Newsgather
BackUS-Zölle auf Waren aus Zwangsarbeit
US-Zölle auf Waren aus Zwangsarbeit
In Entwicklung
Spiegel Wirtschaft03.06.2026Business1 dk okumaGermany

US-Zölle auf Waren aus Zwangsarbeit

Auf einen Blick

  • Die USA planen zusätzliche Zölle von 10-12,5% auf Waren aus Ländern, die Zwangsarbeit nutzen.
  • Einwände sind bis 6.
  • Juli möglich, eine Anhörung folgt am 7.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die US-Regierung plant die Einführung von zusätzlichen Zöllen auf Waren, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden. Dies betrifft eine breite Palette von Ländern und soll ungleichen Wettbewerbsbedingungen entgegenwirken. Zuvor hatte ein Berufungsgericht eine Entscheidung einer unteren Instanz ausgesetzt, die Trumps temporäre Zölle als rechtswidrig eingestuft hatte.

Schriftgröße

Demnach müssen etwa die Europäische Union (EU), Großbritannien und die Schweiz, aber auch Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.

Die Zölle sollen nicht sofort in Kraft treten. Stattdessen können zunächst Einwände bis zum 6. Juli geltend gemacht werden, am 7. Juli soll dann eine Anhörung stattfinden.

Der Trump-Regierung geht es bei der Maßnahme weniger um die Durchsetzung von Menschenrechten als um einen eigenen Vorteil. »Es ist inakzeptabel, dass unsere wichtigsten Handelspartner nichts gegen die Einfuhr von Waren unternehmen, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden«, teilte Greer mit. »Dies führt dazu, dass US-Arbeitnehmer gezwungen sind, weltweit unter ungleichen Wettbewerbsbedingungen zu konkurrieren. Wir werden diese Ungleichheit nicht länger hinnehmen.«

Der US-Handelsbeauftragte stützt sich nach eigener Auskunft auf eine Untersuchung, die am 12. März begann. Es gehe darin um das »Versäumnis verschiedener Volkswirtschaften, ein Einfuhrverbot für Waren, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden, zu erlassen und wirksam durchzusetzen«.

Im juristischen Tauziehen um seine umstrittene Zollpolitik hatte US-Präsident Donald Trump Mitte Mai einen Etappensieg errungen. Ein Berufungsgericht setzte die Entscheidung einer unteren Instanz vorläufig aus, das Trumps temporäre Zölle auf Einfuhren aus der ganzen Welt als rechtswidrig eingestuft hatte. Importeure müssen nun zunächst weiter die Abgaben in Höhe von 10 Prozent zahlen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Einwände gegen die Zölle werden bis zum 6. Juli eingereicht.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Eine Anhörung zu den Zöllen findet am 7. Juli statt.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Tagen

  • Die zusätzlichen Zölle treten nach der Anhörung und Prüfung der Einwände in Kraft.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Welche spezifischen Waren und Länder sind am stärksten von den Zöllen betroffen?
  • Wie werden die betroffenen Länder auf die Zölle reagieren?
  • Welche Auswirkungen werden die Zölle auf die globale Lieferkette haben?
  • Werden die Zölle tatsächlich zur Verbesserung der Menschenrechtslage beitragen oder primär wirtschaftlichen Interessen dienen?

Verwandte Themen

This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

Ähnliche Meldungen

Italo-Einstieg in Deutschland: Gewerkschaft und Bahn warnen vor "Rosinenpickerei"
In Entwicklung·18 dk önce

Italo-Einstieg in Deutschland: Gewerkschaft und Bahn warnen vor "Rosinenpickerei"

Die Eisenbahngewerkschaft EVG und die Deutsche Bahn äußern Bedenken bezüglich des geplanten Markteintritts des italienischen Bahnkonzerns Italo in Deutschland. Sie befürchten, dass Italo nur lukrative Strecken bedienen und damit das bestehende System der Querfinanzierung für weniger rentable Linien zerstören könnte, was negative Folgen für kleinere Städte und deren Anwohner hätte.

Süddeutsche Zeitung
Mehr zu diesem ThemaZölle