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Zverev kämpft mit Blutzuckerproblemen vor Wimbledon
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Die Zeit21.06.2026Sport3 dk okumaGermany

Zverev kämpft mit Blutzuckerproblemen vor Wimbledon

Auf einen Blick

  • Alexander Zverev verließ das Halbfinale in Halle mit gesundheitlichen Problemen, insbesondere Blutzucker-Schwankungen, die auf einen fehlerhaften Sensor zurückzuführen waren.
  • Trotz der Niederlage blickt er optimistisch auf Wimbledon.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Alexander Zverev, Typ-1-Diabetiker, erlebte während seines Halbfinalspiels in Halle erhebliche Blutzuckerprobleme, die durch einen fehlerhaften Sensor ausgelöst wurden. Dies beeinträchtigte seine Leistung und verhinderte seinen ersten Titel in Halle.

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Mit hängenden Schultern und Sorgen um seine Zuckerwerte verließ Alexander Zverev eine gute Woche vor dem Start in Wimbledon den Centre Court von Halle.

Erneut hatte der French-Open-Sieger gesundheitliche Schwierigkeiten und war nach einer zweieinhalbstündigen Hitzeschlacht fix und fertig.

Doch nur eine Stunde nach dem knapp verlorenen Halbfinale gegen seinen US-Angstgegner Taylor Fritz wirkte er vor dem Spielerhotel schon wieder zuversichtlich und dachte an den anstehenden Rasen-Klassiker in London.

«Ich habe gekämpft und alles gegeben», betonte Zverev nach dem 7:6 (7:4), 4:6, 5:7 und erklärte seine Philosophie des ewigen Einzelkämpfers: «Im Tennis braucht man ein kurzes Gedächtnis, weil das nächste Turnier immer schon nächste Woche ist – und jetzt ist das Wimbledon.»

Fritz, der am Sonntag im Finale auf seinen amerikanischen Landsmann Frances Tiafoe traf, bekam die Probleme auf dem Rasenplatz mit.

Der Weltranglisten-Neunte wusste aber nicht genau, was los war.

«Ich hatte das Gefühl, dass es mir besser geht als ihm», sagte Fritz und nutzte das aus.

Tiafoe ließ Daniel Altmaier danach beim 6:1, 6:3 keine Chance.

Sensor zeigt falschen Zuckerwert an

Zverev ist Typ-1-Diabetiker und trägt einen Sensor, der kontinuierlich seinen Blutzucker misst.

Am Samstag fuhren seine Werte Achterbahn.

«Vor dem Match hat der Sensor fälschlicherweise extrem hohen Zucker angezeigt, so dass ich viel zu viel Insulin gespritzt habe», berichtete der 29-Jährige.

«In den ersten 45 Minuten des Matches musste ich deshalb knapp 350 Gramm Zucker zu mir nehmen, weil ich sonst unterzuckert gewesen wäre.»

Er habe «ein Glukose-Gel nach dem anderen getrunken, so dass ich am Ende auf mehr als 300 Gramm Zucker kam.

Das ist, als ob man während eines Matches dreieinhalb Liter Cola trinkt – ich habe mich scheußlich gefühlt.»

Auch im zehnten Anlauf kein Titel in Halle

Nach seinem French-Open-Triumph in Paris fiel die Vorbereitung auf Wimbledon nicht gerade optimal aus: eine schwierige Umstellung vom Sandplatz aufs Rasentennis, Blutzucker- und Rückenprobleme im Halbfinale und die siebte Niederlage nacheinander gegen Fritz.

Zverev konnte so den Titel in Westfalen auch im zehnten Anlauf nicht gewinnen.

Trotzdem war seine Laune gar nicht so schlecht: «Ich finde, dass ich hier relativ gutes Rasentennis gezeigt habe, und das ist die Hauptsache für mich – alles andere ist im Moment egal.»

Nach zuvor insgesamt zehn Siegen in Serie schien sich im Halbfinale von Halle alles gegen ihn verschworen zu haben: Bei einer Behandlungsunterbrechung nach 40 Minuten musste ihm der Rücken wieder eingerenkt werden – aber noch schlimmer waren die Probleme mit seinen Zuckerwerten.

«Habe mich auf Rasen gut gefunden»

Nachdem er den ersten Satz trotzdem im Tiebreak gewonnen hatte, verlor er die nächsten beiden Sätze jeweils nach großem Kampf.

«Ich bin enttäuscht, weil ich finde, dass mein Tennis zwar da war, ich aber physisch nicht in der Lage war, es zu zeigen.»

Und das habe diesmal leider am Zucker gelegen.

Deswegen macht sich Zverev jetzt auch keine Sorgen um Wimbledon.

Seit neun Jahren habe er den Sensor, aber solch falsche Werte habe der noch nie angezeigt.

Zverev fokussiert sich ab sofort auf die positiven Signale seiner Woche in Halle: «Ich finde, dass ich mich auf Rasen gut gefunden habe – das kann ich hoffentlich auch in Wimbledon zeigen.»

Offene Fragen

  • Wird Zverevs Blutzucker-Management in Wimbledon stabil sein?
  • Wie wird sich dieser Vorfall auf seine zukünftige Leistung auswirken?

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This article was originally published by Die Zeit.

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