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ZurückWM-Achtelfinale: Brasilien, Mexiko und Ghana scheiden aus – England und Norwegen weiter
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Die Welt6.7.2026Sport11 Min. LesezeitGermany

WM-Achtelfinale: Brasilien, Mexiko und Ghana scheiden aus – England und Norwegen weiter

Auf einen Blick

  • Brasilien, Mexiko und Ghana sind bei der WM ausgeschieden.
  • Norwegen und England ziehen ins Viertelfinale ein.
  • Neymar tritt zurück, Trainer Aguirre verlässt Mexiko.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Nach dem Ausscheiden mehrerer Favoriten bei der WM werden Trainer und Spieler kritisiert und treten zurück. Gleichzeitig feiern Fans ausgelassen die Erfolge ihrer Teams.

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Erst mit tagelanger Verspätung soll Senegals Nationalteam nach dem WM-Aus in die Heimat zurückkehren. Nach Angaben des senegalesischen Verbandes ist die Ankunft eines Sonderfluges in Dakar nun für Dienstagmorgen geplant. Der TV-Sender RTV hatte zuvor berichtet, dass das Team nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Belgien (2:3 n. Verlängerung) am vergangenen Mittwoch in Seattle festgehangen habe.

Demnach sei alles für die Abreise vorbereitet gewesen. Ein zuvor geplanter Sonderflug sei in der vergangenen Woche jedoch aus ungeklärten Gründen nicht gestartet. In senegalesischen Medien wurde spekuliert, der Verband sei völlig unvorbereitet auf das Ausscheiden gewesen und habe keinerlei Plan für eine Rückkehr gehabt.

Selbst Kronprinz Haakon (52) hielt es in dieser WM-Nacht nicht im Schloss: Nach dem Einzug der Norweger ins WM-Viertelfinale „ruderte“ er mit Tausenden Landsleuten auf dem Schlossplatz in Oslo, um den Achtelfinalsieg über Brasilien zu feiern. Zu dem Jubelritual strömten die Menschen in der norwegischen Hauptstadt nach dem Abpfiff in Massen auf die Straßen: Schätzungsweise 100.000 Fans hätten nach dem 2:1-Triumph über Brasilien die Innenstadt zum Beben gebracht, berichtete die Polizei – das entspricht rund jedem siebten Einwohner Oslos.

Dabei kam es auch zu einigen Zwischenfällen: 30 Menschen hätten wegen Verletzungen durch Feuerwerkskörper einen Arzt aufgesucht, hieß es. Das nächste Volksfest ist schon geplant. Das Viertelfinale gegen England am Samstag soll wieder auf dem Rathausplatz übertragen werden.

Englands Nationalspieler Jordan Henderson hat sich beim Jubeln mit dem Team nach dem dramatischen Achtelfinalsieg gegen Mexiko am Handgelenk verletzt. „Es ist eine ziemlich schwere Verletzung, und es passt einfach nicht zu diesem Abend, dass Jordan jetzt nicht bei uns ist“, sagte Trainer Thomas Tuchel. Henderson sei im Krankenhaus.

Mitten in den WM-Feierlichkeiten nach dem 3:2 hatten die englischen Nationalspieler und Betreuer plötzlich einen Kreis gebildet. Bei der Party vor den Fans der Three Lions war Henderson offenbar über eine Bande gestürzt. Er wurde dann auf einer Trage in die Katakomben des Aztekenstadions getragen. Kapitän Harry Kane hatte sich zunächst noch keine großen Sorgen gemacht. „Jordan ist gerade hingefallen. Ich glaube, es geht ihm gut. Es ist nur etwas mit seinem Arm“, sagte er der BBC.

Javier Aguirre hat nach der dramatischen 2:3-Achtelfinale-Niederlage gegen England im Aztekenstadion das Ende seiner dritten Amtszeit als Coach der Mexikaner bestätigt. Der Trainerposten geht nun wie geplant an Rafael Marquéz. Die 47 Jahre alte Ikone arbeitete bereits seit zwei Jahren im Betreuerstab von Aguirre. „Ich habe ihm gesagt, dass er immer auf mich zählen kann“, sagte der 67 Jahre alte Aguirre.

„Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball. Auf Wiedersehen zum Aztekenstadion“, sagte Aguirre: „Ich gehe mit Stolz.“ Er hatte die Nationalmannschaft 2001 zum ersten Mal übernommen und blieb damals nur ein Jahr. Die zweite Amtszeit dauert von April 2009 bis Ende Juni 2010. Die dritte begann im Sommer 2024.

Dank einer Doppel-Torshow von Jude Bellingham in weniger als zwei Minuten und Harry Kane hat England in einem Spiel für die Fußball-Geschichtsbücher die Fiesta Mexicana beendet. Die Three Lions rangen die Mexikaner in Unterzahl im legendären Aztekenstadion mit 3:2 (2:1) nieder.

Altstar Neymar hat nach Brasiliens Achtelfinal-Aus seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft verkündet. „Ich habe es versucht, ich habe es wirklich versucht. Jetzt ist es zu Ende“, sagte der 34-Jährige nach der 1:2 (0:0)- Niederlage gegen Norwegen dem TV-Sender Globo. „Ich habe hier angefangen, ich habe hier aufgehört.“

Für die Brasilianer endete die WM so früh wie seit 36 Jahren nicht mehr. Neymar brach nach der Niederlage im Final-Stadion von East Rutherford in Tränen aus. Der einstige Topstürmer des FC Barcelona und von Paris Saint-Germain bestritt insgesamt 130 Länderspiele für den Rekordweltmeister und ist noch vor Pelé Rekordtorschütze des Landes.

Carlos Queiroz ist nicht mehr Nationaltrainer von Ghana. Nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Kolumbien erklärte der 73 Jahre alte Coach, dass er nicht weiter im Amt bleiben werde. Für Queiroz, der den Posten erst im April nach einer Testspiel-Niederlage in Deutschland von Otto Addo übernommen hatte, war es die fünfte WM als Coach in Serie.

Der Trainer-Veteran übte bei seinem Abschied Kritik am ghanaischen Fußball-Verband. „Die Zukunft der Black Stars wird nicht allein auf dem Platz gebaut, der Erfolg der Black Stars muss außerhalb des Platzes beginnen, indem man die bestmöglichen Bedingungen schafft, um das außergewöhnliche Fußball-Talent Ghanas vorzubereiten, zu schützen und zu entwickeln.“

Wieder einmal sorgt das Wetter für eine Verschiebung. Der Anpfiff des Achtelfinal-Spiels Mexiko gegen England im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt ist verschoben worden. Die Partie war für 2 Uhr deutscher Zeit geplant, nun findet sie um 3 Uhr statt. Der Grund: Rund vier Stunden vor dem Anpfiff zog eine Gewitterfront über das Stadion, dazu regnete es stark. Sofort wurde das Gewitter-Protokoll aktiviert. Der Stadionsprecher informierte 48 Minuten vor geplantem Anpfiff über die Verschiebung um eine Stunde.

Bei der Busankunft wurde der englische Mannschaftsbus mit Schaum attackiert. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, wie bei der Ankunft am Stadion aus einer Menschenmenge am Straßenrand heraus mehrere Spraydosen entleert wurden.

Norwegens Fußball-Märchen geht dank Superstar Erling Haaland weiter, der Titel-Traum von Rekordweltmeister Brasilien hingegen ist wieder mal geplatzt. Die Skandinavier bezwangen die Südamerikaner durch zwei späte Tore ihres Ausnahmestürmers in der 79. und 90. Minute mit 2:1 (0:0) und stehen erstmals in ihrer Historie in einem WM-Viertelfinale. Altstar Neymar (90.+10) verkürzte in der Nachspielzeit per Foulelfmeter.

Brasiliens Casemiro tritt bei seinen Einsätzen mit einem Schreibfehler auf dem Trikot an. Er spielt seit Jahren unter einer falsch geschriebenen Version seines Vornamens. Eigentlich heißt der 34 Jahre alte Mittelfeldspieler nämlich Casimiro. Auf seinem Trikot steht jedoch seit Beginn seiner Karriere „Casemiro“ – ausgelöst durch einen Fehler seines damaligen Clubs FC São Paulo.

„Ich werde für alle immer Casemiro sein. Das ist alles São Paulos Schuld. Sie haben aus Versehen meinen Namen auf dem Trikot mit „e“ geschrieben“, sagte der Nationalspieler schon vor einiger Zeit in einem Interview der italienischen Zeitung „La Repubblica“. Den Schreibfehler habe er später aus Aberglauben nicht mehr korrigieren lassen.

Ist das vor dem WM-Achtelfinale die Erfolgstaktik Mexikos? Mit Mariachi-Musik, Autohupen und Feuerwerk haben Fans versucht, vor dem Teamhotel den nächtlichen Schlaf von Gegner England vor dem K.-o.-Duell zu stören. Laut Medien rückten reihenweise Anhänger an, wurden aber von der Polizei zumeist auf Abstand gehalten. Der Weckdienst auf mexikanische Art sorgte für zahlreiche Video-Clips in den sozialen Medien. Die englischen Betreuer hatten die Ruhestörung erwartet und vorsorglich Ohrstöpsel an die Spieler verteilt

Neu ist diese „Strategie“ nicht: Schon vor dem Sechzehntelfinale gegen Ecuador hatte es Lärm vor dem Hotel des Gegners gegeben. Nach einer nächtlichen Ruhestörung durch mexikanische Fans hatte Ecuadors Fußball-Verband (FEF) eine formelle Beschwerde bei den WM-Organisatoren eingereicht. Dieses Verhalten sei weit entfernt „von den Prinzipien des Fair Play, der Fairness und der Einheit, für die eine Fußball-Weltmeisterschaft stehen sollte“, hieß es in einer Mitteilung wenige Stunden vor dem K.-o.-Spiel im Aztekenstadion. Mit 2:0 gewannen die Mexikaner die Partie.

Kap Verde hat für eine der ganz großen Sensationen gesorgt. Der Inselstaat blieb in der Vorrunde komplett ungeschlagen, trotzte den Gegnern drei Unentschieden ab und stürmte sensationell ins Sechzehntelfinale. Dort zwangen die Afrikaner Weltmeister Argentinien in die Verlängerung, verloren aber 2:3.

Nun sind die WM-Helden in ihre Heimat zurückgekehrt, wo sie von einer riesigen Fanmenge euphorisch empfangen wurden. Auch das Flughafenpersonal feierte das Team ausgiebig. Bevor die Spieler überhaupt die Heimreise antreten konnten, wurden sie von einer Traube aus Journalisten belagert und standen geduldig Rede und Antwort.

Spaniens Wunderkind Lamine Yamal hat im Interview mit dem Radiosender COPE eine erste WM-Bilanz gezogen – und dabei einen besonderen Namen auf dem Zettel. Gefragt nach den prägendsten Spielern des Turniers, nannte der Barça-Star neben Superstars wie Lionel Messi und Vinicius Junior auch den Marokkaner Ismael Saibari, der gerade beim FC Bayern unterschrieben hat. „Er spielt einfach richtig guten Fußball. Er schießt nicht nur Tore, sondern überzeugt auf ganzer Linie“, schwärmte Yamal über den Marokkaner.

Im Achtelfinale gegen Kanada (3:0) musste Saibari wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Ob der Stürmer bei der WM noch einmal angreifen kann, ist derzeit unklar.

Die Fifa sieht kein Problem darin, dass der ägyptische Trainer Hossam Hassan den Achtelfinaleinzug seines Teams mit einer palästinensischen Flagge bejubelt hat. Das Zeigen der Fahne sei gestattet, weil der palästinensische Fußballverband Mitglied der Fifa ist, teilte der Verband mit. Hassan war nach dem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Australien am Freitag mit einer palästinensischen Fahne auf den Rasen gelaufen. Er widme den Sieg gegen Australien sowohl den Ägyptern als auch den Palästinensern, sagte er. „Mein Herz und meine Seele sind bei ihnen.“

Die Fifa verbietet Stadionaktionen, die sie als politisch wertet. So untersagte sie Zuschauern bei den Spielen der iranischen Mannschaft, die Flagge des Landes aus der Zeit vor der islamischen Revolution zu zeigen. Während der Weltmeisterschaft vor vier Jahren im islamisch geprägten Katar verbot sie europäischen Mannschaften, Armbinden zur Unterstützung der „One Love“-Kampagne zu tragen, einer internationalen Initiative gegen Diskriminierung Homosexueller.

Der 30-jährige Dumfries kam bei der WM in allen vier Spielen für die Elftal zum Einsatz. Das Aus im Sechzehntelfinale gegen Marokko (2:3 im Elfmeterschießen) konnte aber auch er nicht verhindern.

Luís Figo (53) hat die junge Generation in Portugals Nationalmannschaft für ihren Umgang mit Cristiano Ronaldo (41) kritisiert. Der Weltfußballer von 2001: „Es ist offensichtlich, dass einige Spieler Cristiano Ronaldo nicht im Team haben wollen. Vielleicht denken sie, dass er sie bremst.“ Ronaldo habe Portugal über Jahre auf seinen Schultern getragen und verdiene Respekt.

Figo, der Kapitän war, als Ronaldo bei der EM 2004 sein erstes großes Turnier spielte: „Als Cristiano zum ersten Mal in die Nationalmannschaft berufen wurde, respektierte er alle älteren Spieler. Bei den jetzigen Jungs ist das anders. Aber was haben die erreicht? Nichts.“

Mit fünf Toren gehört Norwegens Erling Haaland zu den gefährlichsten Angreifern der WM. Vor dem Achtelfinale heute (22 Uhr) gegen die Skandinavier sagt Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti auf die Wucht des Ausnahmestürmers angesprochen: „Jeder weiß, wie er spielt. Ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen. Ich glaube nicht, dass es so etwas wie einen Anti-Haaland-Plan gibt.“

Dank eines Elfmeter-Tores von Kylian Mbappé hat Topfavorit Frankreich mit viel Mühe Deutschland-Schreck Paraguay niedergerungen und ist nur noch drei Siege vom dritten Titel entfernt. Die Équipe Tricolore setzte sich im Achtelfinale gegen die Südamerikaner mit 1:0 (0:0) durch und trifft im Viertelfinale am Donnerstag auf Marokko.

Brasiliens angeschlagener Offensivstar Raphinha steht bei der Fußball-WM vor dem Comeback. Der 29-Jährige vom FC Barcelona mache „sehr gute Fortschritte“, sagte Trainer Carlo Ancelotti vor dem Achtelfinale gegen Norwegen am Sonntag (22.00 Uhr/MagentaTV) in East Rutherford. Er sei „zwar noch nicht bei hundert Prozent, könnte aber auf der Bank sitzen und ein paar Minuten spielen“, so der Coach über den Flügelspieler.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • England und Norwegen werden im WM-Viertelfinale aufeinandertreffen.

    Spekulativ · Innerhalb von Tagen

Offene Fragen

  • Warum gab es Verzögerungen bei der Rückreise des senegalesischen Teams?
  • Wie wird sich der Rücktritt von Neymar auf die brasilianische Nationalmannschaft auswirken?
  • Wird es weitere Konsequenzen für Trainer Carlos Queiroz wegen seiner Kritik am ghanaischen Verband geben?

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This article was originally published by Die Welt.

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