Eilmeldung
DEKrieg in der Ukraine: Massiver Stromausfall in Odessa nach russischen AngriffenDERussisches Oberstes Gericht verhandelt über Jabloko-WahlzusageDEVerheerende Waldbrände in Westkanada: Tausende auf der FluchtDEAlarmierende Pegelstände: Binnenschiffer befürchten Unterbrechung der Rhein-RouteDELeichtathletik-EM 2026 in Birmingham: Alle Infos zu Zeitplan, TV und DLV-ChancenDEMutmaßlicher Anführer der Kinahan-Bande vor Gericht in Irland erwartetDETaifun „Dolphin“ sorgt in China für Überschwemmungen und FlugausfälleDEUkrainischer Drohnenangriff in Tatarstan: Mindestens 13 ToteDEFahrgastverband Pro Bahn fordert strengere Pünktlichkeitsdefinition für Deutsche BahnDEBundeskaderathleten berichten über Einschüchterung und Angst im VerbandDEKrieg in der Ukraine: Massiver Stromausfall in Odessa nach russischen AngriffenDERussisches Oberstes Gericht verhandelt über Jabloko-WahlzusageDEVerheerende Waldbrände in Westkanada: Tausende auf der FluchtDEAlarmierende Pegelstände: Binnenschiffer befürchten Unterbrechung der Rhein-RouteDELeichtathletik-EM 2026 in Birmingham: Alle Infos zu Zeitplan, TV und DLV-ChancenDEMutmaßlicher Anführer der Kinahan-Bande vor Gericht in Irland erwartetDETaifun „Dolphin“ sorgt in China für Überschwemmungen und FlugausfälleDEUkrainischer Drohnenangriff in Tatarstan: Mindestens 13 ToteDEFahrgastverband Pro Bahn fordert strengere Pünktlichkeitsdefinition für Deutsche BahnDEBundeskaderathleten berichten über Einschüchterung und Angst im Verband
Newsgather
ZurückWarum es keine winzigen Dinosaurier gab
Warum es keine winzigen Dinosaurier gab
Wissenschaft
Süddeutsche Zeitungvor 4 TagenWissenschaft2 Min. LesezeitGermany

Warum es keine winzigen Dinosaurier gab

Eine neue Studie zeigt, dass kleine Säugetiere einst die ökologischen Nischen besetzten und so die Entwicklung winziger Dinosaurier verhinderten.

Auf einen Blick

  • Forscher haben untersucht, warum es im Gegensatz zu heutigen Kleintieren keine winzigen Dinosaurier gab.
  • Laut der Studie blockierten kleine Säugetiere die ökologischen Nischen, bis Vögel durch die Entwicklung des Fliegens einen Ausweg fanden.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Wissenschaftler untersuchten die Gründe für das Fehlen winziger Dinosaurierarten in prähistorischen Ökosystemen.

Schriftgröße

Mit als kleinster sogenannter Nichtvogel-Dinosaurier gilt der fleischfressende Microraptor, der aber immer noch einen knappen halben Meter groß war und bis zu einem knappen halben Kilogramm wog. Der sei aber immer noch 200 Mal größer gewesen als der kleinste Vogel, der Hummelkolibri und das kleinste Säugetier, die Etruskerspitzmaus, betonen die Autoren der neuen Studie: Beide Tiere bringen es auf nur knapp zwei Gramm Körpergewicht. Die kleinste Echse, eine Zwerggecko, wiege sogar nur 0,15 Gramm. Rund 75 Prozent der heute lebenden Säugetiere und 90 Prozent der Vögel seien somit kleiner als der einst kleinste Dino.

Zwar gehört zur Gattung der Säugetiere auch der Blauwal, der mit 30 Metern Körperlänge und 150 Tonnen Gewicht heute mit den Dinosauriern mithalten könnte, dennoch gelte, so die federführende Autorin der Publikation, Stephanie Lechki von der Princeton University in einer Pressemitteilung: „Kleine Tiere dominieren die heutigen Ökosysteme. Wenn wir verstehen wollen, wie sich die heutige Biodiversität entwickelt hat, müssen wir verstehen, wieso es keine wirklich kleinen Dinosaurier gab.“

Ausschließen wollen die Autoren die alte Hypothese, dass man die Überreste von Mini-Dinos einfach übersehen habe, unter anderem, weil winzige Knochen weniger gut zu Fossilien werden. Doch diese Annahme passe nicht zu der Tatsache, dass man an den bekannten Fundstätten mittlerweile Fossilien von sehr kleinen Säugetieren, Echsen, Amphibien und anderen Wirbeltieren entdeckt habe. Wenn Dinos von Mausgröße existiert hätten, müsste man zumindest einige wenige gefunden haben.

Die kleinen Säugetiere besetzten alle ökologischen Nischen, in denen sich Zwergdinos hätten entwickeln können.

Auch mathematische Modelle lösten das Problem nicht. Mit diesen lässt sich kalkulieren, wie die natürliche Selektion zu bestimmten Körpergrößen führt. So ließ sich die Existenz kleiner Säugetiere erklären, aber nicht das Fehlen von Zwergdinos. Die Forscher folgern deshalb, dass nicht physiologische, sondern ökologische Faktoren entscheidend waren. Kleinere Dinos konnten sich nicht entwickeln, weil sie keine ökologischen Nischen fanden, die ihnen genügend Schutz und Nahrung bereitstellten – sie waren bereits besetzt: „Wir wussten bereits, dass die Dinosaurier vor dem Massenaussterben am Ende der Kreidezeit verhinderten, dass sich große Säugetiere entwickelten“, sagt Co-Autor Roger Benson vom American Museum of Natural History. „Wir behaupten nun, dass die Säugetiere verhinderten, dass sich die Dinosaurier zu kleinen Größen hin entwickelten.“

Doch dann fand die Evolution einen Ausweg: Tier lernten fliegen, neue Nischen eröffneten sich. „Die Fähigkeit zu Fliegen eröffnet ganz neue Wege des Lebens“, erläutert Lechki. „Die lebenden Nachfahren der Dinosaurier – die Vögel – können klein sein.“

Offene Fragen

  • Welche genauen Nahrungsquellen nutzten die damaligen Kleinsäugetiere?
  • Wie schnell vollzog sich die evolutionäre Anpassung bei den vögeln?

Verwandte Themen

This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

Ähnliche Meldungen

Mehr zu diesem Themadinosaurier