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Weniger Straftaten gegen Amtsträger in Bayern 2025
Politik
Die Zeit22.06.2026Politik2 dk okumaGermany

Weniger Straftaten gegen Amtsträger in Bayern 2025

Auf einen Blick

  • Die Zahl der Straftaten gegen Amtsträger in Bayern ist 2025 auf 681 Delikte gesunken, was dem Niveau vor der Corona-Pandemie entspricht.
  • Dennoch gab es 24 Gewaltdelikte, und Verleumdung bleibt die häufigste Straftat.
  • Die Grünen fordern besseren Schutz für Kommunalpolitiker.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Zahl der Straftaten gegen Amtsträger in Bayern ist 2025 gesunken, liegt aber weiterhin auf einem besorgniserregenden Niveau, insbesondere bei Gewaltdelikten und Verleumdungen. Die Grünen fordern verstärkte Schutzmaßnahmen.

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In Bayern sind 2025 weniger Amts- und Mandatsträger Opfer von Straftaten geworden als in den Jahren zuvor. Mit 681 registrierten Delikten - etwa Beleidigungen, Körperverletzungen oder Nötigungen - lag die Zahl nicht nur deutlich unter dem Wert von 2024 (886), sondern erstmals auch wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie. 2020 waren 703 Delikte gezählt worden. Zum Vergleich: 2021 waren es 1.575, 2022 genau 1.081 und 2023 exakt 1.013 Taten gewesen.

24 Gewaltdelikte

Die auf Anfrage der Grünen im Landtag vom bayerischen Innenministerium zusammengestellte Statistik gibt aber dennoch weiterhin Grund zur Sorge - so gab es im vergangenen Jahr 24 Gewaltdelikte. Sieben Fälle davon endeten mit einer rechtskräftigen Verurteilung oder einem Strafbefehl. Konkret handelte es sich dabei um 19 Erpressungen, vier Körperverletzungsdelikte sowie um eine Brandstiftung. Auch hier hatte es in der Vergangenheit deutlich mehr entsprechende Vorfälle gegeben. Neben Politikern zählen auch Richter, Staatsanwälte und Gerichtsvollzieher zu den betroffenen Amtsträgern.

Verleumdung von Politikern ist Spitzenreiter

Trauriger Spitzenreiter unter den Delikten ist die Verleumdung von Politikern (210), aber auch Beleidigung (117), Sachbeschädigungen (89), Nötigung und Bedrohung (74) sowie die Billigung von Straftaten (35) und Volksverhetzung (26) finden sich häufig in der Statistik wieder.

«Es ist eine gute Nachricht, dass die Straftaten gegen Politikerinnen und Politiker wieder zurückgehen. Trotzdem dürfen wir uns auf dieser Entwicklung nicht ausruhen. Weiterhin werden Menschen bedroht, beleidigt und sogar körperlich angegriffen, wenn sie politische Verantwortung übernehmen», sagte Cemal Bozoğlu, Grünen-Fraktionssprecher für Strategien gegen Rechtsextremismus.

Grüne fordern besseren Schutz von Kommunalpolitikern

Ein Angriff auf Menschen, die sich für die Demokratie engagierten, sei auch ein Angriff auf die Demokratie selbst. «Gerade Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker brauchen deshalb noch besseren Schutz sowie einen möglichst einfachen Zugang zu Beratung und Meldestellen.» Jede Tat sollte zur Anzeige gebracht und konsequent verfolgt werden.

Zu dem 2020 eingeführten Online-Meldeverfahren für Straftaten haben bisher in Bayern 203 Amts- und Mandatsträger Zugang - darunter 171 Kommunalpolitiker. Bis zum 20. Januar 2026 wurden hier 296 Prüfbitten eingereicht, von denen den Angaben zufolge 246 zu einem Ermittlungsverfahren führten.

Großteil der Straftaten ohne klare Täterzuordnung

Der Blick in die Statistik zeigt für 2025, dass die überwiegende Zahl der Taten (487) keiner politischen Strömung zugeordnet wurde. Dies geschieht etwa, wenn der oder die Täter nicht ermittelt werden konnten. Dem linken Spektrum werden für das Vorjahr 123 Fälle zugeordnet, dem rechten Lager 62. Mit einer ausländischen Ideologie wurden 9 Vorfälle in Verbindung gebracht.

Ferner gab es 2025 auch 79 Straftaten gegen Parteigebäude oder –einrichtungen, darunter 60 Sachbeschädigungen und drei Brandstiftungen. Zudem kam es den Angaben zufolge im Zusammenhang mit den Wahlkämpfen zu weiteren 1.225 Straftaten, darunter 924 Sachbeschädigungen - etwa an Wahlplakaten.

Offene Fragen

  • Wie wird der Schutz von Kommunalpolitikern verbessert?
  • Welche politischen Strömungen sind für die verbleibenden Straftaten verantwortlich?

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This article was originally published by Die Zeit.

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