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Trump setzt Militärschlag gegen Iran vorerst aus
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Handelsblatt19.5.2026Welt3 Min. LesezeitGermany

Trump setzt Militärschlag gegen Iran vorerst aus

Auf einen Blick

  • US-Präsident Trump hat einen geplanten Militärschlag gegen den Iran vorerst ausgesetzt, um Verhandlungen zu ermöglichen.
  • Er drohte jedoch mit einem umfassenden Angriff, sollte kein Abkommen zustande kommen.
  • Katar, Saudi-Arabien und die VAE baten um Zurückhaltung.

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Öffentlich hatte der US-Präsident dem Iran immer wieder mit massiven Angriffen gedroht. Nun lenkt Trump ein. Denn seine Partner wollen weiter verhandeln. 19.05.2026 - 06:47 Uhr Artikel anhören

Donald Trump: Der US-Präsident verlängert seine Frist für den Iran. Foto: Bloomberg

Washington/Dubai. US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen für Dienstag geplanten militärischen Angriff auf den Iran vorerst ausgesetzt. Das solle Verhandlungen über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges ermöglichen, teilte Trump am Montag mit. Zugleich drohte er zum wiederholten Mal mit einem umfassenden Großangriff, sollte kein akzeptables Abkommen zustande kommen.

Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, er habe das US-Militär angewiesen, einen für Dienstag geplanten Angriff vorerst nicht auszuführen, sich aber für einen sofortigen Schlag bereitzuhalten. Die Staats- und Regierungschefs von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten ihn gebeten, nicht anzugreifen. Sie rechneten mit einer Einigung, die für die USA und die Länder im Nahen Osten sehr akzeptabel sein werde.

Bislang war nicht öffentlich bekannt, dass die USA am Dienstag angreifen wollten. Es ist auch nicht klar, ob Trump den Angriff tatsächlich plante. Der US-Präsident hat schon wiederholt erklärt, die Zeit für den Iran laufe ab. Politische Beobachter hatten indes darauf verwiesen, dass ein erneuter US-Angriff auf den Iran viele Risiken berge und die islamische Republik nicht unbedingt in die Knie zwingen müsse.

Die USA und Israel hatten mit Angriffen gegen den Iran Ende Februar begonnen. Der Iran hatte daraufhin benachbarte Staaten beschossen und dies damit begründet, dass diese die USA unterstützten. Zudem blockiert der Iran die Straße von Hormus. Dieser Schifffahrtsweg ist wichtig für den weltweiten Öltransport. Angesichts der Blockade ist der Ölpreis sprunghaft gestiegen.

Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte am Montag, die Position Teherans sei über Pakistan an die USA übermittelt worden. Ein pakistanischer Insider dämpfte jedoch die Erwartungen. Beide Seiten würden ihre Bedingungen ständig ändern, sagte er.

US-Geschäft

„Erschreckend viel Ahnungslosigkeit“ – was Unternehmen wissen sollten, wenn die USA Völkerrecht brechen

Das neue iranische Angebot ähnelt einem hochrangigen Insider aus Teheran zufolge in vielen Punkten einer früheren Offerte, die Trump in der vergangenen Woche noch als „Müll“ zurückgewiesen hatte. Im Mittelpunkt stünden zunächst ein Ende des Krieges, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie die Aufhebung von maritimen Sanktionen. Streitfragen zum iranischen Atomprogramm und zur Urananreicherung sollten auf spätere Verhandlungsrunden verschoben werden.

USA kommen dem Iran entgegen

Die USA seien dem Iran aber entgegengekommen und hätten zugestimmt, ein Viertel der eingefrorenen iranischen Gelder in Höhe von zweistelligen Milliardenbeträgen freizugeben, sagte der Insider. Der Iran fordert die Freigabe aller Vermögenswerte.

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Zudem habe Washington mehr Flexibilität bei der friedlichen nuklearen Nutzung unter Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) signalisiert. Die US-Regierung bestätigte diese Angaben zunächst nicht. Einen Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, wonach die USA einer Aussetzung der Ölsanktionen während der Verhandlungen zugestimmt hätten, wies ein US-Vertreter als falsch zurück.

Trump steht unter Druck, ein Abkommen zu erzielen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und die wirtschaftlichen Folgen des von ihm und Israel begonnenen Krieges einzudämmen. Nach sechswöchigen Kämpfen gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe.

Mehr: Trump droht: „Für den Iran tickt die Uhr“

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This article was originally published by Handelsblatt.

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