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Ukraine-Drohnenangriff auf Moskau: Selenskyj sieht Druckmittel für Friedensverhandlungen
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Die Zeit18.06.2026Welt3 dk okumaGermany

Ukraine-Drohnenangriff auf Moskau: Selenskyj sieht Druckmittel für Friedensverhandlungen

Auf einen Blick

  • Die Ukraine hat nach eigenen Angaben einen Großangriff auf Moskau gestartet, um Russland zu Friedensverhandlungen zu zwingen.
  • Präsident Selenskyj bezeichnete den Angriff auf eine Ölraffinerie als Reaktion auf russische Angriffe und als "Langstrecken-Sanktionen".
  • Russland meldete die Abwehr zahlreicher Drohnen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht den größten Drohnenangriff auf Moskau seit Jahren als Mittel, um Russlands Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen über ein Kriegsende zu bewegen. Der Angriff auf eine Ölraffinerie wird als Reaktion auf russische Angriffe auf ukrainische Städte dargestellt.

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Ein Großangriff der Ukraine auf Moskau am Donnerstagmorgen stellt nach Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Druckmittel für Verhandlungen über ein Kriegsende dar. Der größte Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt seit Jahren sei Teil der Bemühungen, Russlands Staatschef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu zwingen, sagte Selenskyj.

»Wenn Putin diesen Krieg nicht beenden, sondern ihn fortsetzen will, werden wir nicht still dasitzen – wir werden reagieren«, sagte der ukrainische Präsident. »Wir wollen diesen Krieg nicht, wir haben ihn nie gewollt, und jeder weiß das.« Doch wenn die Ukraine brenne, werde auch Moskau brennen, drohte Selenskyj. Die Zeit für ein Ende des Krieges sei gekommen. Russland müsse die notwendigen diplomatischen Schritte ergreifen. Den Drohnenangriff bezeichnet Selenskyj als »Langstrecken-Sanktionen«.

Bei dem Angriff handele es sich zudem um eine »vollkommen gerechtfertigte Reaktion auf russische Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden«, sagte der Präsident. Der Einsatz richte sich »gegen Einrichtungen, die Russlands Kriegsmaschinerie am Laufen halten«. Zuletzt hatte ein russischer Angriff auf die weltberühmte Höhlenkloster-Anlage in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw in der Nacht zu Montag große Zerstörungen an der Unesco-Welterbestätte verursacht.

Brand in einer der größten russischen Ölraffinerien

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schrieb auf X, Moskaus Einwohner würden sich angesichts des ukrainischen Angriffs am Donnerstagmorgen fragen, was los sei. Das könne er beantworten: »Ihr Land hat einen Aggressionskrieg gegen unseres begonnen. Seit Jahren tötet es unsere Leute. Nun, da Sie wissen, was vor sich geht, fragen Sie Putin, wann er es zu beenden gedenkt.«

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte zuvor einen Angriff auf eine der größten Ölraffinerien des Landes bekannt gegeben, am Stadtrand von Moskau. Auch er sprach von einem »Großangriff«. Aufnahmen zeigen Brände in der Anlage, die nur etwa 15 Kilometer vom Kreml entfernt liegt. Über der Stadt stiegen schwarze Rauchschwaden auf. Staatliche Medien zeigten auf Geheiß der russischen Behörden zunächst keine Bilder der Attacken. Aufgrund des Drohnenangriffs mussten Bewohner in Sicherheit gebracht und alle Moskauer Flughäfen zeitweise geschlossen werden.

Das russische Verteidigungsministerium sprach von 555 ukrainischen Drohnen, die über verschiedenen Regionen des Landes abgeschossen worden seien. Allein beim Anflug auf Moskau seien fast 200 Drohnen abgefangen worden. Der Nachrichtenagentur Tass zufolge war der Angriff auf Moskau der größte seit mindestens zwei Jahren.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Territorium.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Russland wird seine Luftverteidigung verstärken und Vergeltungsmaßnahmen ankündigen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Wie wird Russland auf die fortgesetzten Drohnenangriffe reagieren?
  • Welche weiteren Maßnahmen wird die Ukraine ergreifen, um Verhandlungen zu erzwingen?
  • Wie wird sich der Angriff auf die internationalen Ölpreise auswirken?

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This article was originally published by Die Zeit.

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