USA greifen nach Schiffsangriff Ziele im Iran an
Auf einen Blick
- Nach einem Drohnenangriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus haben die USA Vergeltungsangriffe auf iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen geflogen.
- Iranische Berichte meldeten Explosionen in der Stadt Sirik.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Nach einem Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus haben die USA Vergeltungsangriffe auf iranische Ziele geflogen. Zuvor hatte US-Präsident Trump den Iran der Aggression beschuldigt.
Nach einem Angriff auf ein Frachtschiff am Donnerstag haben die USA nach Armeeangaben als Vergeltung Ziele in Iran angegriffen.
Bei den Angriffen seien iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste ins Visier genommen worden, teilte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom am Freitag mit. Die "unbegründete Aggression" gegen das Handelsschiff sei "eindeutig" ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.
Wenige Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seinem Social-Media-Kanal entsprechende Drohungen an Iran veröffentlicht. Seinen Angaben nach startete der Iran mindestens vier Drohnenangriffe gegen Schiffe in der Straße von Hormus. Eine der Drohnen habe ein Frachtschiff getroffen, das seine Fahrt trotz Schadens fortsetzen konnte. Die Attacken seien »offensichtlich ein törichter Verstoß gegen unsere Waffenruhe-Vereinbarung«, schrieb Trump.
Aus der iranischen Stadt Sirik wurden iranischen Berichten zufolge in der Nacht zu Samstag Explosionsgeräusche gemeldet. Das berichteten unter anderem das Staatsfernsehen Irib und der Sender Press TV. Die Stadt in der Provinz Hormusgan liegt am Persischen Golf nahe der Straße von Hormus und war bereits in der Vergangenheit immer wieder Ziel von US-Angriffen
Am Donnerstag war ein Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus bekanntgeworden. Nach Angaben des US-Militärs traf der Iran das unter singapurischer Flagge fahrende Handelsschiff mit einer Drohne, als dieses die Straße von Hormus entlang der omanischen Küste verließ.
Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte mit, ein «unbekanntes Projektil» habe die Brücke des Schiffes beschädigt. Der Vorfall vor der Küste des Omans ereignete sich wenige Stunden, nachdem Irans Revolutionsgarden gewarnt hatten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien.
Washington und Teheran hatten sich jüngst auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs und Wiederöffnung der Straße von Hormus geeignet. Nach den jüngsten Angriffen war zunächst unklar, was daraus sowie aus noch anstehenden tiefergehenden Verhandlungen nun wird. Bei diesen sollte es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm gehen.
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran sind wahrscheinlich.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen
Die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm werden durch die jüngsten Ereignisse erschwert.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie wirken sich die Angriffe auf die laufenden Verhandlungen aus?
- Wird es weitere Vergeltungsmaßnahmen geben?
- Wer ist für den ursprünglichen Angriff auf das Frachtschiff verantwortlich?


