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USA starten neue Luftangriffe auf Iran – Dax gibt nach
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USA starten neue Luftangriffe auf Iran – Dax gibt nach

Auf einen Blick

  • Die USA haben nach iranischen Angriffen auf Tanker neue Luftangriffe gestartet und Sanktionen verschärft.
  • Dies führt zu steigenden Ölpreisen und belastet die Märkte, obwohl der Dax zunächst nur leicht nachgibt.
  • Die US-Notenbank-Protokolle und IWF-Prognosen werden erwartet.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die USA haben nach iranischen Angriffen auf Tanker in der Straße von Hormus erneut Ziele im Iran bombardiert und Sanktionen wieder in Kraft gesetzt. Teheran verurteilte dies scharf und kündigte Vergeltungsmaßnahmen an. Ein zuvor unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen ist fragil.

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Die USA haben nach iranischen Attacken eine neue Welle von Luftangriffen gestartet. Erneute Sanktionen und steigende Ölpreise belasten die Märkte. Doch der Dax reagiert zunächst kaum. Laura Thalmeyer 08.07.2026 - 09:17 Uhr Artikel anhören

Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Getty Images, Montage

Düsseldorf. Der Dax startet am Mittwoch nach der erneuten Eskalation im Irankrieg mit rund einem Prozent im Minus. Die USA haben in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus erneut Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran verurteilte Washingtons Vorgehen umgehend als „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges und kündigte unter anderem Raketenangriffe auf den Golfstaat Bahrain an.

Der deutsche Aktienmarkt hatte am Dienstag seine Rekordserie beendet. Über den Tag hinweg gab der Leitindex kontinuierlich nach und beendete den Handel letztlich bei 25.465 Punkten und einem Minus von knapp 1,4 Prozent. Auch an der Wall Street ging es bergab. Ein Ausverkauf bei Chip-Werten setzte den Aktien zu.

Steigende Ölpreise belasten Märkte

Die neue Eskalation in Nahost ließen die Versorgungsängste am Ölmarkt wieder aufflammen. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI für die Lieferung im September stiegen am Mittwoch in der Spitze um 3,5 Prozent auf 76,75 beziehungsweise 72,92 Dollar je Fass.

Investoren fürchten, dass die Lieferungen aus dem Nahen Osten erneut unterbrochen werden könnten.

Die aktuelle Entwicklung erinnere den Markt daran, wie fragil die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nach wie vor sei, sagte Saul Kavonic, Forschungsleiter bei MST Marquee. Sollten die Spannungen anhalten und der Schiffsverkehr auf der für den Öltransport wichtigen Wasserstraße unter 50 Prozent des Vorkriegsniveaus bleiben, könnten die daraus resultierenden Angebotsengpässe wieder höhere Ölpreise begünstigen, prognostizierte der Experte.

Die USA und der Iran hatten im vergangenen Monat ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das eigentlich Verhandlungen über einen dauerhaften Frieden ermöglichen sollte. Diese waren jedoch in der vergangenen Woche ohne Fortschritte beendet worden. Die seit Beginn des Krieges stark gestiegenen Ölpreise waren in den vergangenen Wochen auf das Vorkriegsniveau zurückgefallen.

Fed-Sitzungsprotokolle erwartet

In den Fokus dürften auch die Protokolle der ersten Zinssitzung der US-Notenbank unter Leitung des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh rücken. Sie werden am Abend veröffentlicht. Börsianer hoffen auf Einblicke in die internen Diskussionen über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed.

Kevin Warsh: Kevin Warsh ist seit dem 22. Mai offiziell neuer Chef der US-Notenbank Federal Reserve. Foto: REUTERS

Die Währungshüter hatten den Leitzins im Juni konstant gehalten, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf avisiert.

Wie sehr der Irankrieg die Wirtschaft bremst und wie stark er die Inflation anheizt, könnte eine neue Prognose für die Weltwirtschaft zeigen, die der Internationale Währungsfonds (IWF) veröffentlichen will. Die Wirtschaft in Deutschland dürfte 2026 und 2027, angeschoben von staatlichen Investitionen, deutlicher wachsen als in den vergangenen Jahren.

Blick auf die Einzelwerte:

Tui: Mit Beginn der Ferienzeit zieht die Nachfrage bei einigen Reiseveranstaltern und Airlines an. „Das Last-Minute-Geschäft für den Sommer gewinnt deutlich an Dynamik“, teilte Konkurrent Alltours am Dienstag mit. Ein Wachstumstreiber sei die Türkei mit einem Anstieg der Buchungen um mehr als 50 Prozent. Die Aktien des Reiseveranstalters Tui sinken dennoch um 1,6 Prozent.

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Lufthansa: Nach einer Verkaufsempfehlung der Citigroup geht es für die Aktien der Lufthansa bergab. Im Frankfurter Handel verlieren die Titel 5,5 Prozent und bilden damit das Schlusslicht im MDax. Die Analysten der Citi haben die Lufthansa auf „Sell“ von „Neutral“ heruntergenommen.

Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters und dpa.

Mehr: Ölexperten rechnen mit Überangebot: Sind sie zu optimistisch?

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Anhaltende Spannungen könnten Ölpreise über 76,75 USD/Barrel treiben.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Fed-Protokolle könnten geldpolitische Straffung andeuten.

    Möglich · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Wie wird der Iran auf die neuen Angriffe reagieren?
  • Werden die Spannungen den Öltransport weiter beeinträchtigen?
  • Welche weiteren Sanktionen werden die USA verhängen?

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