WHO kritisiert US-Kinderimpf-Politik scharf
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor den Folgen von Trumps Dekret zur Reduzierung empfohlener Impfungen.
Auf einen Blick
- Die WHO kritisiert die US-Impfpolitik scharf.
- Präsident Trump ordnete an, empfohlene Impfungen zu reduzieren und Kombi-Impfungen aufzuteilen.
- WHO-Chef Tedros warnt vor steigenden Krankheits- und Sterberisiken.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
US-Präsident Donald Trump verfügte in einem Dekret die Reduzierung empfohlener Impfungen und die Aufteilung von Kombi-Impfungen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) reagiert mit Sorge und scharfer Kritik auf die Kinderimpf-Politik der US-Regierung. Präsident Donald Trump verfügte zuletzt in einem Dekret, die Zahl der empfohlenen Impfungen zu reduzieren. Außerdem fordert er die Aufteilung von Kombi-Impfungen auf mehrere Arztbesuche. Dies stehe „nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft“, konterte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.
„Impfpolitik sollte sich an einer fundierten, unabhängigen und transparenten Bewertung des besten verfügbaren Kenntnisstandes orientieren und nicht an politischer Einflussnahme“, forderte Tedros in einer Pressekonferenz.
Die aktuelle Beweislage sei eindeutig: Impfstoffe – einschließlich des MMR-Impfstoffs gegen Masern, Mumps und Röteln – seien sicher, so Tedros. Die Präparate würden keinen Autismus verursachen, betonte er. Trump hatte seinen neuen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen gestellt.
WHO-Fachleute wiesen darauf hin, dass mit der MMR-Kombinationsimpfung auf einfache Weise viele Kinder geschützt würden. Die Aufteilung auf mehrere Stiche und Termine würde hingegen den Aufwand für Eltern erhöhen. Dies könne dazu führen, dass Kinder nicht alle Teilimpfungen erhielten und steigere das Krankheits- und Sterberisiko, warnten sie. „Das geht genau in die falsche Richtung“, sagte WHO-Chefwissenschaftlerin Kate O'Brien über die US-Politik.
Offene Fragen
- Wie wird die US-Regierung auf die Kritik der WHO reagieren?
- Welche konkreten bundesstaatlichen Umsetzungsschritte folgen auf das Dekret?




