Unicredit baut Anteil an Commerzbank aus
Auf einen Blick
- Unicredit hat im Rahmen seines Übernahmeangebots 17,60 Prozent der Commerzbank-Aktien erhalten.
- Damit würde der Anteil der Italiener auf 44,37 Prozent steigen.
- Unicredit kontrolliert insgesamt 47,59 Prozent.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Unicredit hat seine Position im Ringen um die Zukunft der Commerzbank ausgebaut, indem es im Rahmen seines Übernahmeangebots weitere Aktien erwarb. Die Commerzbank lehnt die Übernahme ab.
Frankfurt. Das italienische Geldhaus Unicredit hat seine Position im Ringen um die Zukunft der Commerzbank deutlich ausgebaut. Im Rahmen seines Übernahmeangebots, das von Anfang Mai bis vergangenen Freitag lief, haben Anteilseigner dem Mailänder Institut 17,60 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient, wie Unicredit am Mittwoch mitteilte. Der Aktienanteil der Italiener würde damit von 26,77 auf 44,37 Prozent steigen.
Neben Aktien hält Unicredit weiterhin Finanzinstrumente in Höhe von 3,22 Prozent, die das Geldhaus in Commerzbank-Papiere umwandeln kann. Insgesamt kontrolliert das Institut damit 47,59 Prozent der Commerzbank-Aktien. Hinzu kommen weitere Derivate auf Commerzbank-Aktien, die sich Unicredit in bar auszahlen lassen kann.
Unicredit ist 2024 bei der Commerzbank eingestiegen und möchte das 156 Jahre alte Geldhaus komplett übernehmen. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp, die Beschäftigten und die Bundesregierung, die mit rund 13 Prozent zweitgrößter Aktionär ist, lehnen dies jedoch ab.
Im Rahmen der Übernahmeofferte haben die Italiener 0,485 eigene Papiere je Commerzbank-Aktie geboten. Während des Großteils der Annahmeperiode lag der Angebotspreis damit unter dem Commerzbank-Kurs – und war für die Aktionäre des Frankfurter Geldhauses somit eigentlich unattraktiv. Dennoch sammelte Unicredit mit dem Angebot deutlich mehr Aktien ein als erwartet.
Offene Fragen
- Wird Unicredit das Angebot erhöhen?
- Wie reagiert die Bundesregierung auf die erhöhte Beteiligung?




