Trumps Iran-Konflikt: Erpressungspotenzial kann Amerika nicht wegbomben
Auf einen Blick
- Donald Trump versucht, den Stillstand in der Straße von Hormus als nebensächlich abzutun, um den Iran von Atomwaffen abzuhalten.
- Doch das verkennt die Realitäten: Iran kann die Schifffahrt stören und erpresst damit die USA.
- Trumps Militäraktionen können dieses Potenzial nicht wegbomben, was Amerikas Aussichten auf Zugeständnisse in der Nuklearfrage schmälert.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Donald Trumps Iran-Politik zielt darauf ab, das Teheraner Regime von Atomwaffen abzuhalten, während der Iran die Straße von Hormus als Druckmittel nutzt. Die Situation ist festgefahren und profitiert keiner Seite.
Wer Zweifel am Sinn von Donald Trumps Irankrieg äußert, wird von diesem postwendend als Förderer eines atomar bewaffneten Schurkenstaats abgekanzelt. Das ist der Versuch des amerikanischen Präsidenten, den Stillstand in der Straße von Hormus mit seinen preistreibenden Folgen als nebensächlich abzutun, nach dem Motto: Wen kümmern ein paar verspätete Öltanker, wenn es doch gilt, das Teheraner Regime von der nuklearen Vernichtung Israels abzuhalten?
Doch das verkennt die Realitäten. Iran dachte nicht daran, die freie Schifffahrt in der Meerenge auch nur vorläufig wieder zuzulassen, um in Ruhe mit den USA über Urananreicherung und Sanktionen zu verhandeln. Warum hätte das Regime seinen Trumpf aus der Hand geben sollen?
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Von Anfang an hatte Trump unterschätzt, wie wenig selbst die stärksten Streitkräfte der Welt dagegen ausrichten können, dass Teheran die Straße von Hormus „sperrt“. Denn Iran reichen einzelne Drohnen- oder Raketenangriffe auf wenige unbewaffnete Schiffe, um Reeder und Kapitäne von der Durchfahrt abzuhalten.
Irans Erpressungspotential kann Amerika nicht wegbomben
Egal, wie viele Strafaktionen Trump sein Militär noch fliegen lässt: Dieses Erpressungspotential kann er nicht wegbomben. Solange aber Iran diesen Hebel in der Hand hält, sind Amerikas Aussichten gering, ihm nennenswerte Zugeständnisse in der Nuklearfrage abzuringen. Die neuerlichen Luftangriffe und die Drohungen eines Präsidenten, der jeden Superlativ im Arsenal längst fünfmal verfeuert hat, werden diese Pattsituation nicht auflösen. Von dieser profitiert aber auch Iran nicht.
Zwar mögen die Machthaber in Teheran darauf setzen, dass Trump vor den Kongresswahlen im November immer biegsamer wird. Der aber kann sich gerade wegen der Wahlen keine Vereinbarung erlauben, gegen die selbst Obamas Atomabkommen von 2015 nach der wahren Kunst des Deals aussähe.
Und Trumps innenpolitische Herausforderung verblasst vor derjenigen, die die iranische Führung zu bewältigen hat. Rücksicht auf das Volk wird zwar weder bei den Klerikern noch in der Revolutionsgarde großgeschrieben. Aber bald werden sie den verarmenden Bürgern etwas bieten müssen. Denn Trump mag den Krieg vorerst verloren haben – aber Iran liegt am Boden.
Offene Fragen
- Wie wird sich der Konflikt weiterentwickeln?
- Wird es zu einer Deeskalation kommen?
- Welche Rolle spielen die Kongresswahlen für Trumps Haltung?



