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Urteil im Brudermord-Prozess in Hanau erwartet
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Die Zeit15.06.2026Crime1 dk okumaGermany

Urteil im Brudermord-Prozess in Hanau erwartet

Auf einen Blick

  • Am Landgericht Hanau wird ein Urteil im Prozess gegen einen 70-jährigen Afghanen erwartet, der seinen Bruder in Afghanistan erschossen haben soll.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord aus Habgier vor, ausgelöst durch Erbstreitigkeiten.
  • Der Angeklagte bestreitet die Tat.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein 70-jähriger Afghane steht in Deutschland vor Gericht, weil er im Oktober 2015 in Kandahar seinen Bruder erschossen haben soll. Die Tat soll aus Habgier und wegen Erbstreitigkeiten erfolgt sein.

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Im Prozess um einen Brudermord, der in Afghanistan verübt worden sein soll, wird am Montag (13.00 Uhr) am Landgericht Hanau voraussichtlich das Urteil verkündet.

Ein 70-jähriger Afghane ist angeklagt, der im Oktober 2015 in der Stadt Kandahar seinen jüngeren Bruder erschossen haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, heimtückisch und aus Habgier gehandelt zu haben. Hintergrund sollen Erbstreitigkeiten um Grundstücke gewesen sein. Dabei stützt sich die Anklage vor allem auf die Aussage eines 22-jährigen Zeugen, der als damals Elfjähriger die Tat mitangesehen haben soll. Der Angeklagte hat die Anschuldigung in dem seit fast einem Jahr laufenden Prozess zurückgewiesen.

Ins Rollen kam der Prozess, weil der Sohn und die Tochter des Getöteten ihren Onkel zufällig in einer Moschee in Frankfurt wiedererkannt hatten - der 70-Jährige hatte zuletzt im Hanauer Stadtteil Großauheim gelebt. Der Prozess findet in Deutschland statt, weil es im Strafgesetzbuch einen Paragrafen gibt, der die «stellvertretende Strafrechtspflege» ermöglicht. Da in Afghanistan nach Auffassung der deutschen Behörden keine rechtsstaatlichen Strafverfahren möglich sind, wurde der Grundsatz der Tatort-Zuständigkeit der Gerichte in diesem Fall aufgehoben.

Offene Fragen

  • Wird der Angeklagte verurteilt?
  • Welches Strafmaß wird erwartet?

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This article was originally published by Die Zeit.

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