US-Präsident Trump verkündet "Krieg mit Iran beendet" – Teheran dementiert Einigung
Auf einen Blick
- US-Präsident Trump verkündete eine Einigung im Konflikt mit Iran, die angeblich noch am Wochenende unterzeichnet werden soll.
- Teheran dementierte dies umgehend als spekulativ.
- Pakistan bestätigte jedoch einen finalen Friedensabkommenstext.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
The article discusses the volatile situation and conflicting statements regarding a potential peace agreement between the USA, Israel, and Iran, following a period of escalating tensions and a fragile ceasefire.
Im Krieg zwischen den USA, Israel und Iran ist nur eines gewiss: die Ungewissheiten von US-Präsident Donald Trump. Seit Monaten verkündet Trump im Wechsel neue Angriffe und Drohungen – oder eben angebliche Deals und Durchbrüche . So auch dieser Tage. Noch am Donnerstagmorgen sprach Trump von einem neuen Angriff, am Abend dann prahlte er, er habe »den Krieg mit Iran beendet«.
Angeblich könnte bereits am Wochenende ein Abkommen unterschrieben werden. Alle Parteien stimmten zu, inklusive der höchsten Riegen in der Führung der Islamischen Republik, so Trump. In Teheran war man dann eilig dabei zu dementieren: »Nichts« sei final, die Behauptungen aus den USA »rein spekulativ«, hieß es aus dem iranischen Außenministerium.
Allerdings hatte Trump schon mehrere Male behauptet, ein Deal mit Iran sei nahe – der US-Fernsehsender CNN zählte genau 39 Mal zwischen Mitte März und Anfang Juni.
Nun heißt es jedoch von Pakistans Premierminister auf X : »Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde«. Ein Frieden sei noch nie so greifbar gewesen wie jetzt. Ist die Einigung also tatsächlich nahe? Oder eben noch lange nicht »final«? Ein Überblick über die wichtigsten Aussagen.
Was Trump sagt
Der US-Präsident geht von einem baldigen Rahmenabkommen zwischen den Kriegsparteien aus. »Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit Iran erzielt«, behauptete er am Donnerstag. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Angeblich sei man sich einig, dass Iran »niemals« eigene Nuklearwaffen besitzen werde. Auch die Straße von Hormus werde wieder geöffnet. Damit würden die seit Wochen anhaltende Blockade der Seewege durch Iran und die US-Blockade iranischer Häfen enden. Die zu unterzeichnende Einigung sei »in einer ziemlich finalen Form«, so Trump, die gesamte Region sei »happy«.
Am Freitagmorgen (Ortszeit) war er schon wieder weniger happy. Auf seinem Netzwerk Truth Social nannte er jüngste Äußerungen der Iraner »schwach und erbärmlich«. Man könne mit ihnen keine guten Deals abschließen. Die Bedingungen, die die staatliche Nachrichtenagentur Irna veröffentlichte, hätten »NICHTS mit den Bedingungen zu tun, die schriftlich vereinbart wurden«.
Was genau hat den US-Präsidenten so aufgebracht?
Was Iran sagt
Tatsächlich äußerte sich die iranische Regierung zuletzt wohlwollend – aber längst nicht in dem Maße, wie es Trump behauptet. Ein Verhandlungsabschluss war demnach in Aussicht, sicher sei das aber nicht, heißt es aus der Islamischen Republik. So sei der Hauptteil des Verhandlungstextes »überwiegend finalisiert« gewesen, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmaeil Baqaei am Donnerstagabend: »Aber die Amerikaner waren gierig und meldeten ständig neue Ansprüche an.«
Am Freitag änderte der iranische Außenminister Abbas Araghchi den Ton jedoch: Ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA sei in greifbarer Nähe. »Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss«, schrieb Araghchi auf X . »Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten«.
Zugleich kolportieren iranische Medien erstmals Inhalte aus dem angeblichen Verhandlungstext. Demnach umfasst er 14 Punkte, auf die sich Washington und Teheran, laut iranischen Aussagen, bereits vor einiger Zeit verständigt hatten, bevor die US-Seite neue Punkte hinzufügen wollte. Neben einer sofortigen Waffenruhe – auch für den Libanon – war man sich demnach einig in der Aufhebung der gegenseitigen Blockaden und bei einer Zeitspanne von 60 Tagen, binnen denen ein tiefergehender Vertrag erarbeitet werden soll. Andere Punkte, wie ein 300 Milliarden Dollar umfassender Wiederaufbauplan durch die USA und ihre Verbündeten, klingen fragwürdiger.
Über den 60-Tage-Plan hatte am Freitag auch die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet. Demnach sollen in der Periode drei Fragen geklärt werden: Was mit dem iranischen Nuklearprogramm geschehen soll, wie Sanktionen aufgehoben werden und wie mit Kompensationen für Kriegsschäden umgegangen wird. Aber, so Offizielle laut Irna: »Endgültige Verhandlungen (darüber, d. Red) werden nicht beginnen, bevor nicht die Hälfte der eingefrorenen iranischen Gelder und die Ölsanktionen aufgehoben sind.«
Was Israel sagt
Auch der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu sagt, dass eine Einigung mit Iran auf dem Weg sei – inklusive einer Klärung der Atomfrage. In den Worten des Premiers klang das am Freitag jedoch eher wie eine Drohung: »Solange ich Premierminister von Israel bin, wird Iran keine Nuklearwaffen besitzen«, sagte Netanyahu. Mit Trump sei er sich in dieser Frage einig.
Der Angriff Israels und der USA auf Iran begann am 28. Februar. Nach heftigen Bombardements in der gesamten Region gilt seit gut zwei Monaten eigentlich eine Waffenruhe – dennoch kam es immer wieder zu gegenseitigem Beschuss, zuletzt in der Nacht zum Donnerstag. Wie schnell ein Rahmenabkommen zwischen den Konfliktparteien zustande kommt, galt daher immer wieder als unklar. Die Positionen, vor allem zwischen Iran und den USA, lagen immer wieder deutlich auseinander. Zentraler Konfliktpunkt ist Irans Atomprogramm und der Umgang mit dem hochangereicherten Uran des Landes, das nach Befürchtungen der israelischen Regierung für den Bau einer Atombombe genutzt werden könnte.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
A framework agreement will be signed within the next month.
Möglich · Innerhalb von Monaten
Further escalation of conflict if no agreement is reached.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Offene Fragen
- Will Iran's nuclear program be resolved?
- Will sanctions be lifted?
- What are the exact terms of the agreement?




