USA: Zwei Männer wegen KI-Deepfakes angeklagt
Auf einen Blick
- Zwei Männer wurden in New York wegen der Erstellung von KI-Deepfake-Pornografie angeklagt.
- Dies ist die erste Anklage nach dem "Take It Down Act", der die Verbreitung intimer Bilder ohne Zustimmung unter Strafe stellt.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
In den USA ist die Erstellung und Verbreitung von Deepfakes ohne Zustimmung seit letztem Jahr eine Straftat. Zwei Männer wurden nun in New York angeklagt, da sie KI-generierte Deepfake-Pornografie von prominenten Frauen erstellt haben sollen.
In den USA ist die Veröffentlichung von Deepfakes ohne Zustimmung der Betroffenen seit vergangenem Jahr eine Straftat. Nun sollen sich zwei Männer vor einem Bundesgericht in New York dafür verantworten.
22.05.2026, 10.14 Uhr
Die Bundesstaatsanwaltschaft in New York hat zwei Männer angeklagt, die mithilfe von KI Deepfake-Pornografie von prominenten Frauen erstellt haben sollen. Grundlage für diesen Schritt ist ein im vergangenen Jahr erlassenes Gesetz, das die Verbreitung von intimen Bildern ohne Zustimmung der Betroffenen zu einer Straftat nach Bundesrecht erklärt.
Einer Mitteilung der Behörden zufolge handelt es sich um einen 51-Jährigen und einen 20-Jährigen, offenbar stehen beide nicht miteinander in Verbindung. Vorgeworfen wird ihnen der Mitteilung zufolge die Erstellung und Verbreitung von durch KI erstellten Bildern, die online Millionen von Aufrufen erzielt haben sollen. Staatsanwalt Joseph Nocella erklärte, die beiden hätten »modernste digitale Technologie eingesetzt, um Bilder zu erstellen, die Dutzende Frauen erniedrigten und missbrauchten«. Der Fall verdeutliche, »dass das Veröffentlichen von Deepfake-Pornografie kein Kavaliersdelikt ist«.
Die Männer gehören zu den ersten, gegen die Anklage nach dem »Take It Down Act« erhoben wurde. Das Gesetz sieht nicht nur strengere Strafen für die Veröffentlichung von KI-generierten Deepfakes vor, sondern auch für sogenannte Rachepornos. Das Gesetz erhielt parteiübergreifende Unterstützung. Im vergangenen Monat war ein Mann aus Ohio als erste Person verurteilt worden , nachdem er sich schuldig bekannt hatte, KI zur Erzeugung von Material mit sexuellem Kindesmissbrauch eingesetzt zu haben.
In Europa gilt die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt . Sie beinhaltet das Verbot auch von »Cybergewalt«, wie der nicht einvernehmlichen Weitergabe von intimen Bildern, einschließlich Deepfakes. In Deutschland ist die Richtlinie allerdings bisher nicht in nationales Recht übertragen worden. Dafür hat die Bundesrepublik noch bis zum Sommer kommenden Jahres Zeit. Im März kündigte Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) entsprechende Verschärfungen im Strafrecht und mehr Rechte für Geschädigte an.
sol/AP
Worauf zu achten ist
KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten
Weitere Anklagen nach dem "Take It Down Act" werden in den USA folgen.
Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Deutschland wird die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen bis zur Frist im Sommer 2027 in nationales Recht umsetzen.
Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten
Offene Fragen
- Wie viele Frauen genau betroffen sind.
- Welche Strafen die Angeklagten erwarten.
- Ob die beiden Angeklagten tatsächlich miteinander in Verbindung stehen.
- Wann die EU-Richtlinie in Deutschland in nationales Recht umgesetzt wird.





