Eilmeldung
DESelenskyj hofft auf Erfolg beim Nato-Gipfel nach russischem AngriffPLOgromny pożar lasu we Francji. Tysiące ewakuowanych, pomoc z UEARرئيس الوزراء الروسي ميشوستين: نمو الصناعة التحويلية بنسبة 1% في 2026INPune Schools and Colleges to Remain Open on July 7 Amidst Heavy MonsoonGLOBALFrenchman Convicted of Wife's Murder Confesses from PrisonGLOBALFIFA Rejects Belgian Appeal on Balogun's Eligibility for World Cup GameDENorwegens WM-Erfolg sorgt für Neid und alte Rivalitäten in SchwedenCN我国建成首套高精度圆度基准装置INTrump Asked FIFA to Review Balogun's Red Card, Suspension LiftedRUДрон ВСУ ударил по рынку Токмака, погибли пять человекDESelenskyj hofft auf Erfolg beim Nato-Gipfel nach russischem AngriffPLOgromny pożar lasu we Francji. Tysiące ewakuowanych, pomoc z UEARرئيس الوزراء الروسي ميشوستين: نمو الصناعة التحويلية بنسبة 1% في 2026INPune Schools and Colleges to Remain Open on July 7 Amidst Heavy MonsoonGLOBALFrenchman Convicted of Wife's Murder Confesses from PrisonGLOBALFIFA Rejects Belgian Appeal on Balogun's Eligibility for World Cup GameDENorwegens WM-Erfolg sorgt für Neid und alte Rivalitäten in SchwedenCN我国建成首套高精度圆度基准装置INTrump Asked FIFA to Review Balogun's Red Card, Suspension LiftedRUДрон ВСУ ударил по рынку Токмака, погибли пять человек
Newsgather
BackWann ist Alkoholkonsum eine Sucht?
Wann ist Alkoholkonsum eine Sucht?
Gesundheit
Handelsblatt17.06.2026Gesundheit4 dk okumaGermany

Wann ist Alkoholkonsum eine Sucht?

Auf einen Blick

  • Es gibt klare Kriterien, wann Alkoholkonsum zur Abhängigkeit wird.
  • Laut einem Experten sind mindestens drei von sechs Kriterien im letzten Jahr erfüllt, wenn ein starkes Verlangen, Kontrollverlust, Toleranzentwicklung, Entzugserscheinungen, Vernachlässigung von Interessen oder Weiterkonsum trotz Problemen vorliegen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Menschen trinken oft Alkohol zum Stressabbau oder bei Feiern, was als normal empfunden wird. Die Grenzen zur Alkoholsucht sind jedoch fließend und es gibt klare Kriterien, wann eine Abhängigkeit vorliegt.

Schriftgröße

Gemütlich ein Feierabendbier trinken, bei besonderen Anlässen zusammen anstoßen - normal, oder? Die Grenzen zur Alkoholsucht sind fließend. Doch es gibt Kriterien, wann eine Abhängigkeit vorliegt. 17.06.2026 - 12:17 Uhr Quelle: dpa Artikel anhören

Der regelmäßige Griff zum Bier? Wer an einer Alkoholabhängigkeit leidet, benötigt in der Regel Hilfe. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Bad Dürkheim. Zum Stress abbauen oder beim gemeinsamen Feiern trinken Menschen oft Alkohol. Das erscheint uns normal. Aber wann ist es noch Genuss und wann schon Abhängigkeit?

Typisch für eine Abhängigkeit ist, dass Betroffene ihren Konsum herunterspielen – also nach Gründen suchen, weshalb ihr Konsum gar nicht problematisch ist, erklärt Bajram Vuthaj, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie.

Dabei ist es wichtig, die Abhängigkeit anzuerkennen, um einen Weg aus der Sucht herauszufinden. „Der erste Schritt ist, sich einzugestehen, dass man süchtig ist“, sagt Vuthaj, der auch Chefarzt an der Median Rhein-Haardt-Klinik in Bad Dürkheim ist.

Wann beginnt die Sucht?

Es gibt klare Zeichen, wann eine Abhängigkeit vorliegt – wenn mindestens drei der folgenden sechs Kriterien im letzten Jahr gleichzeitig erfüllt waren:

Sehr starkes Verlangen nach Alkohol – es ist unbezwingbar.

Es wird mehr getrunken als geplant – regelmäßiger Kontrollverlust.

Immer größere Mengen werden benötigt, um dieselbe Wirkung zu spüren – es gibt eine Toleranzentwicklung.

Ohne Alkohol gibt es Entzugserscheinungen – bei Verzicht treten etwa Symptome wie Zittern, Schwitzen, Unruhe oder Schlafstörungen auf.

Im Alltag geht es nur noch darum, Alkohol zu beschaffen und zu konsumieren – Interessen und Freunde werden vernachlässigt.

Obwohl der Konsum gesundheitliche, berufliche oder familiäre Probleme hervorruft, wird weitergetrunken.

Man muss also weder harten Alkohol trinken, noch jeden Tag trinken, damit eine Alkoholsucht vorliegt. Entscheidend ist eher, was passiert, wenn der Körper Alkohol bekommt oder eben nicht bekommt.

Keine Frage der Disziplin

Eine Sucht zu überwinden, sei auch keine Frage der Disziplin, so Bajram Vuthaj. Vielmehr erfordert dies professionelle Hilfe. Psychosomatische Fachkliniken bieten Vuthaj zufolge spezialisierte Programme an, die Betroffenen helfen, die Ursachen hinter der Sucht zu verstehen und neue Bewältigungsstrategien zu finden.

In der Regel übernehmen Rentenversicherungsträger oder Krankenkassen die Kosten für eine solche Therapie – der Arbeitsplatz bleibt dem Facharzt zufolge währenddessen gesetzlich geschützt.

Selbsthilfegruppen können helfen

Bei Sucht können zudem Gespräche in Selbsthilfegruppen helfen. Die Teilnehme daran ist kostenlos, schreibt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen auf ihrer Internetseite zur Präventionskampagne Aktionswoche Alkohol.

Der Fokus kann auf unterschiedlichen Zielgruppen liegen – etwa auf Angehörigen, Betroffenen, Jugendlichen oder nur auf Frauen oder Männern – und so auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer besser eingehen.

Adressen in der Nähe findet man bei den Sucht-Selbsthilfeverbänden – hier eine kleine Auswahl:

Anonyme Alkoholiker

Deutscher Frauenbund für alkoholfreie Kultur e.V.

Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne und Töchter e.V. (BVEK)

Deutsches Rotes Kreuz

Blaues Kreuz in Deutschland e.V. (BKD)

Narcotics Anonymous

Offene Fragen

  • Wie viele Menschen sind in Deutschland betroffen?
  • Welche langfristigen Folgen hat eine unbehandelte Sucht?

Verwandte Themen

This article was originally published by Handelsblatt.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem ThemaAlkoholsucht