptet, Israel und Hisbollah hätten eine Deeskalation vereinbart.
- Israels PM Netanyahu widerspricht dem und kündigt weitere Angriffe an.
- Die Lage bleibt angespannt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Lage zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Eine Mitte April geschlossene Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Regierung wurde von der Hisbollah abgelehnt, und der Konflikt geht weiter.
Kurz zuvor hatte Trump bereits einen Beitrag geteilt, in dem es hieß, Israel und die Hisbollah hätten eine Deeskalation der Kämpfe vereinbart. Trump äußerte sich dazu nach einem Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Netanyahu habe ihm zugesichert, dass keine israelischen Truppen in den Libanon entsandt würden. Truppen, die bereits unterwegs gewesen seien, seien zurückbeordert worden, schrieb der US-Präsident.
Zudem erklärte Trump, er habe über Vermittler mit der Hisbollah-Miliz kommunizieren lassen. Diese habe erklärt, Israel nicht anzugreifen, so Trump.
Netanyahu: »Operation im Südlibanon wie geplant fortsetzen«
Netanyahu äußerte sich später ebenfalls in sozialen Netzwerken zu dem Telefonat. In seiner Darstellung ist von einer Deeskalation im Libanon nicht die Rede. Vielmehr kündigte er an, Israel werde »Terrorziele« in Beirut angreifen, sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte nicht einstellen. »Gleichzeitig wird die israelische Armee ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen«, schrieb Netanyahu bei X.
Libanons Präsidenten Joseph Aoun erklärte wiederum der Stopp israelischer Angriffe auf die Hisbollah beziehe sich zunächst nur auf die südlichen Vororte Beiruts: »Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet«, teilte das Präsidialamt auf X mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden.
Berichte über Abbruch der Gespräche
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte gemeldet, dass es Gespräche zwischen den USA und Iran über ein Ende des seit drei Monaten andauernden Kriegs erst wieder gebe, wenn Irans Forderungen erfüllt seien. Dazu zählten ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus besetzten Gebieten im Libanon.
Die Lage zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung – die keine Konfliktpartei ist – hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel jedoch ab. Der Krieg geht seitdem weiter. Beide Seiten greifen sich weiter täglich an. Dabei kommt es vor allem im Libanon immer wieder zu Opfern.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Fortsetzung der täglichen Angriffe zwischen Israel und Hisbollah.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Ausweitung der Waffenruhe auf das gesamte libanesische Staatsgebiet.
Möglich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Wird die Waffenruhe auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet?
- Werden die Forderungen Irans erfüllt, um die Gespräche mit den USA wieder aufzunehmen?
- Wie wird sich die Situation entwickeln, wenn die Hisbollah ihre Angriffe fortsetzt?



