Volksbank Brawo bestellt Heiner Arnoldi zum dritten Vorstand
Auf einen Blick
- Die Volksbank Brawo hat Heiner Arnoldi zum dritten Vorstand ernannt, um die Restrukturierung und Sanierung voranzutreiben.
- Arnoldi war zuvor Sonderbeauftragter der Bafin.
- Die Bank steht wegen ihrer abweichenden Geschäftsstrategie mit zahlreichen Tochtergesellschaften in der Kritik.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Die Volksbank Brawo steht wegen ihrer von klassischen Regionalbanken abweichenden Geschäftsstrategie mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Beteiligungen in der Kritik. Der frühere Vorstandschef wurde freigestellt.
Frankfurt. Der Aufsichtsrat der Volksbank Brawo hat Heiner Arnoldi zum dritten Vorstand des Instituts bestellt. Vor wenigen Wochen war der damalige Vorstandschef Jürgen Brinkmann wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Ausrichtung der Gruppe freigestellt worden.
Arnoldi soll künftig die „erforderliche Restrukturierung vorantreiben und damit maßgeblich zur Sanierung beitragen“, wie es in einer Mitteilung am Dienstag hieß. Er war zuletzt Sonderbeauftragter der Finanzaufsicht Bafin bei der Volksbank Düsseldorf Neuss.
Früheren Angaben des Instituts zufolge gab es darüber hinaus Pläne, vorsorglich bei der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) einen Antrag auf Deckungsmaßnahmen zu stellen.
Die Geschäftsstrategie der Volksbank Brawo hatte in der genossenschaftlichen Branche zunehmend für Kritik gesorgt, weil sie stark vom klassischen Modell genossenschaftlicher Regionalbanken abweicht. So ist die Bank mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Beteiligungen – darunter Fitnessstudios, Restaurants und Villen auf Mallorca – eine Ausnahmeerscheinung im Genossenschaftssektor.
Insgesamt gehören zur Volksbank Brawo gut 400 Töchter und Beteiligungen. Dazu zählen mehrere Immobilienprojektgesellschaften, die weit außerhalb des ursprünglichen Geschäftsgebiets tätig sind, beispielsweise in Berlin, Hamburg und Münster. Normalerweise konzentrieren sich die Volksbanken auf das Kredit- und Einlagengeschäft in ihrem regionalen Geschäftsgebiet.
Offene Fragen
- Wie wird sich die Restrukturierung auswirken?
- Welche Tochtergesellschaften sind betroffen?




