Abkommen zwischen USA und Iran in Kraft: Teheran sagt Gebührenfreiheit für Straße von Hormus nur für 60 Tage zu
En resumen
- Die USA und Iran haben ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet.
- Pakistan bestätigt das Inkrafttreten.
- Iran sichert eine 60-tägige gebührenfreie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu.
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Por qué importa
Das Abkommen zwischen den USA und Iran zielt auf die Beendigung eines Krieges ab und wurde nach Vermittlung Pakistans unterzeichnet. Es beinhaltet Regelungen zur militärischen Aktivität, Souveränität, Sanktionen und dem Atomprogramm.
Das Abkommen zwischen Iran und USA im Wortlaut
Die amerikanische Regierung hat das Rahmenabkommen mit Iran für ein Ende des Kriegs veröffentlicht. Die Nachrichtenagentur AFP dokumentiert den Text, wie er von einem ranghohen US-Vertreter am Mittwoch in Washington vor Journalisten verlesen wurde:
„Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran haben sich gemeinsam in gutem Glauben auf das Folgende verständigt:
Paragraf 1 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran und ihre Verbündeten in dem gegenwärtigen Krieg erklären mit der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung eine unverzügliche und dauerhafte Beendigung militärischer Aktivitäten an allen Fronten, einschließlich in Libanon, und verpflichten sich von jetzt an, keinen Krieg oder militärischen Einsatz gegen einander zu beginnen und von gegenseitigen Drohungen oder Anwendung von Gewalt abzusehen, und die territoriale Integrität und Souveränität des Libanon zu gewährleisten. Das endgültige Abkommen wird die dauerhafte Beendigung des Krieges an allen Fronten, einschließlich im Libanon, bestätigen sowie weitere Bestimmungen dieses Paragrafen.
Paragraf 2 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran verpflichten sich, ihre gegenseitige Souveränität und territoriale Integrität zu respektieren und davon abzusehen, sich in die inneren Angelegenheiten des jeweils anderen einzumischen.
Paragraf 3 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran verpflichten sich, ein abschließendes Abkommen innerhalb von maximal 60 Tagen zu verhandeln und abzuschließen, wobei die Frist in gegenseitigem Einverständnis verlängert werden kann.
Paragraf 4 - Unmittelbar nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung werden die Vereinigten Staaten von Amerika damit beginnen, die Seeblockade sowie alle Störungen oder Hindernisse gegen die Islamische Republik Iran aufzuheben, und werden die Seeblockade innerhalb von 30 Tagen komplett beenden. Während dieses Zeitraums wird der Schiffsverkehr im Verhältnis zu der Zahl des Verkehrs vor dem Krieg durch die Iranische Republik Iran wiederhergestellt. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich weiter, ihre Streitkräfte aus dem Umfeld des Iran innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des abschließenden Abkommens abzuziehen.
Paragraf 5 - Mit der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung wird die Islamische Republik Iran nach ihren besten Möglichkeiten Vorkehrungen treffen für die sichere und unentgeltliche Durchfahrt von Handelsschiffen für nur 60 Tage, aus dem Persischen Golf in den Golf von Oman und umgekehrt. Der Verkehr von Handelsschiffen wird unverzüglich beginnen und, angesichts der Notwendigkeit der Beseitigung von technischen und militärischen Hindernissen und der Minenräumung durch die Islamische Republik Iran, innerhalb von 30 Tagen vollständig wiederhergestellt. Die Islamische Republik Iran wird in einen Dialog mit dem Sultanat Oman eintreten, um die künftige Verwaltung und maritime Dienste in der Straße von Hormus zu bestimmen, im Gespräch mit anderen Anrainerstaaten des Persischen Golfs und in Übereinstimmung mit den anzuwendenden internationalen Gesetzen und den souveränen Rechten der Küstenstaaten an der Straße von Hormus.
Paragraf 6 - Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, mit regionalen Partnern einen endgültigen gegenseitig vereinbarten Plan über mindestens 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Islamischen Republik Iran aufzustellen. Der Mechanismus für die Umsetzung dieses Plans wird als Teil des endgültigen Abkommens innerhalb von 60 Tagen endgültig festgelegt. Alle erforderlichen Lizenzen, Verzichterklärungen und Genehmigungen für die relevanten finanziellen Transaktionen werden von den Vereinigten Staaten von Amerika gewährt.
Paragraf 7 - Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, alle Arten von Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran zu beenden, einschließlich Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, Resolutionen des Gouverneursrats der IAEA sowie aller einseitigen US-Sanktionen, primär und sekundär, in einem vereinbarten Zeitplan als Teil des endgültigen Abkommens. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika erkennen die entscheidende Bedeutung der Angelegenheit der Beendigung der Sanktionen wie oben erwähnt an und erklären ihre Absichten, diese Angelegenheiten in den Verhandlungen unverzüglich anzugehen, um ein gegenseitiges Einverständnis darüber zu erzielen.
Paragraf 8 - Die Islamische Republik Iran bestätigt abermals, dass sie sich keine nuklearen Waffen beschaffen oder solche Waffen entwickeln will. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran haben vereinbart, die Entsorgung eingelagerten hochangereicherten Materials in einem Mechanismus zu regeln, auf den sie sich innerhalb des in Paragraf 7 erwähnten Zeitplans verständigen werden, wobei die Verdünnung vor Ort unter Aufsicht der IAEA eine minimale Methode darstellen würde.
Die beiden Parteien haben zudem vereinbart, dass das Thema der Anreicherung und anderer gegenseitig vereinbarter Punkte, die mit den nuklearen Bedürfnissen der Islamischen Republik Iran in Verbindung stehen, basierend auf einem zufriedenstellenden Rahmen in dem abschließenden Abkommen erörtert werden sollen. Die abschließende Vereinbarung wird die Bestimmungen dieses Paragrafen bestätigen. Die Vereinigten Staaten vom Amerika und die Islamische Republik Iran erkennen die entscheidende Bedeutung der oben erwähnten nuklearen Angelegenheiten an und drücken ihre Absichten aus, diese Punkte in den Verhandlungen unverzüglich anzugehen, um darin eine gegenseitige Übereinstimmung zu erzielen.
Paragraf 9 - Bis zum Abschluss des endgültigen Abkommens vereinbaren die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran, den augenblicklichen Staus Quo beizubehalten. Die Islamische Republik Iran wird den augenblicklichen Status Quo ihres Nuklearprogramms beibehalten und die Vereinigten Staaten von Amerika werden keine neuen Sanktionen erlassen und keine zusätzlichen Streitkräfte in der Region einsetzen.
Paragraf 10 - Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, dass unmittelbar nach der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung, und bis zur Beendigung der Sanktionen, das US-Finanzministerium Freigaben ausstellen wird für den Export von iranischem Rohöl, von Erdölprodukten und -derivaten, und allen damit verbundenen Dienstleistungen, einschließlich Transaktionen, Versicherungen, Transporten etc.
Paragraf 11 - Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, die eingefrorenen oder gesperrten Gelder und Vermögenswerte der Islamischen Republik Iran in vollem Umfang zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, nachdem diese Absichtserklärung in Kraft tritt. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran werden sich gegenseitig im Rahmen der Verhandlungen auf ein Verfahren in Bezug auf die Freigabe dieser Gelder verständigen. Solche Mittel, ob sie auf dem ursprünglichen Konto zurückgehalten oder transferiert wurden, sollen in vollem Umfang zugänglich gemacht werden, um sie allen beliebigen Endbegünstigten auszahlen zu können, die von der Zentralbank der Islamischen Republik Iran bestimmt werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, alle dafür notwendigen Lizenzen und Autorisierungen entsprechend auszustellen.
Paragraf 12 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Islam stimmen darin überein, dass ein ausführender Mechanismus eingerichtet wird, der die erfolgreiche Umsetzung dieser Absichtserklärung überwacht, wie auch die zukünftige Einhaltung des abschließenden Abkommens.
Paragraf 13 - Nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung und vorbehaltlich des Beginns der Umsetzung der Paragrafen 1, 4, 5, 10 und 11 dieser Absichtserklärung sowie der anhaltenden Umsetzung dieser Maßnahmen, werden die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran Verhandlungen bezüglich des endgültigen Abkommens ausschließlich zu den übrigen Paragrafen aufnehmen.
Paragraf 14 - Das abschließende Abkommen wird von einer verpflichtenden Resolution des UN-Sicherheitsrats bestätigt."
Auch Vermittler Pakistan bekräftigt: Rahmenabkommen in Kraft
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran tritt laut dem Vermittlerstaat Pakistan nach erfolgter Unterzeichnung mit „sofortiger Wirkung“ in Kraft. Teheran werde die Straße von Hormus „unverzüglich wieder öffnen“, und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Plattform X bekannt.
Trump verteidigt Iran-Einigung mit Sorge vor Wirtschaftskatastrophe
US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch auf dem G7-Gipfel in Frankreich die vorläufige Einigung mit Iran verteidigt. Ein längerer Krieg im Nahen Osten hätte eine Wirtschaftskatastrophe auslösen können,sagte Trump vor Journalisten in Evian-les-Bains. „Ich wollte keine Wirtschaftskatastrophe erleben. Wäre das so weitergegangen, hätte das passieren können.“
Der republikanische Präsident sagte, er wolle nicht wie Herbert Hoover sein, der zur Zeit des Börsencrashs im Oktober 1929 US-Präsident war. Dieser löste die Weltwirtschaftskrise aus. „Alles, was ich weiß, ist, dass jedes Mal, wenn wir über die Möglichkeit von Frieden sprachen, der Aktienmarkt wie eine Rakete in die Höhe schoss“, sagte Trump. „Jedes Mal, wenn wir etwas Negatives sagten, wie zum Beispiel 'Wisst ihr was, wir werden uns nicht einigen können', ging er sehr stark zurück.“
Bestätigung aus Iran und USA: Das Rahmenabkommen ist digital unterzeichnet und damit in Kraft
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran zur Beendigung des Kriegs ist nach Angaben aus Teheran von den Präsidenten beider Länder digital unterzeichnet worden. Das sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghaei, Staatsmedien zufolge. Der Text sei fertiggestellt und das Abkommen damit offiziell in Kraft getreten. Es werde keine Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz geben.
Ein US-Beamter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Abkommen unterzeichnet hätten. Auf welchem Weg blieb dabei unklar. „Axios“-Reporter Barak Ravid schrieb unter Berufung auf zwei US-Beamte ebenfalls auf der Plattform X, dass die Rahmenvereinbarung damit in Kraft sei.
Baghaei sagte laut dem regierungstreuen Sender Press TV, dass die Entscheidung, das Abkommen von den höchsten Vertretern beider Länder unterzeichnen zu lassen, angesichts früherer Erfahrungen bewusst getroffen worden sei. Wenn die Präsidenten die Vereinbarung unterzeichneten, wäre ein Verstoß dagegen mit höheren Kosten verbunden, wurde er weiter zitiert.
Iran prüft, ob das Rahmenabkommen von Trump und Peseschkian digital unterzeichnet wird
Iran prüft nach eigenen Angaben die Möglichkeit, dass das Rahmenabkommen mit den USA von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Staatschef Massud Peseschkian unterzeichnet wird. Bisher hätten sich Teherans Pläne für den am Freitag in der Schweiz vorgesehenen Termin nicht geändert, sagte am Mittwoch der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Es gebe jedoch Überlegungen, dass das Abkommen „durch die Präsidenten beider Länder erfolgen soll“. Dieser Vorschlag werde derzeit geprüft.
Nach Angaben des Außenministeriums in Teheran wird derzeit auch geprüft, ob das Abkommmen von den Präsidenten beider Länder digital unterzeichnet werden könnte. Dies könne „in mancher Hinsicht eine bessere Option sein“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai dem Staatssender Irib.
Beobachtern zufolge will Iran in der Schweiz ein Händeschütteln mit den US-Vertretern und Bilder von der Zeremonie unbedingt vermeiden. In Teheran gelten die USA weiterhin als verantwortlich für die Tötung des obersten Führers Ali Chamenei am 28. Februar. Eine solche Geste wäre für die iranische Delegation nicht vertretbar und könnte zu internen Konflikten mit Hardlinern im Land führen.
Iran hatte zuvor erklärt, dass die USA bei der Zeremonie von Vize-Präsident JD Vance und Iran durch Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf vertreten sein wird. Das Rahmenabkommen soll in einem Luxushotel nahe der Stadt Luzern unterzeichnet werden.
Trump: Rahmenabkommen könnte bereits Donnerstag unterzeichnet werden
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran könnte laut Präsident Donald Trump früher als geplant unterzeichnet werden – möglicherweise bereits am Donnerstag. „Das Abkommen, das wir am Sonntag mit Iran erzielt haben, wird in Kürze unterzeichnet werden – morgen oder vielleicht übermorgen“, sagte Trump beim G7-Gipfel im französischen Évian.
Iran sagt Gebührenfreiheit für Straße von Hormus nur für 60 Tage zu
Amerikanische Medien haben unter Berufung auf einen ranghohen Regierungsmitarbeiter den offiziellen Text des Memorandums veröffentlicht, das Teheran und Washington am Montag elektronisch unterzeichnet haben. Demnach gilt Irans Zusage für eine gebührenfreie Durchfahrt durch die Straße von Hormus nur für 60 Tage.
Im Text heißt es außerdem, Iran und Oman würden in Beratungen „die künftige Verwaltung und maritime Dienstleistungen in der Straße von Hormus definieren“. Dies werde im Einklang mit internationalem Recht und den „Souveränitätsrechten der Küstenstaaten an der Straße von Hormus“, also Iran und Oman, geschehen. Andere Staaten am Persischen Golf würden konsultiert.
Iran scheint sich damit die Möglichkeit sichern zu wollen, Gebühren für „maritime Dienstleistungen“ zu erheben, wobei fraglich wäre, inwieweit dies im Einklang mit internationalem Recht wäre. Aus Sicht des Regimes in Teheran ist es außerdem ein symbolischer Erfolg, dass die USA Iran ein Recht auf „Verwaltung“ der Meerenge schriftlich zuzugestehen scheinen. Teheran geht es dabei darum, den im Krieg militärisch erworbenen Hebel in eine Nachkriegsordnung zu überführen.
Kritiker fürchten, dass Irans Anspruch Schule machen könnte und künftig auch Anrainers
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Verhandlungen über das endgültige Abkommen werden innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen.
Probable · En meses
Die Seeblockade iranischer Häfen wird innerhalb von 30 Tagen vollständig aufgehoben.
Muy probable · En días
Preguntas abiertas
- Wie wird die Umsetzung des Abkommens überwacht?
- Welche Rolle spielt der UN-Sicherheitsrat bei der Bestätigung?
- Wie reagieren andere regionale Akteure auf das Abkommen?



