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Zwei Uiguren wegen Bombenanschlag in Thailand zum Tode verurteilt
NACHRICHT
Die Zeit11.06.2026Crime2 dk okumaGermany

Zwei Uiguren wegen Bombenanschlag in Thailand zum Tode verurteilt

Auf einen Blick

  • Zwei uigurische Männer aus China wurden in Thailand wegen des Bombenanschlags auf den Erawan-Schrein 2015 zum Tode verurteilt.
  • Bei dem Anschlag starben 20 Menschen.
  • Die Hintergründe bleiben unklar, die Verteidigung kündigte Berufung an und wirft den Behörden Folter vor.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Zwei uigurische Männer wurden in Thailand zum Tode verurteilt, weil sie 2015 einen Bombenanschlag auf den Erawan-Schrein in Bangkok verübt haben sollen, bei dem 20 Menschen starben. Die Hintergründe des Anschlags sind umstritten und reichen von einem Racheakt bis zu separatistischen Motiven.

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Zwei Mitglieder der muslimischen Minderheit der Uiguren sind nach einem Bombenanschlag in Thailand zum Tode verurteilt worden.

Die beiden aus China stammenden Männer sollen im Jahr 2015 einen Anschlag auf den Erawan-Schrein in Bangkok verübt haben, teilte das zuständige Strafgericht mit.

Bei dem Anschlag wurden 20 Menschen getötet, mehr als 120 weitere verletzt.

Den Männern wurde unter anderem Mord, versuchter Mord und der illegale Besitz von Sprengstoff vorgeworfen.

Der Anwalt der Beschuldigten hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Die Hintergründe des Anschlags sind auch nach dem Urteil weiter unklar.

Die offizielle Version der Behörden ist, dass es sich um einen Racheakt für die Zerschlagung eines Menschenhändlerrings durch die Polizei gehandelt habe.

Einige Experten vermuteten jedoch als Urheber uigurische Separatisten, die erzürnt über die gewaltsame Ausweisung von mehr als 100 Uiguren aus Thailand nach China gewesen seien.

Die Tatsache, dass die Männer der in China unterdrückten Minderheit angehören, stützte diese These.

Verurteilte werfen Thailands Strafverfolgungsbehörden Folter vor

Das Verfahren gegen die beiden mutmaßlichen Attentäter begann 2016.

Wegen Problemen mit Dolmetschern und den Einschränkungen in der Corona-Pandemie musste der Prozess mehrfach unterbrochen werden.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten das langwierige Verfahren, das zunächst vor einem Militärgericht geführt worden war.

Einer der Verurteilten sagte nach der Urteilsverkündung, er akzeptiere »nichts von alldem«.

Er habe »nichts Falsches getan«.

In dem Prozess habe das Gericht mehrere Aspekte des Falles nicht ausreichend berücksichtigt, darunter die Behandlung der beiden Angeklagten, sagte der Verteidiger der beiden Männer, Choochat Kanpai.

Die mutmaßlichen Täter warfen den Strafverfolgungsbehörden vor, sie nach ihrer Festnahme gefoltert zu haben.

Die Richter sagten, dass es dafür wenige Beweise gebe.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die Verteidigung wird Berufung gegen das Todesurteil einlegen.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Was sind die wahren Hintergründe des Anschlags?
  • Wurden die Angeklagten tatsächlich gefoltert?
  • Wie wird die Berufung gegen das Urteil verlaufen?
  • Welche Rolle spielen die Beziehungen zwischen China und Thailand in diesem Fall?

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This article was originally published by Die Zeit.

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