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Trump-Regierung kritisiert Smithsonian Institution scharf
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Trump-Regierung kritisiert Smithsonian Institution scharf

Auf einen Blick

  • Die Trump-Regierung wirft dem Smithsonian und dem National Museum of American History "extremen politischen Aktivismus" und eine "marxistische" Ausrichtung vor.
  • Ein Bericht fordert eine positivere Geschichtserzählung, die weiße Amerikaner in den Mittelpunkt stellt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Trump-Regierung kritisiert die Ausrichtung des Smithsonian und fordert eine positivere Darstellung der amerikanischen Geschichte, die sich auf die Gründerväter und den "Sieg der Freiheit" konzentriert.

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Donald Trumps Kampf um eine grandios-erbauliche Geschichtserzählung geht weiter. Wieder gerät die Smithsonian Institution ins Visier, und diesmal will die Regierung wohl aktiver als bisher Programm und Personalien beeinflussen. Der den Präsidenten beratende Domestic Policy Council hat einen 160 Seiten langen Bericht mit dem Titel „Saving America’s Story“ veröffentlicht. Darin werfen die Trump-Berater dem Smithsonian und insbesondere dem National Museum of American History „extremen politischen Aktivismus“ und eine „marxistische“ Ausrichtung vor. Schon heißt es, Trump könnte, angeregt von dem Bericht, diesmal versuchen, Smithsonian-Direktor Lonnie G. Bunch loszuwerden.

Das Museum erzähle Amerika nicht als Erfolgsgeschichte, sondern spalte Bürger und belaste sie mit Schuldgefühlen, heißt es in dem Text. Es fehlten positive Erzählungen über die Gründerväter, die Verfassung und den „Sieg der Freiheit“. Das Museum hatte allerdings kürzlich erst eine Ausstellung zur Feier des Jubiläumsjahres eröffnet, die 250 Objekte zur amerikanischen Geschichte und zur Unabhängigkeitserklärung zeigt. Dazu gehören Kleider von First Ladys und ein Kanonenboot aus dem Unabhängigkeitskrieg.

Die Smithsonian-Museen orientieren sich bislang an der Forschung und zeigen die amerikanische Geschichte einschließlich der Sklaverei und des gewaltsamen Siedler-Kolonialismus, während das Weiße Haus zunehmend lauter nach einer pompös-beschönigenden Erzählung verlangt, die Trump auch mit seinen Bauprojekten in Washington unterstreichen will. Schon im März 2025 hatte der Präsident per Exekutivanordnung verlangt, „unzulässige Ideologie“ aus den öffentlich finanzierten Museen zu entfernen und stattdessen Erbauliches über Amerika zu erzählen.

Die Angriffe auf das Smithsonian folgen damit den Bedürfnissen rechter weißer Identitätspolitik: Wenn Trump „Amerika“ sagt, meint er ein Amerika, in dem Weiße die maßgeblichen Akteure wie Adressaten der nationalen Erzählung sein sollen. Nur so lässt sich erklären, dass Exponate angeblich als beschämend erlebt werden, die für viele Amerikaner eigentlich an die stolzesten Momente ihrer Geschichte erinnern. Im National Museum of American History steht etwa der erhaltene Lunch Counter aus Greensboro in North Carolina, an dem sich schwarze Studenten weigerten, ihre Plätze für Weiße frei zu machen und den Staatsrassismus ihrer Heimat zu akzeptieren.

Etliche ähnliche Ausstellungsstücke erinnern an Amerikaner, schwarze und weiße, die für die verspätete Verwirklichung der Verfassung, eben für den „Sieg der Freiheit“, ihr Leben riskierten. Trumps Vorwurf, das Smithsonian erzähle zu viel von Rassismus und Protest, verrät so vor allem, mit wem er und seine Berater sich identifizieren. Das nicht zu tun, steht jedem Museumsbesucher frei.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Trump könnte versuchen, den Smithsonian-Direktor Lonnie G. Bunch abzusetzen.

    Möglich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie wird der Smithsonian auf die Vorwürfe reagieren?
  • Wird es personelle Konsequenzen geben?

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This article was originally published by FAZ.

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