USA und Iran stehen vor Verlängerung der Feuerpause
Auf einen Blick
- Die USA und der Iran stehen kurz vor einer 60-tägigen Verlängerung ihrer Feuerpause.
- Vermittler berichten von Fortschritten in den Verhandlungen, während Pakistan eine Schlüsselrolle spielt.
- Gleichzeitig warnen beide Seiten vor Eskalation.
KI-generierte Zusammenfassung
Anna Lena Stahl
Blatt: USA und Iran stehen vor Verlängerung der Feuerpause
Die USA und der Iran stehen einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor einer Verlängerung ihrer Feuerpause um 60 Tage. Das berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Vermittler.
Anna Lena Stahl
Iran und USA signalisieren Annäherung
Im Streit mit dem Iran gibt es nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio positive Signale. „Es sind einige Fortschritte erzielt worden, auch während ich jetzt zu Ihnen spreche, wird daran gearbeitet“, sagt Rubio vor Journalisten bei einem Besuch in Neu-Delhi. Es bestehe die Möglichkeit, dass die USA sich in Kürze dazu äußern. „Ob das nun später am Tag, morgen oder in ein paar Tagen ist, wir werden vielleicht etwas dazu sagen können.“
Auch der Iran sieht in den Verhandlungen mit den USA Anzeichen für eine Annäherung. Nach weiteren Gesprächen von Pakistans Armeechef Asim Munir in Teheran sprach das iranische Außenministerium von „kleiner werdenden Differenzen“. Pakistan tritt in dem Konflikt als Vermittler auf.
Anna Lena Stahl
Libanesische Hisbollah: Iran sichert weitere Unterstützung zu
Die libanesische Hisbollah teilt mit, sie habe eine Botschaft des iranischen Außenministers Abbas Aragtschi erhalten, wonach der Iran seine Unterstützung für die Gruppe nicht aufgeben werde. In einer Erklärung fügt die Miliz hinzu, Teherans jüngster Vorschlag zur Beendigung des Iran-Krieges bekräftige die Forderung, den Libanon in ein mögliches Waffenstillstandsabkommen einzubeziehen. Der Vorschlag sei durch pakistanische Vermittlung übermittelt worden.
Anna Lena Stahl
Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte werfen Israel Misshandlungen vor
Nach dem Stopp einer Hilfsflotte für den Gazastreifen haben festgesetzte Aktivisten schwere Misshandlungsvorwürfe gegen israelische Sicherheitskräfte erhoben. Aktivisten, die sich an dem Versuch beteiligten, mit Schiffen die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, berichteten der Nachrichtenagentur AP von Misshandlungen durch israelische Soldaten, Schlägen, dem Einsatz von Elektroschockern und scharfen Hunden.
Hinter der Schiffs-Aktion steht die Global Sumud Flotilla. Die Organisation hatte bereits im vergangenen Jahr versucht, den Gazastreifen mit Schiffen zu erreichen, um dort Hilfsgüter abzuliefern.
Anna Lena Stahl
Israel und Hamas werfen sich Bruch der Waffenruhe vor
Die islamistische Hamas im Gazastreifen wirft Israel vor, die Vereinbarungen für eine Waffenruhe zu verletzen. Hamas-Sprecher Hasem Kassem begründete dies mit israelischen Militäreinsätzen in den vergangenen Tagen. Die Bombardierung von Wohnhäusern im Gazastreifen und die damit einhergehende Flucht der Bevölkerung stehe im Widerspruch zu den Vereinbarungen. Israel und die Hamas werfen sich gegenseitig vor, eine seit Oktober 2025 geltende Waffenruhe zu verletzen.
Miryam Schkljar
Frankreich verhängt Einreiseverbot gegen israelischen Polizeiminister
Frankreich verhängt ein Einreiseverbot gegen den israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir. Dies teilt Außenminister Jean-Noel Barrot mit und begründet den Schritt mit dem Vorgehen gegen Aktivisten der Gaza-Flottille. „Ab heute ist Itamar Ben-Gvir die Einreise in französisches Staatsgebiet untersagt“, schreibt Barrot auf der Plattform X. Gemeinsam mit seinem italienischen Amtskollegen fordere er die Europäische Union auf, ebenfalls Sanktionen gegen den rechtsextremen Ben-Gvir zu verhängen, erklärt er weiter. Ben-Gvir hatte pro-palästinensische Aktivisten erniedrigend behandelt und verhöhnt.
Miryam Schkljar
Fünf Polizisten bei israelischem Angriff im Gazastreifen getötet
Bei einem israelischen Angriff auf einen Polizeiposten im Norden des Gazastreifens werden fünf Polizisten getötet. Mehrere weitere Menschen seien bei dem Vorfall nahe dem Viertel Scheich Radwan verletzt worden, teilt die dortige Polizeidirektion mit. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor.
Anna Lena Stahl
Iran warnt USA vor Wiederaufnahme der Kampfhandlungen
Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warnt die USA vor einer Wiederaufnahme des Krieges. Der Iran werde bei den Rechten seiner Nation und seines Landes keine Kompromisse eingehen, sagt Ghalibaf dem pakistanischen Armeechef bei einem Treffen in Teheran laut einem Bericht des Staatsfernsehens. Die iranischen Streitkräfte hätten ihre Fähigkeiten während der Waffenruhe wiederaufgebaut, erklärt er weiter. Sollten die USA „törichterweise den Krieg wieder aufnehmen“, wären die Konsequenzen „noch vernichtender und bitterer“.
Anna Lena Stahl
Pakistanischer Armeechef berät in Teheran mit iranischer Staatsspitze
Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf trifft sich in Teheran mit dem pakistanischen Armeechef Asim Munir. Die Gespräche seien Teil der laufenden diplomatischen Bemühungen angesichts der regionalen Spannungen, berichten iranische Staatsmedien. Munir kommt bei seinem Besuch im Iran zudem mit Präsident Massud Peseschkian im Beisein von Außenminister Abbas Aragtschi zusammen.
Anna Lena Stahl
Israels Armee meldet Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mehrere Stellungen der libanesischen Hisbollah-Miliz angegriffen und zerstört. Wie das Militär auf der Plattform X mitteilte, wurde dabei eine unterirdische Anlage der Hisbollah im Gebiet der Bekaa-Ebene getroffen. Diese sei zur Herstellung von Waffen genutzt worden, die gegen israelische Zivilisten und Soldaten eingesetzt werden sollten.
Zudem griff die Armee Standorte der Hisbollah in der südlibanesischen Küstenstadt Tyros an, die rund 20 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel liegt. Hisbollah-Kämpfer hätten von dort aus Angriffe gegen Soldaten geplant und ausgeführt, hieß es. Wie die Armee weiter mitteilte, wurde am Freitag ein Versuch vereitelt, mit Hilfe einer Drohne acht Pistolen und Magazine nach Israel zu schmuggeln. Die Drohne sei abgefangen worden. Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Miryam Schkljar
Libanon: Sechs Sanitäter bei israelischen Angriffen getötet
Bei israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums binnen 24 Stunden sechs Sanitäter getötet worden. Das Ministerium verurteilte die Vorfälle am Freitag als Verletzung des Völkerrechts. In der Nacht zum Freitag seien in der Ortschaft Hanaway vier Rettungskräfte der Islamischen Gesundheitsorganisation ums Leben gekommen.
Am Freitagmorgen hat ein weiterer israelischer Angriff in Deir Kanun en-Nahr zwei Sanitäter der Al-Rissala-Pfadfinderorganisation getötet. Insgesamt seien in Deir Kanun en-Nahr sechs Menschen gestorben, darunter ein syrisches Kind.
Das israelische Militär teilte zu dem Vorfall in Hanaway mit, es habe Infrastruktur der Hisbollah angegriffen, in der sich Kämpfer der Miliz aufgehalten hätten. In Deir Kanun en-Nahr hätten Soldaten zwei Hisbollah-Kämpfer auf Motorrädern identifiziert und attackiert. In beiden Fällen prüfe das Militär Berichte, wonach Unbeteiligte zu Schaden gekommen seien. Man habe Maßnahmen ergriffen, um zivile Opfer zu vermeiden, unter anderem durch Evakuierungsaufrufe.
Lydia Wolter
USA erwägen offenbar weitere Angriffe gegen Iran
Die USA ziehen Medienberichten zufolge weitere Angriffe auf den Iran in Betracht. Laut dem Nachrichtenportal „Axios“ habe US-Präsident Donald Trump sich am Freitagmorgen mit seinen engsten Beratern besprochen, um neue Militärschläge zu prüfen, falls die Gespräche mit Teheran ohne Ergebnis bleiben. Auch der US-Sender CBS meldete, dass mögliche neue Angriffe diskutiert würden. Eine endgültige Entscheidung sei bisher nicht gefallen.
Trump selbst erklärte am Freitag auf seiner Plattform Truth Social, er werde wegen „bestimmter Umstände“ nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. Details ließ der US-Präsident offen.
Jeanne Vesper
Iran äußert sich zurückhaltend zu Friedensgesprächen
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wird von der Agentur IRNA mit den Worten zitiert, Diplomatie brauche Zeit. Er deutet an, dass man noch nicht an einem Punkt sei, an dem eine Friedensvereinbarung greifbar sei. Die Differenzen zwischen dem Iran und den USA seien tief und signifikant. Nuklearfragen würden nicht diskutiert und es könne keine Einigung erzielt werden, wenn die USA versuchten, sich mit Details über hochangereichertes Uran im Iran zu befassen.
Jeanne Vesper
Rubio: Brauchen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus
US-Außenminister Marco Rubio hat beim Nato-Außenministertreffen in Schweden für einen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus geworben. Alle würden ein Abkommen mit dem Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio in Helsingborg. Falls sich der Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, und beschließe, sie zu kontrollieren und Mautgebühren für die Durchfahrt zu erheben, brauche man einen „Plan B“.
Der US-Außenminister verwies darauf, dass ein internationales Bündnis unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet. Zugleich betonter er: „Aber wir brauchen einen Plan B für den Fall, dass jemand schießt – wie öffnet man dann die Meerenge wieder?“ Er wisse nicht, ob das unbedingt eine Nato-Mission sein müsse, „aber es wären sicherlich Nato-Länder, die dazu beitragen können“.
Rubio hob dabei hervor, dass die USA nicht auf Hilfe von Verbündeten angewiesen seien: „Die Vereinigten Staaten könnten es tun, aber es gibt Länder, die Interesse daran bekundet haben, möglicherweise an so etwas teilzunehmen, falls es tatsächlich so weit kommt.“ Konkrete Länder nannte er dabei nicht.
Marco Rubio (r.): Er sprach beim Nato-Außenministertreffen in Schweden. Imago
Lara Dehari
Rubio sieht „leichte Fortschritte“ bei Iran-Gesprächen
US-Außenminister Marco Rubio sieht leichte Fortschritte bei den Gesprächen mit dem Iran. Es gebe „ein bisschen Bewegung, und das ist gut“, sagte Rubio am Freitag. Er wolle den Fortschritt aber nicht übertreiben. Die Gespräche liefen weiter. US-Präsident Donald Trump hatte zum Wochenstart erklärt, er habe auf Bitten von Verbündeten im Nahen Osten einen geplanten Angriff auf die Islamische Republik abgesagt, weil es „ernsthafte Verhandlungen“ gebe.
Jeanne Vesper
Deutschland und Partner warnen Israel vor Siedlungsbau im Westjordanland
Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien und Italien die israelische Regierung eindringlich vor einer Ausweitung ihrer Siedlungspolitik im Westjordanland gewarnt und die Gewalt durch Siedler verurteilt. Die Lage habe sich in den vergangenen Monaten erheblich verschlechtert, hieß es in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs. Die Politik der israelischen Regierung untergrabe die Stabilität und die Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung. „Das Völkerrecht ist unmissverständlich: Israelische Siedlungen im Westjordanland sind illegal.“
Insbesondere die Bauprojekte im sogenannten Gebiet E1, das zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim liegt, würden das Westjordanland zweiteilen und einen schwerwiegenden Bruch des Völkerrechts darstellen, hieß es in der Erklärung. Die vier Staaten warnten zudem Unternehmen vor einer Beteiligung an Bauausschreibungen. Die Staats- und Regierungschefs bekräftigten ihr Bekenntnis zu einer verhandelten Zwei-Staaten-Lösung.
Lara Dehari
Pakistans Armeechef reist nach Teheran
Inmitten neuer Verhandlungsbemühungen im Iran-Krieg reist Pakistans Armeechef Asim Munir nach Teheran. Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu besprechen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Munir solle die iranische Führung treffen. Zuvor hatten iranische Medien über die Reise berichtet.
Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt und gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Der pakistanische Innenminister und Vertraute von Munir, Mohsin Naqvi, ist bereits in Teheran. Er habe sich dort in den vergangenen Tagen mehrfach mit dem iranischen Außenminister Abbas Aragtschi zum Austausch getroffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.
Jeanne Vesper
Israels Botschafter fordert nach Iran-Anklage Konsequenzen
Nach der Anklage der Bundesanwaltschaft gegen einen Mann, der im Auftrag des Irans Juden und Freunde Israels in Deutschland für Mord- und Brandanschläge ausgespäht haben soll, fordert Israels Botschafter Ron Prosor Konsequenzen. „Der iranische Terror bedroht längst nicht mehr nur den Nahen Osten, sondern auch die Sicherheit in Deutschland und Europa“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Das verlangt eine harte Antwort aus Berlin, die international koordiniert werden sollte.“
Die Anklage war am Donnerstag bekanntgeworden. Die Karlsruher Behörde wirft einem Dänen mit afghanischen Wurzeln geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Mitangeklagt ist ein mutmaßlicher Komplize, der dem verdächtigten Spion seine Unterstützung für eine mögliche Anschlagsvorbereitung zugesagt haben soll. Unter den Ausgespähten waren den Angaben zufolge der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck. Dies verdeutliche „die erschreckende Dimension des Staatsterrors der Mullahs“, sagte Prosor.
Hier wurden keine Israelis ins Visier genommen, sondern gezielt deutsche Staatsbürger aus der Mitte der deutschen Zivilgesellschaft. Ron Prosor, israelischer Botschafter
Anna Lena Stahl
Rutte: „Wo immer wir helfen können, werden wir da sein“
Nato-Generalsekretär Mark Rutte schließt eine Bündnis-Unterstützung des geplanten Militäreinsatzes zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht aus. „Wo immer wir helfen können, werden wir da sein“, sagte der Niederländer bei einem Treffen der Außenminister der Bündnisstaaten in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. Die freie Schifffahrt in der vom Iran blockierten Meerenge liege im Interesse aller Alliierten.
US-Außenminister Marco Rubio sagte mit Blick auf die laufenden Gespräche zur Lösung des Konflikts mit dem Iran, es habe zuletzt leichte Fortschritte gegeben. „Ich will das nicht übertreiben, aber es hat ein wenig Bewegung gegeben, und das ist gut.“
Lukas Bay
Iran: 35 Schiffe passieren Straße von Hormus
Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert haben. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, zitierte der iranische staatliche Rundfunk eine Mitteilung der Streitkräfte. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe.
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen





