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BackUS-Armee tötet zwei Menschen bei erneutem Einsatz gegen mutmaßliches Drogenboot
US-Armee tötet zwei Menschen bei erneutem Einsatz gegen mutmaßliches Drogenboot
In Entwicklung
Spiegel Ausland25.04.2026Crime1 dk okumaGermany

US-Armee tötet zwei Menschen bei erneutem Einsatz gegen mutmaßliches Drogenboot

Seit September mindestens 182 Tote – UN-Menschenrechtskommissar kritisiert Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen

Auf einen Blick

  • Die US-Armee hat bei einem erneuten Einsatz gegen ein mutmaßliches Drogenboot zwei Menschen getötet.
  • Das US-Southern Command bezeichnete die Toten als »Narko-Terroristen«.
  • Seit September vergangenen Jahres hat die USA nach AFP-Zählung mindestens 182 Menschen bei solchen Angriffen im Pazifik und in der Karibik getötet.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die USA führen seit September 2025 eine Serie von Angriffen gegen Boote im Pazifik und in der Karibik durch. Die Aktionen erfolgen ohne Gerichtsverfahren und ohne eindeutige Beweise für eine Verbindung zum Drogenschmuggel. Die Nachrichtenagentur AFP zählt mindestens 182 Tote, darunter nach Behördenangaben auch Fischer.

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Die US-Armee hat bei einem erneuten Einsatz gegen ein mutmaßliches Drogenboot zwei Menschen getötet. Das zuständige US-Regionalkommando Southern Command teilte am Freitagabend (Ortszeit) mit, bei den Toten handele es sich um »Narko-Terroristen«. Das Schiff sei von nicht näher genannten Terrororganisationen betrieben worden und auf bekannten Drogenschmuggelrouten unterwegs gewesen. US-Einsatzkräfte seien nicht zu Schaden gekommen. Das Militär veröffentlichte zudem ein kurzes Video, das den Treffer auf dem Schiff zeigen soll.

Seit September vergangenen Jahres haben die USA Dutzende solcher Angriffe im Pazifik und in der Karibik verübt. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP wurden dabei bereits mindestens 182 Menschen getötet, davon mindestens sieben seit Monatsbeginn.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rechtfertigt ihr Vorgehen damit, dass sie sich im Krieg befinde mit »Narko-Terroristen«, die in Lateinamerika agieren. Sie hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte. Einige von ihnen waren nach Angaben von Behörden und Angehörigen Fischer.

Einige Experten und Uno-Vertreter stufen die Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen ein. Sie heben hervor, dass sich die Armee-Einsätze gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Gefahr für die USA darstellten.

Ein besonders brutaler Fall wurde im Herbst 2025 von den US-Medien aufgegriffen: Dabei soll in einem ersten Angriff das Boot zerstört worden sein. Bei einem zweiten Anflug sollen dann gezielt Überlebende getötet worden sein.

Uno-Menschenrechtskommissar Volker Türk hatte die USA im vergangenen Jahr zu einem umgehenden Ende der Attacken aufgefordert: »Die USA müssen solche Angriffe einstellen und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die außergerichtliche Tötung von Menschen an Bord dieser Boote zu verhindern, ungeachtet der ihnen vorgeworfenen Straftaten.« Der Uno-Menschenrechtskommissar rief die USA dazu auf, bewährte Methoden der Strafverfolgung anzuwenden – darunter das rechtmäßige Abfangen von Booten und die Festnahme von Verdächtigen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere tödliche US-Einsätze gegen Boote in den kommenden Wochen

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • UN fordert erneut Einstellung der Angriffe oder eskaliert Kritik

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Warum legen die USA keine Beweise für die Verwicklung der Getöteten in Drogenschmuggel vor?
  • Welche genauen Kriterien führen zur Klassifizierung als »Narko-Terrorist«?
  • Wie rechtfertigen die USA gezielte Angriffe auf Überlebende?
  • Welche Konsequenzen drohen den USA völkerrechtlich?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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