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BackUS-Militär greift nach Tanker-Attacken Ziele im Iran an
US-Militär greift nach Tanker-Attacken Ziele im Iran an
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US-Militär greift nach Tanker-Attacken Ziele im Iran an

Auf einen Blick

  • Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran ausgeführt.
  • Die Attacken seien eine Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus.
  • Teheran drohte mit Vergeltung und sprach von einem "Vertragsbruch durch die USA".

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran ausgeführt. Die Attacken seien eine Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus.

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Das US-Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf den Iran ausgeführt. Das für die Region zuständige Regionalkommando Centcom begründete die Attacken am Dienstag im Onlinedienst X mit den vorangegangenen Angriffen auf drei Tanker im Bereich der Straße von Hormus.

Für diese Angriffe machte Washington die Führung in Teheran verantwortlich. „Die Streitkräfte des US-Zentralkommandos haben eine Reihe von schweren Luftangriffen gegen den Iran gestartet, um diesem für die Angriffe auf Handelsschiffe mit unbeteiligten Zivilisten an Bord in einer internationalen Wasserstraße schwere Konsequenzen aufzuerlegen“, schreibt Centcom.

Die US-Angriffe seien eine Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe, die die Straße von Hormus durchquerten. „Die Aggression des Irans war ungerechtfertigt, gefährlich und ein klarer Verstoß gegen die Waffenruhe.“

Ein US-Beamter bezeichnete die Angriffe gegenüber dem US-Sender CNN als „Bestrafung“. Die amerikanischen Militärschläge würden voraussichtlich stundenlang andauern und eine Vielzahl von Militärstützpunkten und Hafenanlagen treffen. Nach dem Angriff auf über 80 Ziele erklärte das US-Militär die Angriffe für beendet und warnte Teheran, dass es das Land künftig zur Rechenschaft ziehen werde.

Ein US-Beamter erklärte zuvor, das Militär ziele auf iranische Luftverteidigungssysteme, Küstenüberwachungssysteme, Boden-Luft-Raketen sowie Startrampen für Anti-Schiff-Marschflugkörper und Drohnen ab. Auch iranische Hafenanlagen würden angegriffen, fügte der Beamte hinzu. Die Angriffe seien vier oder fünf Mal stärker gewesen als die Attacken vor rund anderthalb Wochen.

Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in der Hafenstadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es Berichte über Explosionen. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV wurden mehrere Menschen verletzt. Die Hafenstadt Bandar Abbas beherbergt auch wichtige Marine- und Schifffahrtsinfrastruktur.

US-Präsident Trump habe den Plan für einen Schlag gegen den Iran während seiner Teilnahme am laufenden Nato-Gipfel in der Türkei genehmigt, berichtete der gut vernetzte Journalist Barak Ravid auf X unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten. Die erneute Eskalation erfolgte während der andauernden Trauerfeiern für Irans getötetes Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Heute sind Zeremonien im Nachbarland Irak geplant, ehe Chamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden soll.

Die Streitkräfte der Islamischen Republik hatten ihre Feinde kurz vor Beginn der Trauerfeierlichkeiten noch vor Angriffen gewarnt. „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden“, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Irans.

Die Führung in Teheran drohte unmittelbar nach den neuen US-Angriffen mit Vergeltung. „Der Iran spricht eine ernste Warnung vor den Folgen des Vertragsbruchs durch die USA aus“, hieß es in einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums. Der Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine Interessen und seine nationale Sicherheit zu schützen“.

Der iranische Vize-Außenminister und Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA, Kasem Gharibabadi, erklärte auf der Plattform X, die Angriffe der USA verstießen gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges.

In der Folge zogen die Ölpreise wieder an. Es wächst die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation in der Region. Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den USA, Israel und dem Iran war erst im vergangenen Monat eine vorläufige Vereinbarung erreicht worden, die Raum für intensive Verhandlungen über ein Ende des Krieges schaffen sollte. Diese Gespräche stocken derzeit.

Zuvor waren mehrere Tanker in der Straße von Hormus beziehungsweise nahe der strategisch wichtigen Meerenge getroffen worden. Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Tanker von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt. Fast zeitgleich meldete die Behörde einen weiteren Vorfall, bei dem ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden sei.

Besonders schwere Schäden wurden von dem katarischen Flüssiggas-Tanker „al-Rekajat“ gemeldet, der nach Angaben der Schiffsbesatzung von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen wurde. Katar machte den Iran für den Angriff verantwortlich und sprach von einer Gefahr für die Sicherheit der internationalen Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung.

Die USA hatten als Reaktion auf die Angriffe bereits eine Ausnahmegenehmigung zum Verkauf von iranischem Öl widerrufen. Die Ölpreise zogen daraufhin deutlich an, die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich nachbörslich um jeweils mehr als drei Prozent.

Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete das Vorgehen des Irans als völlig inakzeptabel und warnte vor Konsequenzen. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran lag zunächst nicht vor, auch bekannte sich niemand zu den Angriffen.

Das iranische Außenministerium verurteilte wiederum die Entscheidung der USA, die vorübergehend ausgesetzten Sanktionen gegen iranische Ölexporte wieder in Kraft zu setzen. Dieser Schritt verstoße gegen das Islamabad-Memorandum zur Waffenruhe, teilt das Ministerium mit. Man mache Washington für die Folgen verantwortlich und werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Interessen und die nationale Sicherheit zu wahren.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran.

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Offene Fragen

  • Wie wird der Iran reagieren?
  • Werden die Kämpfe eskalieren?
  • Welche weiteren Sanktionen werden verhängt?

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This article was originally published by Die Welt.

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