Urteil im Mordprozess gegen Palliativarzt in Berlin erwartet
Auf einen Blick
- In Berlin wird das Urteil gegen einen Palliativarzt erwartet, der wegen Mordes an 15 schwer kranken Patienten angeklagt ist.
- Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft, besondere Schwere der Schuld und Sicherungsverwahrung.
- Der Arzt gestand die Taten, um Leid zu ersparen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Ein Palliativarzt steht in Berlin vor Gericht, weil er 15 schwer kranke Patienten getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert die Höchststrafe.
Im Mordprozess gegen einen Palliativarzt will das Landgericht Berlin am Mittwoch (13.00 Uhr) sein Urteil verkünden.
Die Staatsanwaltschaft hat nach fast einjähriger Verhandlung die Höchststrafe für den 41-jährigen Deutschen gefordert.
Neben lebenslanger Haft für Mord in 15 Fällen beantragte Ankläger Philipp Meyhöfer, die besondere Schwere der Schuld festzustellen und Sicherungsverwahrung im Anschluss an die Haftstrafe anzuordnen. Zudem forderte er ein lebenslanges Berufsverbot.
Nach Überzeugung des Staatsanwalts hat der Arzt von September 2021 bis Juli 2024 zwölf Frauen und drei Männern jeweils ein tödliches Gemisch verschiedener Medikamente verabreicht. Mehrmals habe er Feuer gelegt, um Spuren zu vertuschen. Als jüngstes Opfer führt die Anklage eine 25-Jährige auf, als ältestes eine 94 Jahre alte Frau. Alle waren schwerstkrank, ihr Tod stand aber nicht unmittelbar bevor.
Überraschendes Geständnis
Der Arzt hatte nach monatelangem Schweigen überraschend am 25. Juni gestanden, zwölf schwer kranke Patientinnen und Patienten bei Hausbesuchen getötet zu haben. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten «Leid und Siechtum» zu ersparen, hieß es in seiner Erklärung. Zum Abschluss des Prozesses entschuldigte er sich erneut bei den Hinterbliebenen.
Seine Verteidiger beantragten, weder die besondere Schwere der Schuld festzustellen, noch Sicherungsverwahrung im Anschluss an die Haftstrafe anzuordnen. Der Arzt habe nicht aus niederen Beweggründen gehandelt. Er habe in der Vorstellung gelebt, Leid zu lindern. Ein Hang zum Töten sei nicht belegt.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Das Gericht wird ein Urteil verkünden.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen
Offene Fragen
- Wie wird das Gericht entscheiden?
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