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Ukrainischer Präsident Selenskyj besucht Serbien - Eine bemerkenswerte Staatsvisite
NACHRICHT
Spiegel Auslandvor 21 StundenPolitik3 Min. LesezeitGermany

Ukrainischer Präsident Selenskyj besucht Serbien - Eine bemerkenswerte Staatsvisite

Selenskyj und Vucic diskutieren EU-Zugang und Zusammenarbeit trotz russischer Beziehungen

Auf einen Blick

  • Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj besucht Serbien, trotz dessen moskautreuer Regierung.
  • Themen: EU-Zugang, Zusammenarbeit in Landwirtschaft und humanitäre Hilfe.
  • Keine militärische Kooperation geplant.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Serbien und die Ukraine suchen trotz russischer Beziehungen nach engerer Zusammenarbeit.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erstmals während seiner Amtszeit Serbien besucht. Die Staatsvisite gilt als bemerkenswert, da Serbiens Regierung als moskautreu gilt. Russland überzieht die Ukraine im seit mehr als vier Jahre andauernden Krieg täglich mit brutalen Angriffen. Trotzdem möchten beide Länder enger zusammenarbeiten. Darüber sprach der serbische Präsident Alexander Vucic mit Selenskyj. Es ging auch um den künftigen Weg beider Länder in die EU. Eine militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine war kein Thema, wie Vucic bei einer Pressekonferenz betonte. Er verneinte, dass Serbien zusammen mit der Ukraine Drohnen bauen wolle. Eine derartige Kooperation sei allerdings mit Israel geplant, sagte Vucic. Vertreter der beider Länder unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Kooperation in Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit. Ein Freihandelsabkommen solle bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden, sagte Selenskyj. Er dankte auch humanitäre Hilfe Serbiens für den Medizin- und Energiebereich in der Ukraine. Belgrad und Kyjiw erkennen Kosovo nicht an Vucic erklärte, dass sein Land die territoriale Integrität der Ukraine unterstütze. Er dankte Kyjiw dafür, im Fall Serbien dasselbe zu tun: »Wir sind der Ukraine dankbar für die Unterstützung der territorialen Integrität Serbiens«, sagte er. Dabei erwähnte Vucic die frühere serbische Provinz Kosovo nicht, die 2008 nach einem blutigen Krieg ihre Unabhängigkeit erklärt hat – zielte aber offensichtlich darauf ab. Die meisten EU-Staaten erkennen diese Abspaltung Kosovos an, nicht aber Serbien – und auch nicht die Ukraine. Kyjiw will keinen Präzedenzfall schaffen, mit dem sich die Abspaltung des von Russland reklamierten Donbass und der Halbinsel Krim rechtfertigen ließe. Davor hatten sich Vucic und Selenskyj mehrfach auf Gipfeltreffen in anderen europäischen Ländern getroffen. Erst Mitte Juli kamen sie beim Ukraine-Südosteuropa-Gipfel in Kyjiw zusammen – auch mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dabei weigerte sich Vucic als einziger Teilnehmer, eine gemeinsame Erklärung über fortgesetzte Unterstützung für die Ukraine und höheren Druck auf Russland zu unterzeichnen. Serbien unterhält gute Beziehungen zu Russland und hat sich als eines von wenigen europäischen Ländern nicht den EU-Sanktionen gegen Moskau angeschlossen. Zugleich liefert das Balkanland Waffen an die Ukraine, ohne dies offiziell zuzugeben.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Erhöhte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Serbien und der Ukraine

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie wird die EU auf die Annäherung reagieren?
  • Wird Serbien seine Beziehungen zu Russland anpassen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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