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Trump verteidigt Milliardeneinnahmen mit Kryptowährungen
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Trump verteidigt Milliardeneinnahmen mit Kryptowährungen

Auf einen Blick

  • Donald Trump hat seine Einnahmen von 1,2 Milliarden Dollar aus Kryptowährungen verteidigt und einen Interessenkonflikt bestritten.
  • Kritiker wie Senatorin Elizabeth Warren sprechen von "schamloser Kryptokorruption".

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Donald Trump und sein Team verbreiten den Mythos, dass er als Präsident auf viel Geld verzichte. Neue Zahlen belegen Einnahmen von 1,2 Milliarden Dollar mit Kryptowährungen im vergangenen Jahr.

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Donald Trump und sein Team verbreiten gern den Mythos, dass er mit seinem Job als Präsident der Vereinigten Staaten auf jede Menge Geld verzichte. An dieser Darstellung gab es schon lange Zweifel. Seit gestern liegen neue Zahlen vor, die belegen, wie wenig sich diese Darstellung mit der Realität deckt.

So hat Trump allein im vergangenen Jahr mit Kryptowährungen rund 1,2 Milliarden Dollar (gut eine Milliarde Euro) eingenommen (mehr dazu hier). Kritiker sehen einen Interessenkonflikt, da er die Auflagen für den Sektor selbst gelockert hatte.

Jetzt hat der US-Präsident seine Milliardeneinnahmen mit Kryptowährungen verteidigt. Alle profitierten von dem Boom, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) auf einem Militärflugplatz bei Washington.

»Ich profitiere, weil der Aktienmarkt steigt, alle profitieren«, sagte Trump. Es könne gar keinen Interessenkonflikt geben, denn er kümmere sich nicht um seine persönlichen Finanzen, die von Fonds verwaltet würden. Im Übrigen, so Trump, sollten ihm die Amerikanerinnen und Amerikaner dankbar sein, deren Altersvorsorge an die Börse gekoppelt sei. Laut den Zahlen machen die Börsenspekulationen nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Einnahmen aus – verglichen mit Krypto.

Seit der Veröffentlichung der Zahlen setzt es heftige Kritik vonseiten der Demokraten. Senatorin Elizabeth Warren sprach von »schamloser Kryptokorruption« des Präsidenten und forderte schärfere Vorgaben, um diese Form der Bereicherung zu verhindern. Gavin Newsom, Gouverneur in Kalifornien, erklärte: »Trump wird reicher. Seine Krypto-Unterstützer hingegen werden abgezockt.« Und Tim Walz, demokratischer Gouverneur in Minnesota, fasste es so zusammen: »Der korrupteste Präsident in der Geschichte der USA.«

Anders als von Donald Trump suggeriert, hat die Präsidentenfamilie durchaus Einfluss auf den Kryptomarkt: Gemeinsam mit seinen drei Söhnen hatte Trump die Krypto- und Investitionsplattform World Liberty Financial gegründet, über die er im vergangenen Jahr fast 550 Millionen Dollar einnahm. Das geht aus einer Vermögensaufstellung hervor, die das Weiße Haus am Dienstag gemäß einer Gesetzesvorschrift von 1978 veröffentlichte.

»Weder der Präsident noch seine Familie waren jemals in Interessenkonflikte verwickelt – und werden dies auch niemals sein«, erklärte dagegen Trumps stellvertretende Sprecherin Anna Kelly ohne weitere Begründung. In einem Interview mit der »New York Times« hatte sich Trump im Januar 2026 über Geschäftsaktivitäten während seiner Amtszeit so geäußert: »Mir ist klar geworden, dass es niemanden interessiert.«

Im Herbst stimmen die Menschen in den USA ab

Ob diese Einschätzung zutrifft, könnte sich schon im November zeigen. Viele Demokraten haben Korruption und Bereicherung als wichtiges Thema im Wahlkampf für die Midtermwahlen ausgemacht. Dort steht Trump zwar nicht selbst zur Wahl, seine Partei könnte aber ihre Mehrheiten im Kongress einbüßen.

In die Kritik geriet Trump zudem, weil er das Emirat Katar nach eigenen Worten überredet hat, den USA eine Boeing 747 für die Präsidentenflotte »Air Force One« zu schenken. Der Präsident nutzte den Luxusflieger nun erstmals für eine Reise nach North Dakota, wo er an der Eröffnung einer Bibliothek für den früheren Präsidenten Theodore Roosevelt (1901 bis 1909) teilnahm. Die USA sollten »sehr stolz darauf sein«, das Flugzeug sei »wunderschön«, erklärte Trump.

Vizepräsident JD Vance konnte sein Vermögen ebenfalls steigern, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Vance gab Einnahmen von bis zu fünf Millionen Dollar durch sein autobiografisches Buch »Hillbilly-Elegie« an, das in den USA 2016 und ein Jahr später auf Deutsch erschienen war. Zusammen mit Investments erzielte der 41-Jährige laut »Wall Street Journal« im vergangenen Jahr 7,4 Millionen Dollar.

Auch das Einkommen von First Lady Melania Trump wird in den Finanzunterlagen dokumentiert. Darin sind Einnahmen in Höhe von mehr als zehn Millionen Dollar für eine Amazon-Dokumentation über sie aufgeführt sowie mehr als 500.000 Dollar für ihre Ende 2024 erschienenen Memoiren. Film wie Buch tragen den Titel »Melania«.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Korruption und Bereicherung werden zentrales Wahlkampfthema der Demokraten.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie transparent sind Trumps Finanzen wirklich?
  • Welche Auswirkungen hat dies auf die Wahl im November?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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