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US-Präsident Trump stellt Kriegsende in Aussicht – DAX fällt
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Tagesschau Wirtschaft20.05.2026Business3 dk okumaGermany

US-Präsident Trump stellt Kriegsende in Aussicht – DAX fällt

Auf einen Blick

  • Der DAX fällt zum Handelsstart aufgrund von Unsicherheiten bezüglich des Iran-Kriegs und der US-Zollpolitik.
  • Anleger warten auf Nvidia-Zahlen und beobachten die Commerzbank-Hauptversammlung angesichts einer möglichen Übernahme durch UniCredit.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

US-Präsident Trump hat ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt, aber auch mit weiteren Angriffen gedroht. Dies beeinflusst die Märkte, die zwischen Hoffnung und Eskalationsangst schwanken. Ein möglicher Kriegsausgang könnte zudem die steigenden Renditen am Anleihemarkt beeinflussen, die durch Inflationssorgen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg getrieben werden.

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US-Präsident Donald Trump hat erneut ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht gestellt. Zugleich drohte er Teheran jedoch mit weiteren Angriffen, falls keine Einigung erzielt werde.

Nach den Kursgewinnen in dieser Woche gehen DAX-Anleger daher wieder auf Tauchstation.

Der DAX verlor zum Handelsstart 0,3 Prozent auf 24.337 Punkte. "Die Märkte taumeln derzeit zwischen Hoffnung und Eskalationsangst und hängen zunehmend am Tropf von Donald Trump", erklärte Timo Emden von Emden Research.

Ein mögliches Ende des Konflikts könnte ein Problem entschärfen, das die Märkte seit Wochen belastet: die steigenden Renditen am Anleihemarkt. Hintergrund sind zunehmende Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs.

Fallende Anleihekurse treiben die Renditen nach oben - die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen erreichte zuletzt mit 3,19 Prozent den höchsten Stand seit 15 Jahren. Das bedeutet höhere Finanzierungskosten für Verbraucher, Unternehmen und den Staat.

Für etwas Entspannung sorgt dagegen der Handelsstreit zwischen der Europäischen Union und den USA. Nach monatelangen Verhandlungen verständigten sich Vertreter des Europaparlaments und der EU-Mitgliedstaaten auf die Umsetzung einer bereits im vergangenen Jahr vereinbarten Zollregelung. Danach sollen europäische Zölle auf US-Industriegüter wie Autos und Maschinen schrittweise abgeschafft werden.

Zuvor hatte Trump den Druck auf die EU erhöht und mit zusätzlichen Strafzöllen gedroht. Sollte bis zum 4. Juli keine Einigung erzielt werden, kündigte er höhere Aufschläge an und stellte eine Anhebung der Autozölle von derzeit 15 auf 25 Prozent in Aussicht. Besonders die europäische Autoindustrie hätte darunter gelitten.

Mit der nun erzielten Einigung dürfte die Frist jedoch eingehalten werden. Vorgesehen ist, dass die europäischen Zölle mit Inkrafttreten der Regelung entfallen und bis Ende 2029 ausgesetzt bleiben. Die geplante Regelung sieht vor, dass die europäischen Zölle mit Inkrafttreten des Gesetzes entfallen und bis Ende 2029 ausgesetzt bleiben.

Im Fokus der Anleger stehen zudem die Quartalszahlen des KI-Chipherstellers Nvidia, die am Abend nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden. Analyst Tony Sycamore vom Brokerhaus IG dämpfte allerdings die Erwartungen: "Ich glaube nicht, dass Nvidia noch die Fähigkeit besitzt, sämtliche Erwartungen zu übertreffen und die Märkte wie bisher zu überraschen."

Hierzulande richtet sich der Blick auf die Hauptversammlung der Commerzbank in Wiesbaden. Dort dürfte die drohende Übernahme durch die italienische UniCredit das beherrschende Thema sein. Die Großbank aus Mailand hat ihren Druck auf den Frankfurter DAX-Konzern zuletzt mit einem Angebot für sämtliche Aktien erhöht.

Vor Beginn der Hauptversammlung kam es zu lautstarken Protesten von Beschäftigten der Commerzbank. Dutzende Mitarbeiter demonstrierten gegen einen möglichen Zusammenschluss und hielten Plakate mit Aufschriften wie "Wir sind die Bank - stark und eigenständig" oder "#NOMerger NOrcel" hoch – eine Anspielung auf UniCredit-Chef Andrea Orcel.

UniCredit kontrolliert bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile und hat sich nach eigenen Angaben darüber hinaus den Zugriff auf weitere Aktien gesichert. Damit verfügt die Bank inzwischen über 38,87 Prozent der Stimmrechte. Der Bund, der noch gut zwölf Prozent hält, lehnt eine feindliche Übernahme ebenso ab wie Management, Betriebsrat und Belegschaft der Commerzbank.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die europäischen Zölle auf US-Industriegüter werden schrittweise abgeschafft und bis Ende 2029 ausgesetzt.

    Sehr wahrscheinlich · Mittelfristig

  • UniCredit wird weiterhin Druck auf die Commerzbank ausüben, um eine Übernahme zu erreichen.

    Wahrscheinlich · Kurzfristig

Offene Fragen

  • Wann genau könnte der Iran-Krieg enden?
  • Welche konkreten weiteren Angriffe droht die USA dem Iran an?
  • Wie werden sich die Nvidia-Zahlen auf den Markt auswirken?
  • Wird UniCredit die Commerzbank erfolgreich übernehmen können?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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