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Villasimius: Strand an der Punta Molentis nur noch gegen Gebühr
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FAZ11.06.2026Welt2 dk okumaGermany

Villasimius: Strand an der Punta Molentis nur noch gegen Gebühr

Auf einen Blick

  • Die Stadt Villasimius auf Sardinien hat nach einem Brand drastische Maßnahmen ergriffen, um den Massentourismus am Strand Punta Molentis einzudämmen.
  • Der Zugang ist nun kostenpflichtig, Reservierungen sind verpflichtend und die Nutzung von Sonnenschirmen ist stark eingeschränkt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Nach einem verheerenden Brand im Juli 2025 hat die Stadtverwaltung von Villasimius auf Sardinien drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Massentourismus am beliebten Strand Punta Molentis ergriffen. Die Maßnahmen sollen das ökologische Gleichgewicht und die Sicherheit der Badegäste gewährleisten.

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Nach einem verheerenden Brand im vergangenen Juli hat die Stadtverwaltung von Villasimius im äußersten Südosten Sardiniens drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Massentourismus ergriffen. Der beliebte Strand an der Punta Molentis ist seit dem 6. Juni nur noch für einen Eintrittspreis von zehn Euro pro Person zwischen 8 und 20.30 Uhr geöffnet. Die vorherige Reservierung eines Platzes am Strand ist verpflichtend. Zudem wird die Verwendung von Sonnenschirmen auf ein Stück pro Familie mit Kindern unter zehn Jahren beschränkt. Auch Pensionäre dürfen jeweils einen Sonnenschirm auf dem Sandstrand aufstellen.

Behinderte und eine Begleitperson müssen keinen Eintritt bezahlen und fallen auch nicht unter die übrigen Beschränkungen. Personen zwischen zehn und 65 Jahren dürfen zum Schutz vor der Sonne keine Schirme aufstellen. Grundsätzlich verboten sind auch Sonnensegel und Baldachine. Die Maßnahmen sollen bis Ende Oktober gelten.

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Der Bürgermeister begründete die Maßnahme mit dem ökologischen Gleichgewicht

Das Rathaus unter Führung von Bürgermeister Gianluca Dessì begründete die Entscheidung mit der Verpflichtung der Gemeinde, das empfindliche ökologische Gleichgewicht an der Bucht und an dem von Macchia umgebenen Strand zu bewahren. Den Strand bewirtschaftet nun ein gemeindeeigenes Unternehmen. Patrouillen der Stadtpolizei kontrollieren dreimal täglich, ob der Erlass des Bürgermeisters eingehalten wird.

Bei dem Brand am 27. Juli 2025 gingen Dutzende Autos von Badegästen in Flammen auf, gut hundert Hektar Wald und Macchia verbrannten. Die von dem Feuer eingeschlossenen Strandbesucher mussten über das Meer in Sicherheit gebracht werden. In der Verordnung begründete der Bürgermeister die „unerlässlichen Maßnahmen“ mit dem „Schutz der Umwelt, dem Erhalt fragiler Lebensräume und der Sicherheit der Badegäste“, um damit auch „das Erbe künftiger Generationen zu bewahren“.

In den sozialen Medien und bei potentiellen Urlaubern stieß die Verordnung überwiegend auf Kritik und Unverständnis. Ob man sich einen Opa oder ein Kind „mieten“ müsse, um sich vor Hitze und gefährlichen UV-Strahlen zu schützen, hieß es in einem Kommentar auf der Facebook-Seite der Gemeinde Villasimius. Einige Besucher der Seite riefen zum Boykott des Strandes an der Punta Molentis auf. Andere empfahlen, sich frei zugängliche Strände auszusuchen, wo sie sich zudem vor der Sonne schützen könnten.

Offene Fragen

  • Wie wird die Einhaltung der Sonnenschirmregelung kontrolliert?
  • Welche Auswirkungen haben die Maßnahmen auf die lokale Wirtschaft?
  • Gibt es Pläne, ähnliche Maßnahmen auf andere Strände auszuweiten?

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This article was originally published by FAZ.

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