Eilmeldung
EULibyan National Army's Intelligence Head Killed in Benghazi Car BombingBRManifestação na Avenida Rei Pelé, no Rio, deixa trânsito caótico após operação da Polícia CivilINNDA, INDIA Bloc MPs Face Off at Parliament's Makar Dwar Amid ProtestsINTLNorth Korea's Unlikely Growth Story: Fueled by War Deals with RussiaTRTrump, Hürmüz Boğazı'na İlişkin Yeni Açıklamada BulunduEUWHO Warns Congo Ebola Outbreak May Surpass Deadliest in HistoryARاندلعت مواجهات بين الجيش الإسرائيلي ومستوطنين في قرية قصرة جنوب نابلسRURussian Forces Tighten 'Fire Trap' Near Volchansk, Ukraine, After Capturing VodyanoyeEUBerlin Non-Profit Files Criminal Complaint Against Meta's Smart Glasses Over Privacy ConcernsITMenos impostas, mais poder de compra e emprego. As prioridades são traçadas.EULibyan National Army's Intelligence Head Killed in Benghazi Car BombingBRManifestação na Avenida Rei Pelé, no Rio, deixa trânsito caótico após operação da Polícia CivilINNDA, INDIA Bloc MPs Face Off at Parliament's Makar Dwar Amid ProtestsINTLNorth Korea's Unlikely Growth Story: Fueled by War Deals with RussiaTRTrump, Hürmüz Boğazı'na İlişkin Yeni Açıklamada BulunduEUWHO Warns Congo Ebola Outbreak May Surpass Deadliest in HistoryARاندلعت مواجهات بين الجيش الإسرائيلي ومستوطنين في قرية قصرة جنوب نابلسRURussian Forces Tighten 'Fire Trap' Near Volchansk, Ukraine, After Capturing VodyanoyeEUBerlin Non-Profit Files Criminal Complaint Against Meta's Smart Glasses Over Privacy ConcernsITMenos impostas, mais poder de compra e emprego. As prioridades são traçadas.
Newsgather
ZurückUN Women Report: Mehr als die Hälfte der Frauen in Afghanistan verlässt ihr Zuhause kaum
UN Women Report: Mehr als die Hälfte der Frauen in Afghanistan verlässt ihr Zuhause kaum
Welt
Spiegel Auslandvor 4 StundenWelt2 Min. LesezeitGermany

UN Women Report: Mehr als die Hälfte der Frauen in Afghanistan verlässt ihr Zuhause kaum

Ein neuer Bericht verdeutlicht die drastischen Einschränkungen für Frauen in Afghanistan unter den Taliban.

Auf einen Blick

  • Ein UN-Women-Bericht zeigt, dass 52 Prozent der Frauen in Afghanistan ihr Zuhause höchstens zweimal im Monat verlassen.
  • 90 Prozent benötigen dafür die Erlaubnis eines Mannes, während die Taliban Frauen weiterhin grundlegende Rechte entziehen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 wurden die Rechte von Frauen und Mädchen in Afghanistan massiv eingeschränkt.

Schriftgröße

UN Women Report Mehr als die Hälfte der Frauen in Afghanistan verlässt ihr Zuhause höchstens zweimal im Monat

Ein Bericht der Uno verdeutlicht die düstere Realität von Frauen in Afghanistan. Sie gehen kaum noch aus dem Haus, benötigen die Erlaubnis eines Mannes. Viele hoffen trotzdem auf eine bessere Zukunft.

Seit der Übernahme der Taliban haben die Islamisten die Rechte von Mädchen und Frauen in Afghanistan massiv eingeschränkt. Ein Bericht der Frauenorganisation der Vereinten Nationen , UN Women, verdeutlicht, wie massiv. Knapp fünf Jahre nach der Taliban-Übernahme verlassen afghanische Frauen dem Bericht zufolge kaum noch ihr Zuhause. 52 Prozent der befragten Frauen hätten ihr Haus nur zweimal oder weniger oft im Monat verlassen. 90 Prozent der Frauen gibt an, die Erlaubnis eines männlichen Familienmitglieds einholen zu müssen, bevor sie das Haus verließen.

Demgegenüber stünden 96 Prozent der befragten Männer, die ihr Haus jeden Tag verließen, schreibt die Organisation in einer aktuellen Publikation. Dafür wurden nach Angaben von UN Women in zwei Runden landesweit mehr als 2000 Personen als repräsentative Gruppe befragt. Die Ergebnisse unterscheiden sich zwischen ländlichen und urbanen Regionen.

Seit der Machtübernahme der Taliban am 15. August 2021 dürfen Mädchen und Frauen keine weiterführenden Schulen und Universitäten besuchen. Auch aus Teilen des Arbeitslebens werden sie herausgedrängt.

Massive Einschnitte im Zugang zu Bildung

65 Prozent der für UN Women befragten Frauen gaben an, dass sich ihr Leben nach der Übernahme der Taliban schlechter entwickelt habe, als sie das vorher erwartet hatten. Besonders die massiven Einschnitte im Zugang zu Bildung für sich und ihre Kinder geben sie in der Befragung als Gründe für die verschlechterte Perspektive an.

Sieben von zehn Frauen gaben an, dass sich ihre psychische Gesundheit im vergangenen Jahr verschlechtert habe und sie sich mental schlecht oder sehr schlecht fühlten. In von UN Women zusätzlich durchgeführten Interviews führten Frauen psychische Probleme auch auf die Restriktionen zurück.

Viele der befragten Mütter gaben an, auf eine arrangierte Ehe statt Bildung für ihre Töchter zu bauen, da es »sonst nichts realistisch ist«. Töchter hingegen gaben öfter an, Bildung als eine Sackgasse zu sehen: »Meine Mutter hat studiert, ist damit aber nirgends hingekommen.«

Doch die Hoffnung haben die befragten Frauen noch nicht ganz aufgegeben. Nach ihren wichtigsten Zielen im Leben befragt, gaben die meisten Gleichberechtigung an, gefolgt von einem eigenen Einkommen und einem eigenen Haus. 68 Prozent der Frauen seien noch hoffnungsvoll, diese Ziele irgendwann zu erreichen.

Humanitäre Krise in Afghanistan

Afghanistan durchläuft derzeit neben den Einschränkungen für Frauen eine massive humanitäre Krise. 47 Prozent der Minderjährigen seien nach Angaben des Welternährungsprogramms im ersten Quartal dieses Jahres unterernährt gewesen. Unterfinanzierte internationale Hilfsprogramme, schlechte Ernten infolge von Dürren sowie fast 5,9 Millionen Rückkehrer seit September 2023 erschweren die Lage.

Offene Fragen

  • Wie wird die internationale Gemeinschaft auf den Bericht reagieren?
  • Welche langfristigen Folgen hat die Bildungsblockade für die Wirtschaft?

Verwandte Themen

This article was originally published by Spiegel Ausland.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem Themaafghanistan