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Ungarn unterstützt EU-Beitrittsgespräche der Ukraine nach Einigung
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Handelsblatt03.06.2026Welt3 dk okumaGermany

Ungarn unterstützt EU-Beitrittsgespräche der Ukraine nach Einigung

Auf einen Blick

  • Ungarn signalisiert Unterstützung für die Eröffnung der EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine, nachdem ein Streit über Minderheitenrechte beigelegt wurde.
  • Dies ebnet den Weg für die erste Phase der Verhandlungen, die Rechtsstaatlichkeit und demokratische Standards umfasst.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Ukraine und die Republik Moldau streben seit über vier Jahren, seit Beginn des Krieges zwischen Kiew und Moskau, eine EU-Mitgliedschaft an. Jeder Schritt im Beitrittsprozess erfordert die einstimmige Zustimmung aller EU-Mitgliedstaaten. Ein langjähriger Streit zwischen Ungarn und der Ukraine über die Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine wurde nun beigelegt.

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Ministerpräsident Peter Magyar: Budapest wird im Gegenzug die Eröffnung des ersten Verhandlungskapitels für den EU-Beitritt der Ukraine unterstützen. Foto: Robert Hegedus/MTI via AP/dpa

Budapest. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) haben der Ukraine zufolge grünes Licht für die erste Phase der Beitrittsgespräche mit dem Land und der Republik Moldau gegeben. Alle EU-Länder hätten der Eröffnung des sogenannten ersten Clusters zugestimmt, teilte die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko in der Nacht zum Donnerstag auf der Plattform X mit.

„Wir sind der EU-Mitgliedschaft einen Schritt näher gekommen und bewegen uns stetig auf unser Ziel zu“, erklärte sie. Zypern, das derzeit die rotierende EU-Ratspräsidentschaft innehat, bestätigte auf X den Beginn der Vorbereitungen für die formelle Eröffnung der Verhandlungen.

Diese erste Phase umfasst Themen wie Rechtsstaatlichkeit und demokratische Standards. Dies sei ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg der beiden Länder in die EU und sende ein starkes Signal der Einigkeit und Entschlossenheit, erklärte die zyprische Ratspräsidentschaft.

Man arbeite nun auf den formellen Auftakt hin. Die Ukraine und die Republik Moldau drängen nach mehr als vier Jahren Krieg zwischen Kiew und Moskau auf eine Aufnahme in die Staatengemeinschaft. Jeder Schritt im EU-Beitrittsprozess erfordert die Zustimmung aller Mitgliedstaaten.

Einigung zwischen Ungarn und der Ukraine

Möglich wurde der Fortschritt, nachdem Ungarn und die Ukraine am Mittwoch ihren langjährigen Streit über die Rechte der ungarischen Minderheit beigelegt hatten. Der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hatte in Paris mitgeteilt, man habe einen Durchbruch bei den Sprach-, Kultur- und Bildungsrechten der rund 100.000 ethnischen Ungarn in der Ukraine erzielt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Ukraine ein Schulsystem für ethnische Minderheiten wiederherstellt. Die Schüler sollen ihre Muttersprache im Unterricht nutzen, Prüfungen auf Ungarisch ablegen und bei Feierlichkeiten ungarische Nationalsymbole verwenden dürfen. Kiew habe zugesagt, diese Bedingungen gesetzlich und im Aktionsplan für die EU-Beitrittsgespräche zu verankern. Im Gegenzug unterstütze Budapest die Eröffnung des ersten Verhandlungskapitels, lehne ein beschleunigtes Beitrittsverfahren jedoch weiterhin ab.

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Der Kompromiss sorgt für eine deutliche Entspannung im Verhältnis beider Länder. Magyar hatte am Dienstag in Aussicht gestellt, sich in der kommenden Woche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu treffen, um die bilateralen Beziehungen neu auszurichten. Ein besseres Verhältnis zwischen Budapest und Kiew gilt als entscheidend für die Unterstützung der EU für die Ukraine im Krieg gegen Russland.

Magyars moskaufreundlicher Vorgänger Viktor Orban, der bei der Wahl im April abgewählt worden war, hatte sich wiederholt gegen milliardenschwere Hilfspakete und einen EU-Beitritt der Ukraine gestellt. Magyar verfolgt einen weniger konfrontativen Kurs, hatte die Wahrung der Minderheitenrechte jedoch stets zur Bedingung für Budapests Zustimmung zu den EU-Beitrittsgesprächen gemacht. Jeder Schritt im Aufnahmeprozess erfordert das Einverständnis aller EU-Mitgliedstaaten.

Mehr: Treffen mit Kommissionschefin von der Leyen: Wann bekommt Magyar die eingefrorenen EU-Milliarden?

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Formelle Eröffnung des ersten Verhandlungskapitels für die EU-Beitrittsgespräche mit der Ukraine und der Republik Moldau.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Wann genau wird das erste Verhandlungskapitel formell eröffnet?
  • Welche spezifischen Gesetzesänderungen sind in der Ukraine zur Verankerung der Minderheitenrechte geplant?
  • Wie wird sich die neue ungarische Regierungspolitik auf zukünftige EU-Entscheidungen bezüglich der Ukraine auswirken?
  • Welche weiteren Verhandlungskapitel sind für die Ukraine und Moldau als nächstes vorgesehen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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